Bedarfsgerechte Anpassung der Lehrveranstaltungsbeurteilung

Die Vielfalt der Feedback-Möglichkeiten und der Dialog über die Qualität der Lehre über die verschiedenen Ebenen hinweg gehören zum Credo der UZH. Die 2009 im Zuge der Qualitätsstrategie der Universität Zürich eingeführte studentische Lehrveranstaltungsbeurteilung (LVB) wurde nun, nach Abschluss des ersten Befragungszyklus an allen Fakultäten und mit Blick auf die künftige Ausgestaltung im Regelbetrieb, im Rahmen des Projekts «EvaLVB» einem Reviewprozess zur Überprüfung unterzogen. 

Ziel des Projekts war es, das Instrument, die Prozesse sowie das Reglement im Dialog mit Vertretungen der wichtigsten Stakeholdergruppen zu überprüfen und dementsprechend bedarfsgerecht anzupassen. Dazu wurde im Frühjahrs- und Herbstsemester 2012 eine Bedarfserhebung in Form von Fokusgruppengesprächen mit Studienprogrammverantwortlichen, Dozierenden und Studierenden sowie strukturierten Interviews mit den Studiendekaninnen und Studiendekanen aller Fakultäten durchgeführt. Aufgrund der Resultate der Bedarfserhebung wurde anschliessend ein Massnahmenkatalog erarbeitet, der im Oktober 2013 von der Universitätsleitung genehmigt wurde. Schliesslich befand anfangs Dezember 2013 die Erweiterte Universitätsleitung über die Revision des Reglements.

Neben den bereits umgesetzten Massnahmen auf der technisch-organisatorischen Ebene, treten insbesondere folgende Neuerungen im Frühjahrssemester 2014 bzw. Herbstsemester 2014 in Kraft:

Datenschutzzahl: Die Durchführung der LVB in allen Bachelor- und Masterstudiengängen kann ab FS 2014 mit mindestens 5 (bisher 10) gebuchten Studierenden gewährleistet werden.

Fragebogen: Der Frageblock E-Learning wurde gekürzt und angepasst. Zudem wurde zum FS 2014 ein Co-Teaching Fragebogen für 2 Dozierende entwickelt, welcher im Unterschied zum Mehrdozierenden Fragebogen für drei und mehr Dozierende nach den individuellen Beurteilungen der jeweiligen Lehrperson durch die Studierenden fragt.

Individuelle Ergänzungsfragen: Die standardisierten Fragebögen werden beibehalten. Die Dozierenden haben die Möglichkeit, den Fragebogen ab dem HS 2014 durch maximal drei zusätzliche Fragen zu ergänzen.

Befragungsmodus: Die Dozierenden räumen den Studierenden ab dem FS 2014 die Möglichkeit ein, während ihrer Lehrveranstaltung den entsprechenden Fragebogen auf mobilen Geräten auszufüllen.

Substitutionsmöglichkeit durch fakultätsspezifische Evaluationen: Fakultäten mit akkreditiertem Qualitätssicherungs-System in der Lehre können bei der Universitätsleitung für die Dauer der Akkreditierung eine Substitution der LVB beantragen. Die Berichterstattung im Sinne des LVB-Reglements ist dabei sicherzustellen. Über die konkreten Bedingungen und Anforderungen dieser Substituierungsmöglichkeit wird im Laufe des HS 2014 entschieden. Fakultäten mit akkreditiertem Qualitätssicherungs-System in der Lehre können bei der Universitätsleitung für die Dauer der Akkreditierung eine Substitution der LVB beantragen. Die Berichterstattung im Sinne des LVB-Reglements ist dabei sicherzustellen. Über die konkreten Bedingungen und Anforderungen dieser Substituierungsmöglichkeit wird im Laufe des HS 2014 entschieden.