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ZORA feiert sein 10-jähriges Jubiläum

13. Oktober 2016 | HBZ | 1 Kommentar |

Heute vor genau 10 Jahren ging ZORA, das Zurich Open Repository and Archive, erstmals online (siehe Pressemitteilung 13.10.2006). Betrieben wird ZORA von der Hauptbibliothek gemeinsam mit der Zentralen Informatik der Universität Zürich. ZORA hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch das Aussehen hat sich komplett verändert.

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ZORA im Jahr 2006 ZORA im Jahr 2016

ZORA startet 2006 mit 1’000 Publikationen des Zoologischen Instituts. Heute finden sich knapp 100’000 Publikationen in ZORA. Jährlich kommen gegen 9’500 Publikationen hinzu.Die aktuellen Zugriffszahlen liegen bei 3,5 Millionen, wovon die meisten aus Deutschland (1’08 Millionen) stammen, gefolgt von der Schweiz (850’604) und den USA (359’245). Die Downloadzahlen knacken hingegen bald die 5 Millionen-Marke. Der Unterschied erklärt sich, dass die PDFs auch in Suchdiensten ausserhalb von ZORA gefunden und heruntergeladen werden können und es dadurch keinen Zugriff zählt. Der Volltextanteil in ZORA liegt im Moment bei 57 %, der Open Access Anteil bei 36 %, was im internationalen Vergleich einen sehr guten Wert darstellt. Luft nach oben gibt es aber immer noch.

Derzeit geben 1’139 Submitter Publikationen in ZORA ein. Diese werden von 15 EditorInnen und dem ZORA-Team redaktionell kontrolliert, bearbeitet und ergänzt. Die Leserschaft in ZORA ist auf eine stattliche Zahl von 4’800 registrierten BenutzerInnen angewachsen.

Kurzer historischer Rückblick auf 10 Jahre ZORA

2004 Die Universität Zürich unterzeichnet als erste Schweizer Universität die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen.
2005 Die Universität Zürich hat Open Access zum strategischen Ziel erklärt und Open Access Leitlinien erlassen. Zur Umsetzung dieser Ziele führt die Universität Zürich den Dokumentenserver (ZORA) ein, in dem Forschende der Universität ihre Publikationen präsentieren.
2006 Geburtsstunde: ZORA geht am 13.10.2006 mit 1’000 erfassten Publikationen des Zoologischen Instituts ans Netz. Zu Testzwecken wurden Publikationen bis 1995 erfasst und freigeschaltet. 
2007 Öffnung der dezentralen Eingabe der Publikationen in ZORA für alle Institute der UZH. Die Publikationen sollen hauptsächlich aus dem laufenden Jahr erfasst werden, können jedoch nach Wunsch des Instituts auch rückwirkend erfasst werden.
2008 Der Publikationsteil des Akademischen Berichts stützt sich seit Berichtsjahr 2008 auf die erfassten Publikationen in ZORA. Dies hat zur Folge, dass die Publikationsleistung der Forschenden der UZH und der Universitätsspitäler flächendeckend in ZORA abgebildet ist. Eine temporäre ZORA-Taskforce-Redaktion übernimmt die redaktionelle Kontrolle und stellt so die fristgerechte Kontrolle bis zur Abgabe des Akademischen Berichts sicher.
2009 Auszeichnung der Universität Zürich durch BioMed Central zum „Open Access Institute of the Year„. Dieser Preis würdigt die Arbeit der UZH in Bezug auf ZORA und der vielfältigen Informationen zu Open Access auf der Open Access Webseite der Hauptbibliothek. Als Besonderheit sei hier der Open Access Film (147’000 Aufrufe!) erwähnt, welches Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit Funktion und Nutzen von Open Access vor Augen führt.
2011 ZORA wird erweitert um drei neue Publikationskategorien: Working Papers, veröffentlichte Forschungsberichte und wissenschaftliche Publikationen in elektronischer Form.
2013 Die bisherigen CMS-Publikationslisten, die auf der Webseite der UZH-Forschenden eingebunden werden können, sind nun dynamisch und um Sortier- und Filtermöglichkeiten erweitert. Gleichzeitig wird die Schnittstelle aktualisiert und ermöglicht nun Exportmöglichkeiten zu Literaturverwaltungslösungen wie Endnote, BibTex, Citavi und Zotero.
2014 ZORA ist nun auch in deutscher Sprache verfügbar und erhält eine Reihe weiterer Funktionen: (1) Erweiterte Suchfunktionen in Quick Search, (2) Detaillierte, allgemeine Zugriffstatistiken mit diversen Filtermöglichkeiten, (3) Downloadstatistiken auf Publikationsebene und (4) Altmetric-Daten (Statistiken auf Artikelebene in sozialen Medien)
2016 ZORA erfährt eine grundlegende Überarbeitung, ist mobilfähig, endgeräteunabhängig, verfügt über einen zeitgemässen Webauftritt und ist um neue Funktionen wie den TrendTerms und Connectionwheels erweitert worden.
Vorschau
auf
2017
Im Jahr 2017 wird die CMS-Schnittstelle für die Einbindung auf den Magnolia-Webseiten der UZH komplett überarbeitet und erlaubt mehr Freiheiten in der Gestaltung von Publikationslisten. Die Integration der eindeutigen Autorenidentifikation (ORCID) in ZORA wird im Jahr 2017 anlaufen.

Es lebt also weiterhin der Grundsatz von ZORA – einmal in ZORA eingegeben, können die Publikationen vielfältig weitergenutzt werden (z.B. Akademische Berichte, Verlinkungen, Feeds zu Webseiten, Publikationslisten, Evaluationslisten, Exportformate zu z.B. Endnote, BibTeX, Citavi, JSON, etc.).

Wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre!

Abgelegt unter: AllgemeinOpen Access


1 Kommentar vorhanden

  • 1 ZORA ist Heimat von 100.000 Publikationen // Feb 17, 2017 at 15:59

    […] gibt es seit dem 13.10.2006 und hat erst im Oktober 2016 sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Betrieben und ständig weiterentwickelt wird ZORA von der Hauptbibliothek gemeinsam mit […]

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