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08.02.2012
UZH Alumni im Ausland

Das internationale Alumni-Netz wächst

Die Familie der UZH Alumni-Gruppen im Ausland wird grösser und grösser. Nach San Francisco, London, München und Paris treffen sich die Alumni der Universität Zürich jetzt auch in Singapur, Tokyo und Shanghai. Die Gruppen dienen nicht nur der Alumni-Vernetzung, sondern tragen auch zur internationalen Bekanntheit der UZH bei.

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Adrian Ritter

Rolf Pfeifer Swissnex
Robotik erklären: Informatik-Professor Rolf Pfeifer gibt den UZH-Alumni im swissnex-Büro San Francisco Einblick in den Stand der Robotik. (Bild: zVg)

Mal einem Roboter die Hand geben? Diese Gelegenheit bot sich den UZH Alumni San Francisco Mitte Januar. Sie liessen sich im swissnex-Büro San Francisco von Rolf Pfeifer und Pascal Kaufmann vom Artificial Intelligence Lab der Universität Zürich und von Forschern aus den USA über den Stand der Robotik informieren.

Solche Treffen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der UZH sind attraktiv, so die Erfahrung von Barbara Dravec, Co-Präsidentin der Alumni-Gruppe San Francisco. Die Gruppe trifft sich auch sonst gerne zu Veranstaltungen mit einem Bezug zur Schweiz – etwa zu «Schweizer Kunst und Fondue» oder zum Besuch eines Filmfestivals, wenn dort Werke aus der Schweiz gezeigt werden.

Vernetzen und verbreiten

Nicht nur in San Francisco, auch in Paris, London und München treffen sich Ehemalige der UZH neuerdings zum Netzwerken und um mit der Universität Zürich in Kontakt zu bleiben. Für die UZH sind die Gruppen gleichzeitig eine Möglichkeit, die eigene Forschung und Lehre weltweit besser bekannt zu machen.

Und die Familie der Alumnigruppen wächst. Die Abteilung Internationale Beziehungen hat im vergangenen Herbst eine Praktikantin nach Shanghai und einen Praktikanten nach Tokyo geschickt. Sie haben die Aufgabe, während eines halben Jahres UZH-Alumni zu suchen und entsprechende Gruppen aufzubauen.

Alumni UZH Tokyo
UZH Alumni in Tokyo: Im Januar 2012 wurde die Gruppe offiziell eröffnet. MIt dabei: Strafrechtsprofessor Christian Schwarzenegger (4. von links).  (Bild: zVg)

Praktikant Samuel Krebs ist in Tokyo vor allem über die neuen sozialen Netzwerke LinkedIn und Facebook fündig geworden: 115 Alumni und Freunde der UZH hat er ausfindig gemacht. Vier davon haben sich bereit erklärt, den Vorstand einer Alumni-Gruppe zu bilden. Diese ist am 24. Januar 2012 an einem Anlass mit dem Schweizer Botschafter offiziell eröffnet worden.

Christian Schwarzenegger, Professor für Strafrecht an der UZH, hat die Alumni als Vertreter der UZH begrüsst. Er war sechs Jahre als Assistenzprofessor in Japan tätig und pflegt seither engen Kontakt mit japanischen Professorinnen und Professoren – unter anderem für gemeinsame Forschungsprojekte.

In den vergangenen Jahren waren die Kontakte zwischen der UZH und japanischen Hochschulenvor allem in den Bereichen Japanologie, Medizin, Mathematik, Anthropologie und Pflanzenbiologie intensiv.

Viel Neues im Osten

Bereits im April 2011 war die Alumni-Gruppe Singapur ins Leben gerufen worden. Unter der Leitung von Mario Bassi und Gabriel Burgener fand im Dezember das dritte Treffen statt. Mit dabei war UZH-Rektor Andreas Fischer, der sich gerade auf einer Privatreise in Asien befand.

Fischer sieht grosses Potenzial für die UZH in Fächern, die sich der Erforschung Asiens widmen – insbesondere den Ländern Japan, China und Indien sowie dem arabischen Raum. «Die UZH könnte in Europa zu einer führenden Forschungsinstitution in diesem Bereich werden», so Fischer.

Alumni UZH Singapore
UZH-Alumni in Singapur: Im Dezember erhielten sie Besuch von UZH-Rektor Andreas FIscher (4. von links). (Bild: zVg)

Alumni-Gruppen können dabei als Plattform für den Austausch von Forschenden und Studierenden und durch Veranstaltungen, an denen die Leistungen der UZH gezeigt werden, eine wichtige Rolle spielen – davon sind Gabriel Burgener und Mario Bassi überzeugt.

Sie sehen auch in Pharmaforschung und Mikrobiologie weiteres Potenzial für eine engere Zusammenarbeit zwischen der UZH und Singapur. Die UZH verfügt in diesen Forschungsfeldern über eine gute Reputation, und Singapur tätigt derzeit enorme Investitionen in diesen Bereichen. Vielversprechend könnte auch eine verstärkte Zusammenarbeit in der Politikwissenschaft sein. Dies vor allem mit Blick auf die National University of Singapore, die für ihre Sozial- und Politikwissenschaften bekannt sei.

Auslandreisen nutzen

Eine UZH Alumni-Gruppe soll demnächst auch in China entstehen. Am 21. Februar wird in Shanghai ein erstes Treffen von Interessierten stattfinden. Die Idee liegt auf der Hand, zumal die Universität Zürich schon seit Jahren einen engen wissenschaftlichen Austausch mit China pflegt.

Ebenfalls am 21. Februar werden sich rund 8000 Kilometer entfernt in Sydney erstmals UZH Alumni treffen. Wo die nächsten Gruppen entstehen werden, ist derzeit noch offen. Es hängt vor allem davon ab, wo eine genügend grosse Anzahl Alumni lebt, die ein Interesse an einer Gruppe zeigen und die Initiative ergreifen. Hilfreich dabei waren bisher oft engagierte Wissenschaftsräte und Swissnex-Büros.

Sandra Emanuel ist Geschäftsleiterin von Alumni UZH, der Dachorganisation der Alumni-Vereinigungen. Sie freut sich über den ausländischen Zuwachs und koordiniert mit ihrem Team die Kontakte zu den Gruppen. «Wir werden sehr gut informiert, was an der Universität Zürich läuft», lobt Barbara Dravec von San Francisco aus das Team in Zürich.

«Wenn UZH-Forschende uns über ihre Auslandreisen informieren, helfen wir gerne mit, Begegnungen mit Alumni-Gruppen zu organisieren», so Emanuel. Ein schönes Beispiel für eine solche Begegnung ist Rolf Pfeifers Besuch in San Francisco. Auch die Alumni in Singapur hat er mit seinen Robotern schon besucht.

Adrian Ritter ist Redaktor von UZH News.