Forschungsstipendium 2012 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung

Dr. med. Dr. sc. nat. Alexander A. Navarini

Das Forschungsstipendium der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung geht an Dr. med. Dr. sc. nat. Alexander A. Navarini

Alexander A. Navarini, geboren 1976 in Basel, Oberarzt i.V. an der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich erhält für einen Forschungsaufenthalt zum Thema «An investigation of the genetic basis of disease susceptibility and treatment response in neutrophil-mediated inflammatory dermatoses» in London das Forschungsstipendium 2012 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung.

Das Curriculum vitae von Alexander A. Navarini spricht für sich: In den zehn Jahren seit dem Ende seines Medizinstudiums hat er 43 Arbeiten publiziert, 24 davon sind Originalarbeiten und einige erschienen in sehr hochrangigen Zeitschriften wie «Nature Medicine» und «Proceedings of the National Academy of Sciences». Bei den Originalarbeiten ist er 14-mal Erst- oder Letztautor. Im April 2011, kurz nachdem er seine Ausbildung zum Facharzt für Dermatologie abgeschlossen hatte, hat er einen SNF-Grant in der Höhe von CHF 290’000 erhalten, mit dem sein Forschungsprojekt «The role of opposing cytokines in psoriasis» unterstützt wurde. Weiter hat er CHF 750’000 Matching Funds für eine klinische Studie zur IL1-beta-Inhibition der Pyoderma gangraenosums eingeworben.

Alexander A. Navarini ist ein schweizweit anerkannter Spezialist für die Behandlung von schweren Hauterkrankungen mit Biologika. Er identifizierte mehrere neuartige Behandlungsstrategien für atopische Dermatitis, Lupus erythematodes, Perifolliculitis capitis und für Sarkoidose.

Mit dem Forschungsstipendium wird Alexander A. Navarini am 1. Mai 2012 zu einem Forschungsaufenthalt am St John’s Institute of Dermatology, Division of Genetics and Molecular Medicine (DGMM), am King’s College in London aufbrechen, um dort die genetische Architektur von neutrophilenreichen Hauterkrankungen zu erforschen und um genetische Marker für das Therapieansprechen auf TNF-alpha- und Interleukin 12/23 Inhibitoren zu finden. Nach der Rückkehr nach Zürich plant er, die Forschungsarbeiten an der Dermatologischen Klinik weiterzuführen, im Rahmen eines neuen Schwerpunktes zu entzündlichen Dermatosen.