Portrait
Fakultäten
Allgemeine Informationen
Leitung & Organisation
Leitbild & Grundsätze
Partnerschaften
Offene Stellen  
Share via mailShare on XingShare on LinkedIn

Geschichte

1833

«Universitas Turicensis» gegründet. Der Kanton Zürich fasst seine höheren Schulen für Theologie, Jurisprudenz und Medizin in der «Universitas Turicensis» zusammen und ergänzt die drei Studienbereiche um eine philosophische Fakultät. Es ist die erste Universität Europas, die nicht von einem Landesfürsten oder von der Kirche, sondern von einem demokratischen Staatswesen gegründet wird.

161 Studenten, 55 Dozenten. Im ersten Jahr immatri­­ku­lieren sich 16 Theologen, 26 Juristen, 98 ­Mediziner und 21 Philosophen. Betreut werden sie von 26 Professoren und 29 Privatdozenten. Das Vorlesungs­verzeichnis erscheint auf Deutsch und Lateinisch. Grosse Zukunftsvisionen. Die Gründer hoffen, aus der kantonalen letztlich eine gesamtschweizerische Hochschule machen zu können. In einem Brief an einen Freund schreibt der geistige Vater der Zürcher Universität, Johann Caspar von Orelli: «Wir mussten eine zürcherische Hochschule gründen, damit etwas zustande kam. Allein sie kann, sie soll die schweizeri­sche werden.» Der Traum geht nicht in Erfüllung.

 
Titelblatt
Titelblatt des ersten Vorlesungsverzeichnisses

1855

Polytechnikum zur Miete. Das neu geschaffene Eid­­genössische Polytechnikum findet vorerst Gastrecht in den Räumen der Universität im Haus Hinteramt an der Zürcher Augustinergasse.

1859

Zwei philosophische Richtungen. Die Philosophische Fakultät teilt sich auf in je eine Abteilung philosophisch-sprachlich-historischer (phil. I) und mathema­tisch-naturwissenschaftlicher Richtung (phil. II).

1864

Universität im Poly-Bau. Die Universität mietet sich im Südflügel des von Gottfried Semper neu erbauten Polytechnikumgebäudes auf der Polyterrasse ein.

 
Hinteramt
Universitätsgebäude «Hinteramt» an der Augustinergasse (1833-1964)

1867

Eine Russin als erste Studentin. Die Russin Nadeshda Suslowa, die seit 1865 als Hörerin an der Universität Zürich das medizinische Fachstudium absolviert, wird nachträglich für das Wintersemester 1866/67 immatrikuliert; Ende Jahr promoviert sie als erste Frau im deutschen Sprachraum.

1883

Fünfzigster Geburtstag. Die Hochschule Zürich, wie die Zürcher Universität seit 1873 heisst, feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum. Mittlerweile zählt sie 463 Studierende und 91 Dozenten, davon 37 Ordinarien.

1901

Zweitälteste Veterinär-Fakultät. Die seit 1820 bestehende Zürcher «Thierarzneyschule» wird als eigenständige veterinärmedizinische Fakultät der Universität angegliedert. Obwohl Zürich im Vergleich zu anderen Städten relativ spät mit einer wissenschaftlichen Ausbildung der Tierärzte begann, gilt seine veterinärmedizinische Fakultät als zweitälteste der Welt – nach jener von Bern, die ein Jahr zuvor gegründet worden war.

1905

Über tausend Studierende. Erstmals sind mehr als 1000 Studierende an der Universität immatrikuliert.

1908

Ja zum Kollegiengebäude. Das Zürcher Stimmvolk sagt Ja zur Vorlage für einen Universitätsneubau. Gutgeheissen wird auch ein Aussonderungsvertrag, der die Besitzverhältnisse zwischen Universität und ETH regelt sowie die Zusammenlegung von Sammlungen und Instituten beider Hochschulen einleitet.

1909

Einstein als Dozent. Albert Einstein lehrt zwei Jahre an der Universität Zürich theoretische Physik.

1912

Von Hochschule zu Universität. Der Erziehungsrat beschliesst, die Hochschule Zürich offiziell in Universität Zürich umzubenennen, womit die Unterscheidung von der neu bezeichneten Eidgenössischen Technischen Hochschule – dem früheren Polytechnikum – deutlicher wird.

 
Suslowa
Nadeshda Suslowa

1913

Nobelpreis an Alfred Werner. In Anerkennung seiner Arbeit über Atombindung in Molekülen erhält Professor Alfred Werner den Nobelpreis für Chemie.

 
Werner
Alfred Werner

1914

Universitätsgebäude eingeweiht. Das neue Kollegiengebäude der Universität an der Rämistrasse wird anlässlich des Zürcher Sechseläutens festlich eröffnet. Der Aargauer Architekt Karl Moser hat den Bau in allen Einzelheiten bis hin zur Innenraumgestaltung begleitet und so ein Gesamtkunstwerk geschaffen.

1923

«Zürcher Student» läuft ab Presse. Erstmals erscheint die Studierendenzeitung «Zürcher Student». Bis heute ist das Blatt durch alle Fährnisse studentischer und universitärer Krisen hindurch ein wichtiges Sprachrohr geblieben.

1933

Hundertster Geburtstag. Die Universität Zürich feiert ihr 100-Jahr-Jubiläum. Sie zählt 2033 Studierende.

 
Eröffnung
Offizielle Festpostkarte zur Einweihung

1937

Nobelpreis an Paul Karrer. Paul Karrer, Professor für organische Chemie, erhält für seine Unter­suchungen von Vitaminen den Nobelpreis für Chemie.

1939

Universität an der «Landi». Die Universität beteiligt sich an den patriotischen Darbietungen der vom Kriegsbeginn geprägten Landesausstellung Zürich.

1946

Churchill in der Aula. Am 19. September hält Winston Churchill in der Aula der Universität Zürich eine Rede an die «akademische Jugend der Welt». Sie gipfelt in dem berühmt gewordenen Aufruf «Lasst Europa ent­stehen!» (Therefore I say to you: let Europe arise!)

 
Karrer
Paul Karrer

1949

Nobelpreis an Walter Rudolf Hess. Für seine Forschung über die funktionelle Organisation des Zwischenhirns erhält Walter Rudolf Hess, Direktor des Physiologischen Instituts der Universität Zürich, den Nobelpreis für Medizin. 1956 Solidarität mit Ungarn. Die Universität und speziell auch die Studentenschaft engagieren sich zugunsten der ungarischen Aufständischen und der späteren Ungarnflüchtlinge.

1958

Wieder mehr Studierende. Nach Jahren abnehmender Studierendenzahlen beginnen die Zahlen wieder zu steigen. 1960 sind über 3000 Studierende – gleich viele wie im Jahr 1950 – immatrikuliert, 1963 sind es bereits mehr als 5000 Studierende.

1962

Erste Auslagerungspläne. Die Universität Zürich hat Platzprobleme. In den ersten Überlegungen zur baulichen Erweiterung schlägt die Philosophische Fakultät II vor, einen Teil der Universität auf das Strickhofareal in Zürich Irchel zu verlegen.

 
Hess
Walter Rudolf Hess

Balzan-Preis an Paul Hindemith. Paul Hindemith, von 1951 bis 1956 Professor für Musiktheorie, Komposition und Musikpädagogik an der Universität Zürich, erhält den Balzan-Preis.

1965

Designierte Rektoren. Die wachsende Universität braucht eine stärkere Leitung. Am 29. Januar wählt der Senat erstmals einen designierten Rektor, der sich auf die Übernahme seines Amtes im Folgejahr einarbeiten und auf diese Weise den amtierenden Rektor entlasten kann.

1968

Studierende auf der Strasse. Bildungspolitische und gesamtgesellschaftliche Fragen bilden den Hintergrund andauernder studentischer Unruhen, die zu den berühmten Globuskrawallen führen. Selbst der Einmarsch der Warschaupakttruppen in die Tschechoslowakei findet an der Universität keinen grossen Widerhall: Die Studentenpolitik steht im Vordergrund.

Universitätsgesetz fällt durch. Es wird ein Universitätsgesetz vorgelegt, auf das der Kantonsrat bei seiner Behandlung 1975 jedoch gar nicht eintritt.

1971

Abschied vom Uni-Ball. Unter teilweise tumultuösen Umständen findet der letzte der traditionsreichen Uni-Bälle statt. An deren Stelle treten nun die Mensa- und Uni-Feste.

Tumult führt zur Schliessung. Die studentischen Unruhen an der Universität erreichen ihren Höhepunkt mit einer zweitägigen Schliessung des Kollegiengebäudes Anfang Juli.

1973

Universität Irchel entsteht. Die Universität Zürich hat die Schwelle von 10 000 Studierenden erreicht. Auf dem ehemaligen Strickhofareal auf dem Irchel beginnen die Bauarbeiten für die Uni-Erweiterung.

1975

Doppelprofessuren mit ETHZ. Universität und ETH Zürich beginnen, Forschungsbereiche räumlich zusammenzulegen; den Anfang macht das Institut für Toxikologie in Schwerzenbach. Zudem richten die beiden Hochschulen Doppelprofessuren ein.

 
Hindemith
Paul Hindemith

Audiovision hält Einzug. Die steigende Zahl von Studie­renden ruft nach neuen Informationsmitteln: Im Eingang des Kollegiengebäudes wird ein Kasten mit Tonbildschau und Kopfhörern aufgestellt.

1977

Sonderbauordnung Zentrum. Für das Zürcher Hochschulquartier tritt eine Sonderbauordnung in Kraft.

 
Tonbildschau
Tonbildschau

1978

Ende der Studentenschaft. Die Studentenschaft als Zwangskörperschaft wird abgeschafft. Die studentische Mitsprache wird fortan vom Erweiterten Grossen Studierendenrat (EGStR), später vom Studierendenrat (StuRa) wahrgenommen, erreicht aber nicht mehr die frühere Bedeutung. Bild: «Todesanzeige» im Schaukasten der Universität

1979

Irchel zum Ersten. Die erste Etappe der Universität Zürich Irchel wird eingeweiht.

 
Ende
Todesanzeige im Schaukasten der Universität

1980

Kritik an Regierungsrat Gilgen. Zürich erlebt den Opernhauskrawall. Im Sommer der Jugendunruhen greifen die Proteste auch auf die Universität über. Auslöser ist das Verbot, einen Videofilm des Ethnologischen Seminars über den Opernhauskrawall aufzuführen. Dabei zeigen sich Mängel bei der universitären Führungs­struktur und bei den administrativen Abläufen zwischen kantonaler Erziehungsdirektion, Ge­sund­heitsdirektion, Rektorat, Fakultäten und Instituten.

1982

Optimierte Führungsstruktur. Am 25. April sagt das Zürcher Stimmvolk Ja zum revidierten Unterrichtsgesetz. Mit einem vollamtlichen Rektor (vier Jahre Amtszeit) und zwei nebenamtlichen Prorektoren (zwei Jahre Amtszeit) erhält die Universität eine stark verbesserte Führungsstruktur.

 
Gilgen
Protest gegen Erziehungsdirektor Gilgen

1983

Irchel zum Zweiten. Die Universität Zürich – sie zählt mittlerweile 15 000 Studierende – feiert ihr 150-Jahr-Jubiläum. Im Jubiläumsjahr wird auch die zweite Etappe der Universität Zürich Irchel in Betrieb genommen.

1984

Stärkung der Prorektorate. Die neue Führungsstruktur der Universität mit einem vollamtlichen Rektorat, einem Prorektorat Lehre und Forschung sowie einem Prorektorat Planung, Finanzen und Bauten tritt in Kraft. Ab 1985 kommt eine Verwaltungsdirektion hinzu. In den Folgejahren werden die Kompetenzen der Prorektorate mehrmals angepasst.

«Dies» auf dem Irchel. Der Dies academicus wird erstmals in der Aula auf dem Irchel abgehalten. Bis 1982 fand die Stiftungsfeier im Kollegiengebäude, 1983 anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums im Grossmünster statt.

Universität an der «Phänomena». Die Universität beteiligt sich an der populärwissenschaftlichen Ausstellung «Phänomena», die vom Mai bis Oktober am Zürichhorn Rätsel der Natur erklärt.

 
Studentin
Ehrung der 15000. Studentin

1985

Boom in der Informatik. Die Studienrichtung Informatik verzeichnet überdurchschnittlich wachsende Studierendenzahlen. Bild: Studierende im Informatikraum am legendären Mac Plus

1987

Keine neue Studentenschaft. Der Zürcher Kantonsrat lehnt den Vorschlag ab, erneut eine Studentenschaft des öffentlichen Rechts zu schaffen.

 
Macplus

Studierende im Informatikraum am legendären Mac Plus

Nobelpreis an K. Alex Müller. Für seine Entdeckung von Hochtemperatur-Supraleitern erhält K. Alex Müller, Professor für Festkörperphysik an der Universität Zürich, den Physik-Nobelpreis.

 
K. Alex Müller
K. Alex Müller

Rektor in der Rikscha. Anlässlich der Ausstellungen zum schweizerischen Grossanlass «Indien in der Schweiz» im Völkerkundemuseum der Universität Zürich unternimmt Rektor Konrad Akert eine Werbefahrt in einer Velorikscha.

1988

Neue Trends in der Fächerwahl. Von den mittlerweile 20 000 Studierenden an der Universität Zürich wählen überdurchschnittlich viele die Fächer Betriebs- oder Volkswirtschaft, Psychologie oder Pädagogik.

 
Rikscha
Rektor Konrad Akert auf Werbefahrt

Frau übernimmt Kommando. Regula Herter wird erste Kommandantin der Betriebsfeuerwehr.

 
Feuerwehr
Regula Herter

1990

Balzan-Preis an Walter Burkert. Walter Burkert, langjähriger Professor für Klassische Philologie an der Universität Zürich, erhält den Balzan-Preis.

1991

Mitbestimmung bei Berufungen. Privatdozierende, Assistierende und Studierende erhalten bei der Berufung und Beförderung von Professoren ein Mitbestimmungsrecht in der Fakultätsversammlung.

Universität an der «Heureka». Die Universität beteiligt sich an der nationalen Forschungsausstellung «Heureka» auf der Zürcher Allmend und zeigt einen Querschnitt ihres Schaffens von der Anatomie bis zur Wirtschaft. Unter anderem richtet sie ein voll funktionstüchtiges Labor ein.

1992

Recht und Wirtschaft getrennt. Aus der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät werden zwei Fakultäten: die Rechtswissenschaftliche und die Wirtschaftswissenschaftliche. Bereits im 19. Jahrhundert hatte die zunehmende Bedeutung der Wirtschaftswissenschaften zur Herausbildung einer juristischen und einer ökonomischen Abteilung geführt.

Kontakt mit Osteuropa. Die Universität Zürich beteiligt sich an den europäischen Mobilitätsprogrammen für Studierende. Auch die Beteiligung an euro- pä­ischen Forschungsprogrammen erhält zunehmendes Gewicht. Man pflegt speziellen Kontakt zu osteuropäischen Universitäten und führt eine Osteuropa-Woche durch.

Bund fördert und koordiniert. Der Bund übernimmt allmählich mehr Funktionen bei der Hochschulförderung und bei der Hochschulkoordination. Die Universität Zürich und das Paul-Scherrer-Institut schaffen gemeinsam das Institut für Medizinische Radiobiologie. Universität und ETH beschliessen, ein Institut für Neuroinformatik zu gründen. Gleichzeitig öffnet sich die Schere zwischen den Erwartungen und den zur Verfügung stehenden Mitteln: Tendenziell erhält die Universität eher weniger Grundbeiträge, in den Vordergrund treten vielmehr gezielte Fördermassnahmen wie Schwerpunkt- oder Sonderprogramme.

Rückgang der Studierenden. Die Zahl der Studierenden sinkt leicht, weil die grossen Jahrgänge der 1980er-Jahre nun ihr Studium abgeschlossen haben. In den Folgejahren nimmt die Studierendenzahl weiterhin ab; Hauptgründe sind die erhöhten Semestergebühren und die Abschaffung der prämiengüns- tigen Studierendenkrankenkasse.

 
Burkert
Walter Burkert

1993

Projekt uni2000 gestartet. Das von Rektor Hans Heinrich Schmid ins Leben gerufene Reform­projekt uni2000 hat zum Ziel, die bislang vom Kanton verwaltete Universität in eine öffentlich-rechtliche und selbstverwaltete Körperschaft umzuwandeln. Die dazu notwendigen Mittel sollen als Globalbudget bewilligt und an einen Leistungsauftrag gebunden werden. Dies gewährleistet, dass die Universität ihre angestammten Aufgaben in Lehre, Forschung und Dienstleistung erfüllt. Bild: Hans Heinrich Schmid

1994

Strengere Bestimmungen. Für Nebenbeschäftigungen vollamtlicher Universitätsprofessoren und für die Verwertung von Erfindungen treten erstmals Bestimmungen in Kraft.

 
H.H.Schmid
Hans Heinrich Schmid

Irchel zum Dritten. Die dritte Bauetappe der Universität Zürich Irchel geht in Betrieb.

1995

Numerus clausus aufgehoben. Der 1994 vom Zürcher Regierungsrat als Notmassnahme erlassene Numerus clausus im Medizinstudium wird wegen fehlender Rechtsgrundlage vom Bundesgericht wieder aufgehoben.

Geldsuche bei Privaten. Angesichts einschneidender Sparvorgaben suchen Universität und Behörden neue Wege zur Finanzierung.

Dozierende selbst anstellen. Über Berufungen von Professorinnen und Professoren darf die Univer­sität fortan allein und ohne Einmischung des Kantons verhandeln – eine erste Verselbstständigungs­tendenz.

1996

Schritte in die Autonomie. Die Universität übernimmt von der Erziehungsdirektion die Sektoren Personal, Besoldung, Hochschulförderung und Kredite. Ein Arbeitsausschuss von Universität und ETH befasst sich mit neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Gegen Sparmassnahmen. Die Einführung der generellen Immatrikulationspflicht lässt die Studierendenzahl wieder steigen. Mit der Lux-Parade demonstrieren die Studierenden Ende November gegen neue Sparmassnahmen des Kantons.

 
Irchel
Universität Zürich Irchel

Nobelpreis an Rolf Zinkernagel. Rolf M. Zinkernagel, Professor für Experimentelle Immunologie, erhält den Nobelpreis für Medizin. Er hat den Mechanismus untersucht, mit dem das körpereigene Immunsystem viral befallene Zellen erkennt und vernichtet.

1998

Universität Zürich wird selbstständig. Am 15. März nehmen die Stimmberechtigten des Kantons Zürich das neue Universitätsgesetz an und gewähren der Universität den Status einer eigenständigen Rechtspersönlichkeit. Im Rahmen eines Globalbudgets kann die Universität nun über ihre finanziellen Mittel verfügen und sich selbstständig organisieren. Neues oberstes Organ ist der Universitätsrat, dem Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik angehören.

Gemeinsame Kompetenzzentren. Die Universität Zürich baut ihre Zusammenarbeit mit anderen Universitäten und mit der ETH weiter aus. Es werden Kompetenzzentren für Neurowissenschaften, Pflanzenwissenschaften und Internationale Studien geschaffen. Der Forschungsschwerpunkt Banking und Finance – eine Kooperation mit fünf Zürcher Banken und Versicherungen – nimmt den Betrieb auf. Nationale und universitäre Forschungsschwerpunkte gewinnen von nun an stetig an Bedeutung.

 
Zinkernagel
Rolf Zinkernagel

Gegen den Genschutz. Die Universität Zürich und ihre Vertreter, insbesondere auch Erziehungsdirektor Ernst Buschor, Rektor Hans Heinrich Schmid und Nobelpreisträger Rolf Zinkernagel, engagieren sich öffentlich gegen die Genschutzinitiative. Am 7. Juli wird sie vom Schweizer Stimmvolk schliesslich abgelehnt.

1999

Transferstelle Unitectra. Die Unitectra, eine gemeinsame Aktiengesellschaft der Universitäten Bern und Zürich, Nachfolgerin der seit 1996 bestehenden Biotectra, soll den Wissenstransfer von der Universität zur Wirtschaft und insbesondere auch die Gründung von Spin-off-Firmen fördern.

2000

Mehr Qualitätssicherung. Eine unabhängige Evalua­tions­stelle prüft alle Organisationseinheiten der Universität und sichert die Qualität auf allen Stufen. Die Prüfung wird im Sechsjahresrhythmus wiederholt.

2001

Kooperationsvertrag mit ETHZ. Die Universität Zürich und die ETH Zürich unterzeichnen erstmals eine offizielle Zusammenarbeitsvereinbarung.

Universität im Bahnhof. Im Zürcher Hauptbahnhof findet das neu ins Leben gerufene «Festival Science et Cité» statt. Es wird regelmässiger Bestandteil der universitären Öffentlichkeitsarbeit.

 
Genschutz
Ernst Buschor und H.H. Schmid demonstrieren gegen die Genschutzinitiative

2002

«Ada» an der Expo ’02. Die Universität beteiligt sich zusammen mit der ETH Zürich an der Landesausstellung Expo ’02: Auf der Arteplage Neuenburg zeigen die beiden Hochschulen ihr gemeinsames begeh- bares Grossprojekt «Ada – der intelligente Raum».

2004

Digitale Informationen. IT machts möglich: Im Eingangsbereich des Hauptgebäudes werden die neuen Informationsbildschirme IBIS in Betrieb genommen.

2006

Auszeichnung für Forschung. Als eine der führenden Forschungsuniversitäten Europas wird die Universität Zürich in die renommierte League of European Research Universities (LERU) aufgenommen.

Neue Leitungsstrukur. Die Universität reformiert ihre Leitungsstruktur. Das Rektorat kümmert sich um strategische Fragen, die drei Prorektorate sind für Medizin und Natur­wissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften zuständig; ihnen werden zudem die Bereiche Forschung, Lehre und akademische Dienste zugeordnet. Finanzen, Personal und Infrastruktur unterstehen dem Verwaltungsdirektor.

 
Ada
Ada - der intelligente Raum

Provisorium Zürich Nord. Der nach Zürich Zentrum und Zürich Irchel dritte, jedoch provisorische Standort der Universität, Zürich Nord, geht in Betrieb. 2007 Preis für gutes Dozieren. Erstmals wird am Dies academicus der CS-Lehrpreis verliehen. Er belohnt den innovativen Umgang mit Lehrveranstaltungen.

Zürich, Basel, Aarau. Die Universität Zürich schliesst ein Kooperationsabkommen mit der Universität Basel. In Zusammenarbeit mit der Stadt Aarau und dem Kanton Aargau entsteht in Aarau ein grosses Zentrum für Demokratieforschung.

2008

175 Jahre Universität Zürich. Die Universität Zürich feiert ihr 175-Jahr-Jubiläum. Es steht unter dem Motto «Wissen teilen».

 
Zürich Nord
Universtität Zürich Nord

von Heinzpeter Stucki und Michael T. Ganz
übernommen aus der Jubiläumsbroschüre «rückblenden | einsichten | ausblicke» 2008