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Informatikdienste
PostScript-Corner

Wasserzeichen

Es gibt verschiedene Publishing- und Grafik-Programme, die ein sogenanntes PostScript-Fenster oder eine PostScript-Spalte kennen, in der statt eines gewöhnlichen Textes ein kleines PostScript-Programm eingetippt werden kann. Microsoft nennt das entsprechende Paragraphenformat "PostScript-Style". Der PostScript-Code wird dann spätestens beim Ausdrucken des Dokuments ausgeführt. Es ist aber auch möglich, den Code direkt im PostScript-Druckfile einzufügen. Dieses Beispiel zeigt Ihnen, wie man eine Seite eines Dokumentes mit einem "Wasserzeichen" versieht, das heisst, unter dem Text die blattfüllenden Initialen in schwachem Grau druckt. Nehmen wir an, Sie haben Ihr Dokument mit troff formatiert und bereits mit TranScript den PostScript-Code erzeugt. Dann können Sie den Code für ein Wasserzeichen zu Beginn einer Seitenbeschreibung einfügen, gewöhnlich nach dem Kommentar
 
      %%Page:
Welches Wasserzeichen soll in unserem Beispiel verwendet werden? Der Affenschwanz (@) aus dem Times-Font ist sehr hübsch, nehmen wir diesen! Das kleine PostScript-Programm lautet wie folgt:
	gsave
	/Roman /Times-Roman findfont
	       240 scalefont def
	Roman setfont
	.9 setgray 			% 10 Prozent Grau
	100 500 moveto
	(@) show
	grestore
Dieses Programm macht nichts anderes, als das 240 Punkt grosse Zeichen "@" in 10% Grau (setgray) auszugeben. Das Kapseln des PostScript-Fragments durch die Operatoren gsave und grestore sollte einen negativen Seiteneffekt auf den übrigen Text unterbinden. Sie möchten ja kaum, dass die ganze Seite oder das ganze Dokument in 10% Grau gedruckt wird. Zusammenfassung der verwendeten Operatoren:

gsave
den grafischen Status festhalten
findfont-scalefont
Schriftart und Schriftgrösse festlegen
def
einen Dictionary-Eintrag definieren, "Roman"
setfont
aktuellen Font setzen
setgray
Graustufe festlegen
moveto
Bewegung ausführen
show
Schriftzug drucken
grestore
den festgehaltenen grafischen Status wiederherstellen
Dieses PostScript-Programm ist sehr einfach, da keine Operatoren verwendet werden, die den Operanden-Stack manipulieren.

Arbeiten mit FrameMaker

FrameMaker ist ein Publishing-Programm, das auf den meisten Plattformen läuft (z.B. auf Sun, RS/6000, Nextstep, MS Windows, Macintosh). An verschiedenen Hochschulen wird FrameMaker als strategisches Produkt eingesetzt, weil man damit sogenannte Hypertext-Links konstruieren kann, die in elektronischen Dokumenten sehr nützlich sein können. Betrachten wir etwas genauer, wie der FrameMaker-Benutzer oder die Benutzerin ein Wasserzeichen fabriziert!
  1. Erzeugen Sie in FrameMaker eine neue Textspalte, siehe graphic tools (links vom "A"): TOOLS
  2. Wählen Sie im Format-Menu das Panel Textfluss.
  3. Soll PostScript-Code integriert werden, fügen Sie den Code in die Spalte ein, für die "automatische Verkettung" deaktiviert ist und die mit keiner anderen Spalte verkettet ist. Aktivieren Sie dann die Option PostScript-Code.
  4. Grafik-Menu: Verschieben Sie die PostScript-Spalte in den Hintergrund.
  5. Sorgen Sie dafür, dass der Textrahmen im Vordergrund durchsichtig wird, indem Sie als Füllmuster "keines" angeben, siehe graphic tools.
Das Logo der Universität Zürich: logo_90

Natürlich müssen Sie nicht immer den Affenschwanz als Wasserzeichen verwenden, nehmen Sie ein beliebiges Bild, Ihre eigenen Initialen, das Logo Ihrer Firma oder z.B. schlicht und einfach den Schriftzug "Draft".

Das Logo der Universität Zürich als Wasserzeichen dem Text unterlegt. Ein Wasserzeichen wird z.B. in einer Graustufe von 10% gezeichnet.


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Last update: Tuesday, 02-Apr-2002 13:49:45 CEST by vo