Antonio Loprieno

Antonio Loprieno


«Unsere Universitätslandschaft ist einerseits inhaltlich und typologisch vielfältiger, andererseits wissenschaftlich und programmatisch kohärenter als jene unserer Nachbarländer. Im schweizerischen akademischen Geflecht spielt die Universität Zürich eine wegweisende Rolle, weil sie über das breiteste fachliche Angebot verfügt und in mehreren Forschungsbereichen eine Führungsrolle auf Weltebene übernimmt. Somit stellt der Dienst im Universitätsrat eine doppelte Herausforderung dar: Man will sein Bestes tun, um zur Sicherung der ausserordentlichen wissenschaftlichen Qualität der Universität Zürich und dadurch auch zur globalen Stellung der schweizerischen Hochschulwesens insgesamt beizutragen.»

Lebenslauf

Antonio Loprieno, geboren 1955, absolvierte das Gymnasium an der Europäischen Schule in Brüssel und studierte Ägyptologie, Sprachwissenschaft und Semitistik an der Universität Turin, wo er 1977 mit dem Doktorat abschloss und bis 1981 als Assistent tätig war. Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung habilitierte er sich 1984 an der Georg-August-Universität Göttingen. Ab 1984 war er Associate Professor an der Universität Perugia, bis er 1989 als Ordinarius für Ägyptologie an der University of California, Los Angeles berufen wurde, wo er bis 2000 auch das Department of Near Eastern Languages and Cultures leitete. Während dieser Zeit nahm er auch Gastprofessuren an der Hebräischen Universität in Jerusalem, an der École Pratique des Hautes Études in Paris sowie an der Universität Heidelberg wahr. Seit 2000 ist Loprieno Ordinarius für Ägyptologie an der Universität Basel, wo er 2006-15 als Rektor amtete. Seine Forschungsgebiete, in denen er durch mehr als hundert wissenschaftliche Monographien und Aufsätze ausgewiesen ist, sind die Ägyptologie und die semitische Linguistik.

Loprieno war 2008-2015 auch Präsident der Schweizerischen Rektorenkonferenz (CRUS). Zurzeit präsidiert er die Schweizerische Studienstiftung und ist Mitglied verschiedener Universitätsräte, ausserdem der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, des Deutschen Archäologischen Instituts sowie weiterer nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gremien.