Credit Suisse Award for Best Teaching 2016

Die Universität Zürich zeichnet jedes Jahr eine Dozentin oder einen Dozenten mit dem von der Credit Suisse Foundation gestifteten und mit 10'000 Franken dotierten Lehrpreis aus. Die Nomination erfolgt via Online-Umfrage durch die Studierenden. Ein Gremium, bestehend aus drei Studierendenvertreterinnen und -vertretern, dem Prorektor Geistes- und Sozialwissenschaften und einer Vertretung der Hochschuldidaktik, evaluiert die vorgeschlagenen Personen und wählt zuhanden der Universitätsleitung die Lehrpreisträgerin oder den Lehrpreisträger. Jedes Jahr steht ein bestimmter Aspekt guter Lehre im Zentrum des Nominationsverfahrens. Für den Credit Suisse Award for Best Teaching 2016 sollen Dozierende vorgeschlagen werden, die Studierende im Frühjahrs- oder Herbstsemester 2015 besonders gut auf den Leistungsnachweis vorbereitet haben. Gesucht sind Lehrpersönlichkeiten, denen es in ihren Veranstaltungen gelungen ist, Lehrmethoden, Materialien und Lernziele optimal auf den schriftlichen oder mündlichen Leistungsnachweis abzustimmen. Welche Dozentin/welcher Dozent hat den Leistungsnachweis so gestaltet, dass die Studierenden das in der Vorlesung erlernte Wissen beziehungsweise die im Seminar erworbenen Kompetenzen anwenden konnten? Welche Lehrperson hat im Anschluss an den Leistungsnachweis besonders konstruktives Feedback gegeben?

Alle Studierenden sind aufgerufen, ihre Favoritin oder ihren Favoriten zwischen dem 15. und 25. Februar 2016 zu nominieren. Der Link zur Umfrage wird allen Studierenden rechtzeitig per E-Mail zugesandt.

Weitere Informationen zum Lehrpreis-Thema 2016 finden Sie hier:

Herleitung des Lehrpreisthemas (PDF, 199 KB)

Weitere Informationen zum Lehrpreis finden Sie unter: www.lehre.uzh.ch/lehrpreis. Die Lehrpreisträgerin oder der Lehrpreisträger 2016 wird am Dies Academicus, am 30. April 2016 bekannt gegeben und ausgezeichnet.

Passend, Packend, Profiliert – Neue Wege zur Optimierung von Studienwahl und Studienbeginn

Tagung zur Studieneingangsphase STEP vom 9. Februar 2016, FHNW Olten

Passend, Packend, Profiliert – Neue Wege zur Optimierung von Studienwahl und Studienbeginn

Im Fokus der Tagung standen die Möglichkeiten, Chancen und Risiken in der Übergangsphase vor bzw. zu Beginn des Studiums. Hierfür wurden Massnahmen zur Studienverbleibquote aus Perspektive der verschiedenen Akteure diskutiert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der im Zentrum stehende Begriff Studienerfolg und somit auch der -misserfolg, der den Studienabbruch oder -wechsel beinhaltet, verschieden interpretiert werden kann.

Der Studieneinstieg lässt sich als mehrteilige Übergangsphase betrachten, die aus Orientierung (vor der Matura), Vorbereitung (vor dem Studium) und Einstieg (die ersten sechs Monate des Studiums) besteht. Als grösste Herausforderung für die Hochschulen hinsichtlich dieser Phase wurde die Heterogenität des Wissensstandes der Studierenden genannt. Als fördernde Gestaltungselemente wurden verbesserte Studieninformationen und Einführungstage, Mentoringangebote und Kurse zusammengefasst und vorgestellt.

Insgesamt sind Studierende angehalten, sich ihre Informationen selbständig zu beschaffen, so können sie bspw. die Möglichkeit von Studieninformationstagen nutzen. Aber auch die Hochschulen können reagieren, indem sie auf die verschiedenen Bedarfe angemessen reagieren und die Vielfalt bereichernd integrieren. Dazu gehören eine Willkommenskultur und die Förderung von gesellschaftlicher Vielfalt auf dem Campus, das Angebot von Mentoren und Tutoren sowie schliesslich alternative Formate zum Vollzeitstudium.

Hinsichtlich der Selektion von Studierenden ist zwischen Universitäten bzw. der ETH und den Fachhochschulen zu unterscheiden, da die Aufnahmebedingungen stark variieren. Zudem ist zu berücksichtigen, ob es sich um ein Studienfach handelt, welches den Numerus Clausus voraussetzt. Studierende können als Massnahme der Vorbereitung und Selbstselektion Self-Assessments durchführen, die ihnen helfen, die richtige Wahl eines Studienfachs zu treffen und die Passung der persönlichen Interessen und Veranlagungen sowie den fachlichen Anforderungen des Studiums zu erreichen. Es liegt noch viel Ausbaupotenzial in Massnahmen, die diesbezüglich bereits in den Mittelschulen getroffen werden können.

Fazit: Gut informierte Studierende, die die Möglichkeiten haben, sich zu vernetzen und ihre Anliegen mit Peers oder universitären Ansprechpersonen zu klären, fühlen sich in der Studieneingangsphase wohler, was zwar nicht immer dazu führt, dass sie ihr Studium fortsetzen und schliesslich beenden, aber tendenziell hilft, diese risikoreiche Zeit zu überbrücken und sie als gelungen zu betrachten. Wird ein Studium abgebrochen, so ist es relevant, dies nicht als Versagen zu stigmatisieren, sondern eine Umorientierung zu initiieren und zu fördern. Schliesslich wird die Beziehung zwischen den Hochschulen und den Studierenden als Partnerschaftsbeziehung betrachtet, die jedoch nur gelingen kann, wenn die Anforderungen gut definiert sind, beide Seiten ihre Rolle aktiv wahrnehmen, valide Selektionsverfahren eingesetzt werden und Transparenz vorherrscht. Für eine gelungene Studieneingangsphase gibt es jedoch nicht die Lösung, entscheidend ist, dass die Hochschulen ein breites Angebot bereitstellen und Berührungsängste abbauen.