Wissenschaftspreis 2015 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung

Der Wissenschaftspreis der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung geht gemeinsam an

Dr. med. Daniel Rittirsch

Daniel Rittirsch, Oberarzt an der Klinik für Unfallchirurgie am UniversitätsSpital Zürich, erhält den Wissenschaftspreis 2015 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung in Anerkennung seiner Arbeit «Molekulare Mechanismen des Complementsystems in Sepsis».

Daniel Rittirsch hat von 1998 bis 2005 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie an der Albert-Einstein-Universität Ulm Humanmedizin studiert und nach einem dreijährigen Research Fellowship an der University of Michigan, USA, 2008 promoviert.

Bereits seit seiner Dissertation an der Universität Ulm und während des Forschungsaufenthaltes an der University of Michigan hat sich Daniel Rittirsch mit der Pathophysiologie der Sepsis und den molekularen Mechanismen des Complementsystems beschäftigt. Daraus resultierten Publikationen in hochrangigen Journals, wie beispielsweise „Nature Medicine“ und „Nature Reviews Immunology“.

Von 2008 bis 2014 absolvierte er die Weiterbildung zum Facharzt für Chirurgie (FMH) an der Klinik für Unfallchirurgie am UniversitätsSpital Zürich.

Neben seiner klinisch-chirurgischen Tätigkeit ist Daniel Rittirsch weiterhin wissenschaftlich aktiv. Seit 2014 ist er Stipendiat des Laufbahnförderungsprogrammes „Filling the Gap" des Dekanats der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. Aktuelle Forschungsschwerpunkte beinhalten grundlagenwissenschaftliche Projekte zu molekularen Mechanismen der Sepsis sowie klinisch-translationale Studien zur Pathophysiologie des Polytraumas.

Daniel Rittirsch konnte bereits einige Auszeichnungen entgegennehmen, u.a. den Promotionspreis der Universität Ulm 2009 und den Preis der Association for Research in Surgery (ARS) der Schweize- rischen Gesellschaft für Chirurgie 2011.

Dr. med. Britta Maurer

Britta Maurer, Oberärztin an der Klinik für Rheumatologie am UniversitätsSpital Zürich (USZ), erhält den Wissenschaftspreis 2015 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung in Anerkennung ihrer Arbeiten zur „Identification of novel molecular key players linking vasculopathy and fibrosis in systemic sclerosis“.

Britta Maurer hat an der Universität Heidelberg ihr Humanmedizinstudium absolviert und wurde dort 2005 promoviert. Vom Universitätsklinikum Heidelberg wechselte sie 2007 für ein 3-jähriges Forschungsstipendium in die Schweiz. Im Anschluss an ihr Postdoctoral Fellowship im Centre of Experimental Rheumatology (USZ) unter der Leitung von Prof. S. Gay beendete sie ihre klinische Ausbildung an der Klinik für Rheumatologie/USZ mit der Facharztprüfung 2012. Seither ist sie dort als Oberärztin tätig. Sie ist Co-Leiterin der Sprechstunde für Kollagenosen und Vaskulitiden sowie des Sklerodermie-Programms. Zusätzlich hat sie neu ein Myositis-Assessment-Programm etabliert, das 2014 mit dem Q-Award des USZ ausgezeichnet worden ist. Die Klinik für Rheumatologie/USZ ist seit November 2012 als bislang einziges nationales Zentrum in das internationale Expertengremium „European Myositis Network“ (EuMyoNet) aufgenommen worden und auch Teil des wissenschaftlichen Forschungsregisters „Euromyositis“.

Parallel zu ihrer klinischen Arbeit ist Britta Maurer weiterhin als Senior Scientist in der Forschungsgruppe für Systemische Autoimmunerkrankungen (Leitung Prof. O. Distler) tätig. Dabei werden 40% Forschungszeit über das Karriereentwicklungsprogramm „Filling the Gap“ der Medizinischen Fakultät Zürich gedeckt. Die von ihr geleitete Forschungsgruppe befasst sich aktuell im Rahmen eines interdisziplinären Grants mit der Frühdetektion von pro-fibrotischen und vaskulopathischen Prozessen mittels Molecular Imaging in verschiedenen Fibrosemodellen.

Britta Maurer ist eine international anerkannte Expertin auf dem Gebiet der Systemischen Sklerose und der Myositiden, Mitglied verschiedener internationaler Forschungsnetzwerke (z.B. EUSTAR, EuMyoNet, IMACS, EMEUNET) und fungiert regelmässig als Chair bei internationalen Meetings wie z.B. dem Europäischen Rheumatologenkongress (EULAR) und dem „SSc/myositis world congress“.