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Der bekannteste WWW-Browser zeigt Bilder im GIF- und JPEG-Format direkt an, ohne einen sogenannten External Viewer bemühen zu müssen. Ein WWW-Autor hat sich daher nicht nur mit dem Hypertext-Format (HTML) zu beschäftigen, sondern auch mit den zwei wichtigen Grafikformaten GIF und JPEG. Dies ist das Thema des vorliegenden Dokuments. Während sich GIF vor allem für Strichzeichnungen, Illustrationen und Logos eignet, ist JPEG eher für fotografische Bilder gedacht, da JPEG mit einem kontrollierten Informationsverlust verbunden ist. Auf jeden Fall angezeigt ist JPEG bei Farbverläufen und "continuous tone".
In der Praxis führt die PostScript-to-GIF-Konversion zu zwei typischen Problemen: schlecht lesbare Schriftzeichen (font rendering) und ungenaue Farbreproduktion (z.B. Violett statt Blauton).
Weil fast jede Text-, Grafik- und Publishing-Software den PostScript-Code erzeugen kann und praktisch alle Plattformen über einen PostScript-Treiber verfügen, gehen wir von PostScript-Code aus, um im World Wide Web Bilder und Illustrationen zu publizieren. Die erste Frage lautet deshalb, wie man diese PostScript-Files am besten in brauchbare GIF-Dateien umwandelt.
Der Konversionsablauf kann wie folgt schematisiert werden:
|
v
PostScript
|
v
(ghostscript)
|
v
PPM
|
v
(ppmtogif)
|
v
GIF
Die Konversion basiert somit auf dem PostScript-Interpreter
Ghostscript.
Das Programm gs wird übrigens auch vom PostScript-Viewer
Ghostview aufgerufen.
GIF-Bilder können einen transparenten Hintergrund besitzen, d.h. die gleiche Farbe wie die Umgebung annehmen. Und das "interlaced" Format baut die Bilder nicht sequentiell auf, sondern in mehreren Durchgängen (nicht von allen WWW-Klienten unterstützt). Ein "animated GIF" besteht aus einer Bilder-Sequenz.
default /rzu/ps/none.html rect /rzu/ps/areatext.html 1,1 620,80 rect /rzu/ps/areafill.html 40,200 600,270Das Beispiel enthält zwei rechteckige Bereiche. Der Ursprung des Koordinatensystems befindet sich oben links auf einer GIF-Grafik. Empfohlen ist allerdings die client-side image map. Ein Beispiel:
<MAP NAME="Info-4"> <AREA SHAPE="RECT" COORDS="21,18,101,218" HREF="#Link1"> <AREA SHAPE="RECT" COORDS="101,18,182,218" HREF="#Link2"> </MAP> <IMG SRC="Info-4.gif" USEMAP="#Info-4">Die Koordinaten werden wiederum in Bildschirm-Pixel spezifiziert.

WMGRAPH: Zuerst konvertiert der FrameMaker-Treiber fmbatch die MIF-Files in das PostScript-Format. Darauf kommt der PostScript-Interpreter gs zum Zug, der ein ppm-File erzeugt. Dieser Datenhaufen wird schliesslich vom Kommando ppmtogif ins GIF-Format umgewandelt. PostScript-to-GIF verwendet ppm somit als Zwischenformat.
Die Auflösung beträgt bei der Bildschirmdarstellung z.B. 72 dpi. PostScript-to-GIF setzt das Paket PBMplus voraus. Verwendete Kommandi:
Alternativ können mit einem Adobe-Interpreter oder mit ScreenShots TIFF-Files erzeugt werden, die anschliessend ins GIF-Format umgewandelt werden (z.B. mit Adobe Photoshop oder xv). Dies ist jedoch mit Handarbeit verbunden. Der Vorteil dieser WYSIWYG-Methode (What You See Is What You Get) liegt aber darin, dass man ein Bild gleichzeitig verkleinern/vergrössern, zuschneiden oder farblich verbessern kann. Zwar läuft diese Variante nicht automatisch ab, aber die Erfahrung zeigt, dass häufig ästhetische Gründe den WWW-Autor zur Handarbeit zwingen. Weil die Bildschirmdarstellung eine viel kleinere Auflösung besitzt als eine gedruckte Grafik (PostScript-Format), müssen manchmal andere Schriftgrössen verwendet werden. Eine mögliche Strategie besteht darin, die PostScript-Grafiken vor der Umwandlung auf 120% oder 140% zu vergrössern.
PostScript-to-GIF: Grundsätzlich können 2 Varianten unterschieden werden. Die Alternativmethode verwendet als Zwischenformat meist tiff statt ppm. Auch TIFF kann Millionen von Farben unterscheiden (24 Bits pro Pixel).
<IMG SRC="http://www.unizh.ch/gif/heureka.gif">Das IMG-Element ist seit HTML Level 1 gültig.
Image Import Use the <IMG> tag to import graphics. <IMG> takes these attributes: ALIGN Top, middle or bottom ALT Alternative text (for display-text-only environments) SRC ISMAP URL of the object to import.Das ALT-Attribut spielt dann eine Rolle, wenn ein Browser keine Bilder anzeigen kann. Beispiel:
<IMG SRC="formel.gif" ALT="Fourier:"> blah bla
Demgegenüber gibt das Attribut ISMAP eine sensitive Karte an.
NCSA-Server-Beispiel, veraltet:
<IMG SRC="SBB.gif" ISMAP>

R + G = Gelb R + B = Magenta G + B = Zyan R + G + B = WeissPseudoColor: die X11-Ressourcen können nur eine beschränkte Zahl von Farben handhaben (Farbpalette).
Siehe auch Color PostScript. Und was bedeutet Gamma-Korrektur?
Farbkalibrierung: PostScript Level 2 unterstützt mehrere geräteunabhängige Farbräme, die auf CIE 1931 XYZ basieren. Eine Seitenbeschreibung kann dann die Farben so spezifizieren, wie sie auch vom menschlichen Auge empfunden werden -- entsprechend den drei Farb-Rezeptoren im menschlichen Auge. Das Ziel des CIE-Standards ist, auf unterschiedlichen Ausgabegeräten einheitliche Resultate zu erreichen -- unabhängig von Drucktechnologie, Toner und Bildschirmfarben.
Eine SAS-Grafik: Abstimmungsergebnisse "Neinsager" (gif)
Ghostscript 3.33: Typ-1-Fonts liefern bessere Resultate
(Font-Kennung .pfa).
Beispiel eines Typ-1-Fonts bei GhostScript -- Utopia-BoldItalic:
Eine derartige Typ-1-Fontdatei besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:
Beispiel mit Helvetica (gif)
Siehe Font-Technologie.
Die neuen Kompressionsmethoden wie Subsampling oder ADCT (Adaptive Discrete Cosine Transform) können die Uebertragung von Farbbildern wesentlich beschleunigen. Der JPEG-Algorithmus (Joint Photographic Expert Group), der mit einem kontrollierten Informationsverlust verbunden ist, kann Bilddaten bis zum Faktor 50 verdichten. Das JPEG-Verfahren komprimiert Bilddaten, indem es die Frequenzanteile blossstellt, "in denen nichts passiert".
Siehe: Bildkomprimierung, JPEG.
Die Kombination von reduzierter Farbpalette und Erzeugen von JPEG ist grundsätzlich heikel, weil hier das Dithering dazwischen kommt. Die meisten GIF-Bilder sind gerastert (Dithering). DIES IST GANZ DEUTLICH zu sehen, wenn Sie ein Bild vergrössern. Wenn nun ein bereits aufgerastertes Bild in JPEG gewandelt wird, gibt es ein Problem. Auch beim Belichten von Bildern gilt: möglichst die Original-Graustufen verwenden -- erst ganz zuletzt aufrastern. Um das Dithering zu korrigieren, könnte man das Bild noch glätten (smooth), bevor man dieses in JPEG umwandelt.
Das Ziel der Rastertechnik ist es, Graustufen oder Farbstufen zu simulieren (engl. Dithering). Die Raster-Technik wandelt die Bilder-Graustufen in Kombinationen von Bildpunkten um, in sogenannte halftone dots. Diese Technik wird etwa dann angewandt, wenn das Endgerät (marking engine) nur schwarze und weisse Bildpunkte kennt.
Literatur: Jens Kurlanda: Dokumente für Hypertext aufbereiten, Zeitschrift iX 11/1994, Verlag Heinz Heise.
Last update: Friday, 23-Aug-2002 09:29:30 CEST by
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