Anstellungsbedingungen

Öffentlich-rechtliche Anstellung

Die Mitarbeitenden der Universität Zürich haben eine öffentlich-rechtliche Anstellung, d.h. sie sind mit einer Verfügung angestellt. Bis zum 31.12.2015 gab es noch Anstellungen, die auf einem universitären Vertrag beruhten.

Gesetzliche Grundlagen

Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem Personalgesetz (PG) vom 27. September 1998, der Personalverordnung (PVO) vom 16. Dezember 1998 und der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz (VVO) vom 19. Mai 1999 des Kantons Zürich sowie nach der Personalverordnung der Universität Zürich (PVO UZH) vom 29. September 2014.

Probezeit

Die ersten drei Monate des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit, während der das Arbeitsverhältnis gegenseitig mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen aufgelöst werden kann.
Geht dieser Anstellung unmittelbar eine Nationalfonds-, Drittmittelanstellung oder eine Anstellung mit der Universität Zürich in ähnlicher oder gleicher Funktion voraus, wird keine Probezeit vereinbart.

Kündigungsfrist

Nach Ablauf der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis wie folgt auf Ende eines Monats aufgelöst werden:

Dienstjahr Kündigungsfrist für Kader ab Lohnklasse 21
1. Dienstjahr 1 Monat 1 Monat
2. Dienstjahr 2 Monate 2 Monate
3. Dienstjahr 2 Monate 6 Monate
4.-9. Dienstjahr 3 Monate 6 Monate
ab 10. Dienstjahr 6 Monate 6 Monate

Die Dienstjahre werden anhand des fiktiven Eintrittsdatums errechnet, nicht nur anhand der aktuellen Anstellung.

Dienstjahre/fiktives Eintrittsdatum

Verschiedene Regelungen innerhalb des Personalrechts sind von den Dienstjahren abhängig (u.a. die Kündigungsfrist, die Lohnfortzahlungspflicht und das Dienstaltersgeschenk). Um die Dienstjahre bestimmen zu können, wird vom fiktiven Eintrittsdatum ausgegangen. Das fiktive Eintrittsdatum berücksichtigt alle früheren Anstellungen an der Universität Zürich. Zusätzlich werden frühere kantonale Anstellungen bis 30. Juni 1999 sowie Drittmittel- und Schweizerische Nationalfondsanstellungen ab 1. Januar 2004 berücksichtigt.

Lohn

Der Jahreslohn wird entweder in 12 oder 13 gleichen Teilen ausbezahlt. Die Auszahlung erfolgt in der Regel am 25. des Kalendermonats. Wird die Auszahlung in 13 Teilen vereinbart, ist der 13. Monats-lohn im Dezember bzw. im Austrittsmonat (Anspruch auf pro rata temporis) fällig.

Essensentschädigung

Berechtigt zum Bezug von Lunch-Checks sind alle Personen gemäss Lunch-Check-Reglement.

Familienzulagen

Im Kanton Zürich werden folgende Familienzulagen ausgerichtet:

-  Kinderzulage: Die Mindesthöhe der Kinderzulage beträgt monatlich CHF 200.- bis zum Ende des Monats, in welchem das Kind das zwölfte Altersjahr vollendet, danach monatlich CHF 250.- bis zum Ende des Monats, in dem das Kind das 16. Altersjahr vollendet. Ist das Kind erwerbsunfähig, so wird die Zulage bis zum vollendeten 20. Altersjahr ausgerichtet.

-  Ausbildungszulage: Sie beträgt monatlich CHF 250.- und wird ab dem Ende des Monats, in dem das Kind das 16. Altersjahr vollendet, bis zum Abschluss der Ausbildung ausgerichtet, längstens je- doch bis zum Ende des Monats, in dem es das 25. Altersjahr vollendet.

Es werden ganze Zulagen ausgerichtet, unabhängig von einem Voll- oder Teilzeitarbeitspensum. Voraussetzung für den Bezug der Zulagen ist ein jährliches Mindesteinkommen von CHF 6'960.-. Bei kleineren Einkommen werden keine Zulagen ausgerichtet. Die Zulage muss mit dem entsprechenden Formular beantragt werden. Ein Doppelbezug ist nicht zulässig.

Für weitere Informationen siehe www.svazurich.ch.

Ferien

Die voll- und teilzeitbeschäftigten Mitarbeitenden haben im Kalenderjahr folgenden Ferienanspruch:

bis und mit dem Kalenderjahr, in dem sie das 20. Altersjahr vollenden, sowie als Lernende

5 Wochen

vom Beginn des Kalenderjahres an, in dem sie das 21. Altersjahr vollenden

4 Wochen

vom Beginn des Kalenderjahres an, in dem sie das 50. Altersjahr vollenden

5 Wochen

vom Beginn des Kalenderjahres an, in dem sie das 60. Altersjahr vollenden

6 Wochen

Krankheit

Erkrankte oder verunfallte Mitarbeitende haben ihre vorgesetzte Stelle über ihre Arbeitsverhinderung unverzüglich zu informieren. Dauert die volle oder teilweise Dienstaussetzung länger als eine Woche, ist ein Arztzeugnis einzureichen. Vorgesetzte können auch für kürzere Abwesenheiten ein ärztliches Zeugnis verlangen. Dauert eine Krankheit oder ein Unfall länger als drei Monate und ist der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Arbeit ungewiss, kann die Arbeitgeberin eine vertrauensärztliche Untersuchung veranlassen.

Bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit und Nichtberufsunfall bestehen folgende Lohnfortzahlungsansprüche (für das 1. und 2. Dienstjahr wird der Abschluss einer privaten Taggeldversicherung empfohlen):

Im 1. Dienstjahr

100% während 3 Monate

75% während 3 weitere Monate

Im 2. Dienstjahr

100% während 6 Monate

75% während 6 weitere Monate

Ab dem 3. Dienstjahr

100% während 12 Monate

 

Absenzen, die weniger als 6 Monate auseinander liegen, werden gesamthaft auf die für die Lohnfortzahlung vorgesehene Dauer angerechnet. Wird während 6 Monaten wieder mit vollem Pensum gearbeitet, werden frühere Absenzen nicht berücksichtigt.

Endet das Arbeitsverhältnis vor der regulären Lohnfortzahlungspflicht (Entlassung durch die UZH oder Ende der befristeten Anstellung oder Entlassung invaliditätshalber), endet der Anspruch mit dem Austrittsdatum.

Nichtberufsunfall

Analog Krankheit.

Nur Mitarbeitende, welche 8 Stunden und mehr pro Woche arbeiten, sind auch gegen Nichtberufsunfall versichert. Die Universität Zürich als Arbeitgeberin erhält von der Unfallversicherung (Axa Winterthur) ein Taggeld gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG), welches 80% des versicherten Verdienstes (max. CHF 126’000.-) entspricht.

Übersteigt das Taggeld den gekürzten Lohnanspruch, wird der Lohn bis zu den 80% gemäss UVG ergänzt. Die/der Mitarbeitende erhält so lange eine Leistung ausbezahlt, bis sie/er wieder voll arbeitsfähig ist. Nach Ausschöpfung der Lohnfortzahlung wird nur noch das Taggeld gemäss UVG ausbezahlt.

Es besteht die Möglichkeit, eine freiwillige Ergänzungsversicherung abzuschliessen.

Berufsunfall /-krankheit

Bei Arbeitsunfähigkeit wegen Berufsunfall oder -krankheit wird der/dem Mitarbeitenden der volle Lohn während 12 Monaten bezahlt. Ab dem 13. Monat wird der Lohn auf 80% reduziert. Wiederholte Absenzen werden nicht zusammengezählt.

Schwangerschaft/Mutterschaftsurlaub

Die Mitarbeiterin hat Anspruch auf einen bezahlten Mutterschaftsurlaub von insgesamt
16 Kalenderwochen, der frühestens zwei Wochen vor dem (ärztlich bestimmten) Niederkunftstermin beginnt. Muss die Mitarbeiterin ihre Tätigkeit wegen schwangerschaftsbedingter Beschwerden früher niederlegen, werden die letzten zwei Wochen der Abwesenheit vor der Niederkunft an den Mutterschaftsurlaub angerechnet.

Dienstaltersgeschenk

Nach Vollendung von 10, 15, 20, 30, 35, 45 und 50 Dienstjahren werden je 15 Tage bezahlter Urlaub als Dienstaltersgeschenk (DAG) gewährt; nach 25 Dienstjahren beträgt der Urlaub 22 Tage und nach 40 Dienstjahren 30 Tage. Auf Wunsch der/des Mitarbeitenden oder wenn die betrieblichen Verhält- nisse den Urlaub nicht zulassen kann das DAG ausbezahlt werden.

Anhörungsrecht

Die Mitarbeitenden haben Anspruch auf rechtliches Gehör vor Erlass einer sie belastenden Verfü- gung. Bevor belastende Massnahmen von der vorgesetzten Stelle ergriffen werden, ist die/der Mitar- beitende in einem Gespräch darüber aufzuklären und ihr/ihm die Möglichkeit zu einer Stellungnahme einzuräumen.

Mitarbeitendenbeurteilung/Arbeitszeugnis

Die/der Mitarbeitende hat Anspruch auf regelmässige Beurteilung von Verhalten und Leistung.
Sie/er kann jederzeit ein Zwischenzeugnis verlangen. Spätestens beim Austritt wird ein Schlusszeugnis erstellt.