Ständiger Ehrengast der Universität Zürich

Dr. Michael Ambühl

Michael Ambühl

Die Erweiterte Universitätsleitung ernennt Herrn Dr. Michael Ambühl auf Antrag des Rektors in Würdigung seines Engagements im Konflikt zwischen der Türkei und Armenien und seiner Bemühungen, zu einem Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern beizutragen, zum Ständigen Ehrengast der Universität Zürich.

Michael Ambühl wurde 1951 in Bern geboren, wo er auch zur Schule ging. Danach studierte er an der ETH in Zürich Betriebswissenschaften und angewandte Mathematik; 1980 wurde er zum Dr.sc.techn.ETH promoviert. Michael Ambühl arbeitete insgesamt sechs Jahre als Assistent, Oberassistent und Lehrbeauftragter an der Ökonomischen Fakultät der Universität Zürich, bevor er 1982 in den Diplomatischen Dienst des EDA eintrat.

Nach Posten in Kinshasa, Bern und New Delhi wurde er als Botschaftsrat an die Schweizerische Mission bei der EU in Brüssel transferiert, wo er Mitglied der Schweizer Delegation bei den Verhandlungen «Bilaterale I» war. 1999 ernannte ihn der Bundesrat zum Botschafter und Leiter des Integrationsbüros EDA/EVD in Bern. Dabei wurde er Chef-Unterhändler für die Verhandlungen «Bilaterale II». 2005 folgte seine Ernennung zum EDA-Staatssekretär und Schweizer Chefdiplomaten. In dieser Funktion initiierte Michael Ambühl die Schweizer Fazilitationsbemühungen im Iran-Nuklearstreit, die zu den so genannten «Geneva Talks» führten, und leitete er die Mediationsgespräche zwischen Armenien und der Türkei, die mit der Unterzeichnung zweier Abkommen in der Universität Zürich im Herbst 2009 ihren vorläufigen Abschluss fanden. Im Sommer 2009 verhandelte Staatssekretär Michael Ambühl das CH-USA-Abkommen in Sachen UBS. Auf den 1. März dieses Jahres wurde er zum Chef des neuen Staatssekretariates für internationale Finanzfragen im EFD ernannt.

In all den Jahren blieb Staatssekretär Michael Ambühl der Universität Zürich verbunden, unter anderem durch seinen Lehrauftrag an der Juristischen Fakultät von 2000 bis 2009.