THE-Ranking

Eckdaten

Times Higher Education

HerausgeberAuswahlkriterien
Times (UK)

Bachelor-Angebot in mehr als einem Studienfach

Mehr als 1000 Publikationen in WoS in den jeweils vorangegangenen fünf Jahren (=Untersuchungszeitraum)

Ausgewiesen werden die Top 400
Datengrundlagen & MethodikIndikatoren
Meinungsumfrage zu Lehre und Forschung bei Peers

Bibliometrie auf Grundlage Thomson Reuters, Web of Science (WoS)

Sekundäranalyse von Hochschuldaten
Reputation Lehre 15%
Reputation Forschung 18%
Publikationen & Zitationen 36%
Drittmittel 6%
Internationalität 7.5%
Betreuungsverhältnis 4.5%
Lohn Dozierende 2.25%

Kommentar

Reputation

Umfragen zur Reputation machen im THE-Ranking ein Drittel des Gesamtrankings und 100% der fächerspezifischen Rankings aus. Zur Lehr- und Forschungsqualität wurden weltweit rund 16'000 akademische Expertinnen und Experten befragt.
Reputationssurveys beinhalten das Problem der mangelnden Informiertheit sowie der Subjektivität der Befragten. Ein einzelner Wissenschaftler oder eine einzelne Wissenschaftlerin lernt in der eigenen Laufbahn nur eine kleine Auswahl an Universitäten tatsächlich von innen kennen. Trotzdem werden sie von Ranking-Herausgebern zu Qualität von Lehre und Forschung in ihnen fremden Universitäten befragt. Dies hat zum Paradox geführt, dass Forschende über ein Institut ihre Meinung abgegeben haben, ohne dass das Fach an der genannten Universität vertreten gewesen wäre.

Publikationen und Zitationen

Die bibliometrischen Auswertungen basieren auf der Datengrundlage von Thomson Reuters Web of Science (WoS). Diese wird in der Fachliteratur für viele Fächer als nicht repräsentativ für den jeweiligen Forschungsoutput eingestuft. Die Datenbank enthält nur bestimmte Publikationstypen (hauptsächlich Journalartikel) und lässt andere (bspw. Monographien) völlig unberücksichtigt. Englischsprachige Journals und Publikationen sind klar bevorteilt, so dass nicht englischsprachiger Forschungsoutput unterrepräsentiert ist. Die auf dieser Datenbank basierenden Indices berücksichtigen zudem die unterschiedliche Publikationskulturen je Fach nicht.

Dass bei der Analyse der Publikationen nur die letzten fünf Jahre berücksichtigt werden, kann positiv gewertet werden: Damit wird sichergestellt, dass die aktuelle Situation im Fokus ist und jüngere Akademiker ähnliches Gewicht erhalten wie solche, die schon länger am Publizieren sind.

Internationalität

Internationalität wird gemessen an der Anzahl der Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden von Universitäten. Politische Rahmenbedingungen wie Einbürgerungsbestimmungen oder spezifische Grösse eines Landes sowie Ein- oder Mehrsprachigkeit werden im THE-Ranking nicht berücksichtigt. Dies hat interessante Folgen: Die Schweizer Universitäten schneiden bezüglich «International Mix» überdurchschnittlich gut ab und nehmen weltweit die ersten drei Plätze ein. Dies hat einerseits mit ihrer spezifischen Grösse und den verschiedenen Landessprachen, andererseits aber auch mit den vergleichsweise restriktiven Schweizerischen Einbürgerungsbestimmungen zu tun.