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14.08.2008Erfolgreiche Aktion «bike to work»

Preise für Radler

Mehr als 100 Teams der Universität Zürich haben sich an der Aktion «bike to work» beteiligt. Sie legten im Juni auf dem Weg zur Arbeit rund 52'000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Letzte Woche wurden drei Teams dafür mit Preisen ausgezeichnet.

Adrian Ritter

Bike to work

Das Team «Broke-bike moutain» vom Geografischen Institut mit Sara Landolt und Mathias Junginger. Auf dem Bild fehlen Susan Thieme und Julia Grünenfelder. (Bild: Adrian Ritter)

«Raccing Rabbits», «Strammi Wädli», «OLAT-Flitzer» und «Trampel-Tiere». Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt, was die Namen der Teams anbelangte, die an der schweizweiten Aktion teilnahmen. Zumeist in Viererteams organisiert, mussten sie im Monat Juni an mindestens der Hälfte ihrer Arbeitstage den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Zum dritten Mal hatte der Interessenverband Pro Velo Schweiz den Anlass ausgeschrieben, für die UZH war die Teilnahme eine Premiere. Umso erfreulicher, dass auf Anhieb rund 400 Mitarbeitende der Universität und des Universitätsspitals daran teilgenommen haben. «Die Aktion war ein Erfolg», so das Fazit von Anette Hofmann von der Abteilung Sicherheit und Umwelt, welche die Teilnahme der UZH-Teams koordiniert hatte.

Sieben Millionen Kilometer

Zufrieden mit der Aktion zeigt sich auch Pro Velo Schweiz. Fast sieben Millionen Kilometer haben die 45'000 Teilnehmenden aus 873 Betrieben im Juni zurückgelegt. Wäre diese Distanz mit dem Auto zurückgelegt worden, hätte dies rund 540'000 Liter Treibstoff benötigt und 1291 Tonnen CO2 freigesetzt. Tatsächlich eingespart wurde dies allerdings nicht, denn zwei Drittel der Teilnehmenden benutzten gemäss Pro Velo Schweiz schon vor der Aktion das Fahrrad für den Arbeitsweg.

Umweltfreundlich und gesund

Trotzdem – radeln ist umweltfreundlich und gesund. Grund genug für die Abteilung Sicherheit und Umwelt, die Aktion an der UZH zu unterstützen. «Den Gesundheitsschutz zu fördern gehört zu unseren Aufgaben», sagte Alfred Feichtinger als Leiter der Abteilung anlässlich der Preisverleihung. Zusätzlich zum Wettbewerb von Pro Velo Schweiz hatte die Abteilung deshalb Preise für die teilnehmenden Teams der UZH ausgeschrieben.

Bike to work

«United world cyclists» von der Abteilung für Infektiologie des USZ: Axel Mann, Claudia Ruprecht, Claudia Althaus und Lucy Reynell (vorne). (Bild: Adrian Ritter)

Als Preisträger ausgelost wurden die Teams «broke-bike mountain», «united world cyclists» und «Medgen 3». Sie hatten im Juni je rund 550 Kilometer zurückgelegt.

In den Arbeitsalltag integrieren

«Broke-bike mountain» durfte den ersten Preis in Empfang nehmen, je einen ASVZ-Gutschein im Wert von 150 Franken für alle Teilnehmenden. Das Team vom Geografischen Institut musste täglich den Hügel zur Universität Irchel hochradeln – der Bezug zu «mountain» durfte im Teamnamen deshalb nicht fehlen.

Den weitesten Arbeitstag legte Mathias Junginger zurück, der in Winterthur wohnt. Rund eine Stunde dauerte die Fahrt zur Arbeit, die er auch nach der Aktion weiterhin zweimal wöchentlich auf sich nimmt. «Radfahren gehörte schon früher zu meinen Hobbies. Die Aktion «bike to work» motivierte mich, das Radfahren in meinen Arbeitsalltag zu integrieren», so Junginger.

Bike to work

Das Team «Medgen 3» radelte ans Institut für medizinische Genetik in Schwerzenbach: Lucas Mohn, Silke Feil und Barbara Roth, auf dem Bild fehlt Wolfgang Berger. (Bild: Adrian Ritter)

Von der Stadt ans USZ

Nicht zufällig haben auch «united world cyclists» ihren Namen gewählt. Das vierköpfige Team von der Abteilung für Infektiologie am USZ besteht nämlich aus Mitarbeitenden aus der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien. An mindestens der Hälfte der Arbeitstage mit dem Fahrrad zur Arbeit? Kein Problem für die «united world cyclists», die alle in der Stadt Zürich wohnen und fast täglich zur Arbeit radeln. Sie durften Gutscheine für Outdoor-Ausrüstung entgegennehmen.

Für das Team «Medgen 3» führte der Weg nicht in die Stadt Zürich, sondern ans Institut für medizinische Genetik in Schwerzenbach. Für die einen war es gewöhnungsbedürftig, früher aufzustehen, für die anderen, abends noch mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Etwas für die Gesundheit zu tun, war aber Motivation genug, an der Aktion teilzunehmen. Auch sie wurden mit Gutscheinen für Outdoor-Ausrüstung belohnt.

Bike to work

Tag und Nacht unterwegs für ihre 2000 zurückgelegten Kilometer? Die «unibikers» vom Betriebsdienst Irchel mit André Walder, Herbert Burri und Marcel Schiess. Auf dem Bild fehlt Roger Scherler. (Bild: zVg)

Die Velopumpe bleibt

Zwar nicht für einen Preis ausgelost, aber nicht unerwähnt bleiben soll das Team «unibikers». Die vier Mitarbeitenden des Betriebsdienstes Irchel halten nämlich den Streckenrekord. Sie legten im Juni von Wohnorten wie Wil, Bülach und Hochfelden insgesamt 2000 Kilometer zurück.

«Alle Teilnehmenden studierten den Wetterbericht immer sehr genau, insbesondere den Niederschlagsradar. Denn niemand wollte nass werden», erinnert sich Teamleiter André Walder lachend an die Zeit von «bike to work».

Die Aktion hat übrigens sichtbare Spuren hinterlassen. Damit auch in Zukunft nichts schief gehen kann beim Radeln an die Universität, hat die Abteilung Sicherheit und Umwelt nämlich im Rahmen von «bike to work» an der Universität Irchel eine Velopumpe installiert (Veloständer beim Bau 10).

Adrian Ritter ist Redaktor von unipublic.

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