Forschungsstipendium der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung

Dr. med. Andreas Flammer

Das Forschungsstipendium der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung geht an Dr. med. Andreas Flammer.

Andreas Flammer, geboren am 13. Februar 1976, Oberarzt an der Klinik für Kardiologie am Universitätsspital Zürich, erhält für seinen geplanten Forschungsaufenthalt an der Mayo Klinik in Rochester, USA, während welchem er erforschen möchte, inwieweit bei Patienten mit einer frühen Form von Atherosklerose das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, welches entscheidend für den Salz- und Wasserhaushalt ist, bei deren Entstehung ein Rolle spielt, das Forschungsstipendium 2010 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung.

Bereits vor der Ausbildung zum Kardiologen hat sich Andreas Flammer mit klinischer Herz-Kreislauf Forschung auseinandergesetzt und insbesondere die Bedeutung und Behandlung der innersten Zellschicht der Gefässe studiert (sog. Endothelfunktion). Zu diesem Thema konnte Flammer bereits einige Publikationen veröffentlichen. Um jetzt die Forschungstätigkeit nochmals zu intensivieren, wird Flammer mit dem Forschungsstipendium der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung einen Forschungsaufenthalt an der renommierten Mayo Klinik in Rochester, USA, absolvieren. In der Gruppe rund um Prof. Amir Lerman wird der Fokus der Forschung erneut auf dem Studium der Gefässfunktion liegen, insbesondere wird er eine Studie an Patienten mit einer frühen Form der Atherosklerose durchführen.

Bei der Entstehung der Atherosklerose spielt das Renin-Angiotensin-Aldosteron System, welches entscheidend für den Salz- und Wasserhaushalt ist, eine wichtige Rolle. Bereits heute werden Medikamente eingesetzt, welche hier angreifen und einen positiven Effekt bewirken. Seit kurzem gibt es auch einen so genannten Renin-Hemmer welcher ganz am Beginn der schädlichen Systemaktivierung ansetzt. Es wird gehofft, dass dieser Antagonist die Progression der Atherosklerose verhindern oder verlangsamen kann. Deshalb wird in diesem Projekt die Wirkung einer viermonatigen medikamentösen Renin-Hemmung auf verschiedene wichtige Parameter der Atherosklerose-Entwicklung, wie z.B. die Gefässfunktion oder die Funktion der endothelialen Vorläuferzellen, untersucht.