Bibliotheksblog

Aktuelles aus der rechtswissenschaftlichen Bibliothek

Wer wird Weltmeister? – oder Überschneidungen von Sport und Recht

11. Juni 2018 | Martin Kurz | Keine Kommentare

Zum Public Viewing am RWI und Wettbewerb der RWI-Bibliothek

In wenigen Tagen beginnt die 21. Fussball Weltmeisterschaft in Russland.
Die grosse Frage: Wer wird Weltmeister? bewegt die Gemüter.
Nicht ganz überraschend, dass sich damit auch sportwissenschaftliche Institute befassen – wie das CIES, das International Centre for Sports Studies. In den News vom 2.5.2018 heisst es da – unter dem Titel „Who will win the World Cup?“: „Spain tops the list ahead of Brazil.“ Doch trotz ausgeklügelter Algorithmen spielen  angeblich nachwievor „unberechenbare“ Faktoren eine Rolle  – Überraschungen sind an der Tagesordnung, heisst es (CIES Football Observatory, Monthly Report Nr. 30, Dec. 2017).

Rai Souza de Oliveira:
(https://www.facebook.com/23656172302/photos/a.23658737302.43854.23656172302/23659362302/?type=3&theater)

Schöner kann man es kaum formulieren, was Sport – und Recht – bedeutet, wie der ehemalige Fussballweltmeister aus Brasilien, Raì Souza Vieira de Olivera: „Health, fun, justice, passion – these are basic values for any child, any human being, any society: values transformed into rules, rights and laws.“ Und etwas kritischer: “Sport is a large source of inspiration, but it is run with an absurd autonomy, without effective checks.“ (Global corruption report: Sport, 2016, XV). Somit sind wir schon mitten in rechtlichen Belangen vom Sport angelangt.

Folgende Stichworte können in die Thematik weiter einführen:

Korruption, Match-fixing, Sportler als menschliche Wesen oder Handelsware, Missbrauch im Sport oder Zuschauer im Sport, rechtliche Prüfung von Sportregeln, Verbands-Gerichtsbarkeit und Anfechtung von Schiedssprüchen des Court of Arbitration for Sport (CAS), Sport und Verbrechensverminderung, Vermarktung von Persönlichkeitsrechten, materielle Rechtmässigkeit von finanziellen Dopingsanktionen, der Spielervertrag, strafrechtliche Verantwortung des Veranstalters von Sportanlässen, u.V.m

Sportrechts-Studien

Wenn Sie fussball- und überhaupt sportbegeistert sind und dann noch Recht studieren oder bereits einen Abschluss haben, das bereits erwähnte CIES in Neuchâtel  ist sicher eine interessante Adresse. Weitere Optionen, sich im Sportrecht zu vertiefen, in der Schweiz

  • an der UZH: Lehrstühle Vogt, Meyer und Haas
  • Uni Basel: Lehrstuhl Handschin
  • Uni Luzern: Blockveranstaltungen
  • Uni Neuchâtel: Lehrstuhl Rigozzi
  • Uni Lausanne: Masterstudiengang
  • Uni Genf: Lehrstuhl Peter

Internationale Sportverbände

Die Schweiz und ihre globale Vernetzung im Sport ist ein Zentrum für die grössten Sportverbände der Welt (s. auch Global Corruption Report: Sport, 2016, 321-326). Diese bieten viele Arbeitsmöglichkeiten und Internships: IOC (olympisch), FIFA, UEFA (beide Fussball), UCI (Radsport), FIS (Ski), FINA (Schwimmen), FIVB (Volleyball), FIBA (Basketball). Im Übrigen ist der Sport zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden: 145 Milliarden US Dollar werden jährlich erwirtschaftet (XIX Global Corruption Report: Sport, Transparency International, 2016, XIX).

Es hat eine gewisse Logik, wenn es auch eine Sportjuristenvereinigung in der Schweiz gibt, gegründet 1990 im Zusammenhang mit dem Aufbau des TAS (Tribunal Arbitral du Sport)  – die Association suisse de droit du sport, ASDS, welche u.a. die Sports Law Days organisieren und dieses Jahr am 7./8. November in Magglingen stattfinden.

Sportrecht in der RWI-Bibliothek

An der UZH bietet die RWI-Bibliothek eine hervorragende Einstiegs- und Vertiefungsmöglichkeit ins Sportrechtsgebiet mit umfassenden Printbeständen:
Im 4. Stock finden Sie unter den Querschnittsrechtsgebieten, unter der Signatur Od, eine umfassende Sammlung (10 Laufmeter) an (Hand-)Büchern, Dissertationen und auch Zeitschriften und Serien zu Sportrecht. Dann auch elektronisch: https://academic.lexisnexis.eu/
Nicht zu vergessen: An der UZH hat der vermutlich grösste Sportreporter aller Zeiten, Beni Thurnheer, 1973 sein Rechtsstudium mit dem Lizenziat magna cum laude abgeschlossen und sich gleich anschliessend bei SRF beworben.

Auch Sportrechts-Geschichte wird wieder vermehrt betrieben, wie der Tagungsband „Sport und Recht in der Antike“, Wien 2014 und das neuste etü (FS 2018) vom Historischen Seminar UZH zeigen.

Falls Sie Live-Fussball am Grossfernseher sehen  – und Zeit gewinnen wollen – in ein paar Schritten kommen Sie von der RWI-Bibliothek zum RWI Public Viewing, welches wir für Sie organisiert haben: RAI-E-057, Cafeteria-Nebenraum, für Weltklassefussball ist gesorgt.

Last but not least können Sie bei unserem Wettbewerb ein Paragraphenreiter-Trikot gewinnen.
Sportrechts-Frage: Wann wurde das Bosman-Urteil vom Europäischen Gerichtshof gefällt?
Fussball-Frage: Wer wird Fussballweltmeister 2018?
Beide Eingaben bis zum Abend des 28. Juni 2018 entweder via Kommentar auf der Blogseite oder über unsere E-Mailadresse (Stichwort: WM 2018): bibliothek@rwi.uzh.ch

Der/die Gewinner/in wird nach der Revision benachrichtigt.

Anspiel:

 

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UN-Dokumente oder how to find them…? – Teil 2

25. Mai 2018 | Tanja Baschong | Keine Kommentare

Fortsetzung von Teil 1

Die komplexe Struktur der Vereinten Nationen zeigt sich auch in der Vielfalt der Dokumente und Publikationen und natürlich deren Dokumentennummer.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Veröffentlichungsarten:

  • Dokumente (documents): Es handelt sich dabei um Arbeitspapiere, die die gesamten Aktivitäten aller UN-Organe in Form von Protokollen, etc. wiedergeben.
  • Official Records (OR): Darunter versteht man die in ihrer endgültigen und konsolidierten Fassung veröffentlichten Sitzungsdokumente der Hauptorgane der UN (Generalversammlung, Sicherheitsrat, Wirtschafts- und Sozialrat sowie Treuhandrat) und einiger grosser UN-Konferenzen. Sie bestehen insbesondere aus Plenarprotokollen, Sitzungsberichten, Dokumenten zu einzelnen Tagesordnungspunkten und den während einer Sitzungsperiode verabschiedeten Resolutionen.
  • Publikationen (publications/ sales publications): Hierbei handelt es sich um Verkaufspublikationen der Vereinten Nationen (z.B. Zeitschriften oder Jahrbücher, die vom Verlag der UN (United Nations Publications) herausgegeben werden.
  • United Nations Treaty Series: So wird die Sammlung der völkerrechtlichen Verträge bezeichnet, die beim UN-Sekretariat registriert worden sind.

 

Um gezielt nach einzelnen UN-Dokumenten suchen zu können, ist es wichtig die einzelnen Dokumente identifizieren zu können. Alle Dokumente der UN werden mit einer eindeutigen Dokumentennummer, der sogenannten symbol number versehen. Diese Dokumentennummer befindet sich immer rechts oben. Der erste Teil der Nummer steht in der Regel für das verantwortlich zeichnende Organ der UN und wird auch als series symbol bezeichnet. Dies sind die series symbols der 5 Hauptorgane der UN:

A            General  Assembly (Generalversammlung)

E             Economic and Social Council (Wirtschafts- und Sozialrat)

S             Security Council (Sicherheitsrat)

ST           Secretariat (Sekretariat)

T             Trusteeship Council (Treuhandrat)

 

Danach folgen die Codes für die Sitzungsperiode, das Herausgabejahr, die nachgeordneten Einrichtungen oder den Status bzw. die Art des Dokuments. Hier ein paar Beispiele:

…/50/… 50.Sitzungsperiode
…/2003/… Jahr; teilweise auch in Klammern hinter der laufenden Nummer
…/Add./… Addendum (Nachtrag), in der Regel mit der Nummer des Nachtrages versehen
…/C./… Committee (Ausschüsse); mit der Nummer des Ausschusses verbunden; es gibt sechs Hauptausschüsse
…/Corr./… Corrigendum (Korrektur), in der Regel mit der Nummer der Korrektur versehen
…/HCR/… Human Rights Council (Menschenrechtsrat)
…/LIB/… Library
…/RES/… Resolution
…/Rev./… Revision (revidierte Fassung)
…/Ser./… Serie

 

Zum Schluss kommt immer noch eine laufende Nummer hinzu, die die Dokumentennummer vervollständigt.

Wer sich nun noch vertieft damit auseinandersetzen möchte, dem kann ich das Dokument ST/LIB/SER.B/5/Rev. 5 empfehlen (vermutlich können Sie nun auch die Dokumentennummer bereits entschlüsseln). Darin sind sämtliche series symbols der UN aufgelistet.

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Scannen, Drucken, Kopieren – Neu mit UZH Print Plus!

14. Mai 2018 | Elisabeth Steiner | Keine Kommentare

Es war im November 2017, als die Zentralstelle der Studentenschaft der Universität Zürich, die bis dahin das Kopieren/Drucken/Scannen organisierte, Konkurs anmelden musste (siehe Blogartikel Kopieren, scannen, drucken nach dem Konkurs der ZSUZ vom 19.12. 2017).

Nun gibt es endlich eine neue Lösung an der UZH: Die Multifunktionsgeräte der Marke Canon sind ab sofort aktiv und funktionstauglich. Es gibt in der RWI-Bibliothek vier Geräte im grossen Kopierraum im 6. Stock (Zugang gegenüber dem Süd-Lift) und ein weiteres Gerät direkt auf dem Infoboden im Hochparterre.

Um die Geräte bedienen zu können, benötigt man eine validierte Legi oder einen UZH-Mitarbeiterausweis.

Weitere Informationen finden Sie hier: UZH Print Plus

Unsere externen Besucher ohne UZH-Ausweis werden gebeten, auf das Münz-Kopiergerät im grossen Kopierraum auszuweichen.

Unsere Empfehlung: Scannen

Das Scannen von Dokumenten ist bei UZH Print Plus kostenlos. Die Scans können entweder auf einen USB-Stick gespeichert oder zu der mit der Legi verknüpften Email-Adresse gesandt werden.

Falls Sie trotzdem etwas kopieren oder drucken wollen, sehen Sie die genauen Preise sowie weitere nützliche Informationen hier:

 

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Wichtige Hinweise zu DBIS und E-Books

19. April 2018 | Elisabeth Steiner | Keine Kommentare

Das Datenbank-Infosystem DBIS ist mit neuer Gestaltung noch leserlicher geworden.

 

Neu beteiligt sich auch eine zweite UZH-Bibliothek an unserem DBIS, die Bibliothek für Betriebswirtschaft (BfB), die Ihre eigene, fachspezifische Sammlung von Datenbanken pflegt.

Über das Finden der E-Books: E-Books werden im Bibliothekskatalog NEBIS mittels Einspielungen von Metadaten aufgenommen. Das geschieht aber manchmal mit einer Verzögerung von bis zu einem Jahr.  Ein E-Book könnte aber schon länger in der Verlagsdatenbank zugänglich sein. Damit die Aktualität der Recherche gewährleistet ist, empfehlen wir darum, unabhängig vom Bibliothekskatalog NEBIS, eine Recherche in den Verlagsdatenbanken (Beck, Nomos, Oxford, Springer, Stämpfli, Swisslex, Weblaw, Stämpfli), mit Zugang über DBIS.

Ein Beispiel wird im Blogbeitrag vom 8. Februar 2017 geschildert.

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Wir sind wieder da!

9. April 2018 | Maryam Soliman-Shams | Keine Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser

Unsere Kuppel erstrahlt in frischem Glanz und wir haben, wie Sie auf dem Bild oben sehen, die Schliessung auch dazu nutzen können, auf dem 1. OG die Tische neu lackieren zu lassen.

Aus diesem Grund dürfte es – insbesondere auf den oberen Stockwerken – noch ein paar Tage unangenehm riechen.

Im Sommer planen wir, die Tische auf zwei weiteren Etagen neu lackieren zu lassen. Diese Arbeiten sind notwendig, weil sich der Lack an den Tischkanten immer mehr löst und das Holz darunter stark leidet.

 

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Bei uns dauert die Osterschliessung dieses Jahr etwas länger…

14. März 2018 | Maryam Soliman-Shams | Keine Kommentare

Copyright Nordwand

Liebe Leserinnen und Leser

Die Bibliothek öffnet nach den Ostertagen nicht wie erwartet sofort wieder ihre Türen, sondern bleibt ab Gründonnerstag, 29. März 2018, 16 Uhr bis und mit Sonntag, 8. April 2018, geschlossen. Grund für diese ausserordentliche Schliessung ist die Reinigung der Bibliothekskuppel von Innen durch die Firma Nordwand.

Sie fragen sich jetzt vielleicht, warum es nicht möglich ist, die Kuppel während der regulären Bibliotheksschliessung im Sommer zu putzen. Um an die Innenfenster in der Kuppel ranzukommen, muss die Beschattungsanlage geschlossen und die Lüftung abgestellt werden, was dazu führt, dass man sich unter der Kuppel wie unter einer Glasglocke mit entsprechend hohen Temperaturen fühlt. Im Sommer würden diese Temperaturen die von der SUVA zulässigen Höchstwerte überschreiten, so dass eine Kuppelinnenreinigung nur bei kühlerem Wetter möglich ist. Dafür findet sie aber auch nur alle 5-7 Jahre statt.

Copyright Robert Bösch

Wir freuen uns, Sie ab dem 9. April 2018 mit sauberer Kuppel wieder zu begrüssen.

 

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Das Urheberrecht in Frage stellen

19. Februar 2018 | Paul Bissig | Keine Kommentare

Dürfen wir Sie auf eine interessante Veranstaltungsreihe an der ETH hinweisen:

17:15 Kolloquium der ETH-Bibliothek

Und das dreimal pro Semester – jeweils am letzten Donnerstag im Monat, logischerweise um 17:15 Uhr im Raum G 26.5

Die nächste Veranstaltung findet am 22. Februar 2018 statt. Und zwar unter dem Titel „Das Urheberrecht in Frage stellen“, es referiert Andreas von Gunten.

Der Referent beobachtet zunehmend eine Verschärfung der Gesetzgebungen. Dies auf Grund des grossen Einflusses der Lobbyisten. Dem will Von Gunten mit zehn Thesen entgegentreten. Seine Thesen münden in eine Vision einer Welt ohne Urheberrecht, was wäre … wenn das tatsächlich eintreten würde.

Begleitend zur Veranstaltung weisen wir auf die Dissertation  „Intellectual Property is Common Property“ (Open University, Milton Keynes, 2014) des Referenten hin.

Wie für alle Kolloquien, ist auch für diese Veranstaltung eine Anmeldung (bis 21. Februar) erforderlich an: 17doppelpunkt15_kolloquium@library.ethz.ch

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UN-Dokumente oder how to find them…?

1. Februar 2018 | Tanja Baschong | Keine Kommentare

UN-Dokumente oder how to find them…?

Wer sich ab und zu mit der UNO und ihren Dokumenten auseinandersetzt, hat sicher schon bemerkt, dass ein wenig Hintergrundwissen sehr hilfreich sein kann. Daher haben wir uns entschieden, unsere Suchtipps hier auf dem Blog in mehreren Artikeln zu veröffentlichen.

 

Teil 1 Welche UN-Dokumente sind online vorhanden?

Um kurz zu veranschaulichen wie komplex die UNO ist, und damit man sich ein wenig vorstellen kann, mit was für einer Datenmenge und –vielfalt wir es zu tun haben, hilft ein kurzer Blick auf das nachfolgende Organigramm.

Seit Mitte Mai 2017 ist nun die United Nations Digital Library (https://digitallibrary.un.org/) (UNDL) online zugänglich. Es handelt sich dabei um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Dag Hammarskjöd Library und dem United Nations Office an der Geneva Library. Ihr Ziel ist nicht nur die Zurverfügungstellung der diversen Dokumente, sondern sie ist auch das institutionelle Gedächtnis der UNO.

 

Die UNDL beinhaltet u.a.:

  • das „The UN Bibliographic Information System“, kurz auch UNBISnet (http://unbisnet.un.org/) genannt. Es handelt sich dabei um den Katalog der UN Bibliothek in New York. Hier sind:
    1. sämtliche Resolutionen der UNO Generalversammlung, des UNO Sicherheitsrates und von ECOSOC seit 1946 vorhanden.
    2. die Abstimmungsergebnisse aller Resolutionen, die von der UNO Generalversammlung (seit 1983) und dem UNO Sicherheitsrat angenommen wurden.
    3. alle Reden, die in der UNO Generalversammlung (seit 1983), im UNO Sicherheitsrat (seit 1983), im ECOSOC (seit 1983) und im Trusteeship Council (seit 1982) gehalten wurden.
  • das ODS (Official Document System der UN -> https://documents.un.org/prod/ods.nsf/home.xsp), welches zur Zeit mehr als 900 ‘000 Dokumente beinhaltet. Wenn man die Dokumentennummer kennt, ist dies der schnellste Weg, das gewünschte UN-Dokument zu finden.

 

Desweitern sind auch nachfolgend aufgelistete Webseiten, je nach Recherche, sehr zu empfehlen:

  • die Webseite des Internationalen Gerichtshofs (icj-cij.org), dort sind die Entscheidungen einsehbar.
  • das UN News Centre (un.org/news). Hier sind die Presserklärungen der UN-Gremien und des Generalsekretärs zu finden.
  • die Jahrbücher der UN, ersichtlich unter https://unyearbook.un.org/. Darin sind die Aktivitäten der Uno des jeweiligen Jahres zu finden.
  • Für Nachforschungen, News und Quellen betreffend spezifischer UN-Themen, empfiehlt sich die UN-Webseite „Issues on the UN Agenda“ (un.org/ga/61/issues/issues.shtml)

Dieser Artikel wird sporadisch auf die Aktualität  der Links geprüft. Zuletzt geprüft: 1.2.2018

 

 

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Open – oder Duden?

18. Januar 2018 | Irene Kilchenmann | Keine Kommentare

Liebe Leserinnen und liebe Leser

Der Duden hat im Jahr 2017 in seiner 27. Auflage über  5000 neue Wörter in sein Repertoire aufgenommen. Betrachtet man dabei die Sparte „Technisches“ so fällt auf, dass Social Media  nicht nur im Bereich des WWW einen Siegeszug verzeichnen konnte. „Selfie“, „Social Bot“, „facebooken“, „entfreunden“ und natürlich das bestens bekannte „liken“ zählen zu den technisch geprägten, neuen Begriffen des Duden 2017. Es scheint aber, als hätte sich im Schatten der im Duden enthaltenen „Social Media“-Begriffe ein Begriff  ein sonniges Plätzchen in den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen 2017 erschlichen. Open Access. Ähnliche  Ausdrücke wie Open Data, Big Data, Data Mining oder Open Government Data (OGD) bildeten im vergangenen Jahr ein dichtes Netz an technologischem Nährboden, welcher der Bewegung im „Open-Bereich“ einen kräftigen Antrieb gab. In der aktuellen Version des Duden ist bisher nur „Open Source“ als verwandter Begriff der umfangreichen „Open“-Bewegung ausfindig zu machen.

Um diesem offensichtlichen Defizit an „Open“ geprägten Begriffen aktiv entgegenzutreten hätten wir bereits einen Vorschlag für die 28. Auflage des Duden:  HOPE.

HOPE steht für Hauptbibliothek Open Publishing Environment. HOPE  wird von der Hauptbibliothek Zürich betrieben und bietet auf Grundlage der Open Source Software „OJS“ (Open Journals Systems) UZH-Forschenden eine Plattform zur Veröffentlichung ihrer Open Access-Zeitschriften. Neben HOPE existiert diesbezüglich auch ZORA (Zurich Open Repository and Archive).

Über HOPE publizierte Zeitschriften
Zurzeit werden über HOPE 4 Journals publiziert:

An dieser Stelle sei auf die Open-Access typischen Richtlinien für die Nutzung bzw. der Bearbeitung der jeweiligen Zeitschriftenartikel  hinzuweisen. Momentan besitzen alle 4 über HOPE publizierten Zeitschriften eine sogenannte „Creative Commons Attribution – NonCommercial – NoDerivatives 4.0 International“ – License (CC BY-NC-ND 4.0). Übersetzt heisst dies, dass diese Lizenz allen Nutzern erlaubt, das Werk bzw. den Artikel auf einem beliebigen Medium oder in einem beliebigen Format weiterzuverbreiten unter der Bedingung, dass bei einer Weiterverbreitung auf den Autor und das Publikations-Journal des Artikels verwiesen wird. Der Artikel darf zudem nicht verändert, transformiert oder zu kommerziellen Zwecken genutzt werden. Neben dieser Lizenz besitzen die Zeitschriften individuelle Nutzungsrichtlinien, welche bei  jeglicher Form von Nutzung zu beachten sind.


Wer kann via HOPE ein Open Access-Journal publizieren?

  • UZH-Forschende
  • UZH-Institute
  • Lehrstuhlinhaber = Chefherausgeber
  • Angehöriger der UZH im Redaktionsteam

HOPE ist über folgenden Link erreichbar:

http://www.hope.uzh.ch/

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Swisslex-Kurs am 18. Januar 2018

8. Januar 2018 | Bettina Bernasconi | Keine Kommentare

Googeln alleine genügt nicht: Ob beim Journalist oder beim Jurist – die Zuverlässigkeit und Nachprüfbarkeit der Informationsquelle ist gleichermassen wichtig, jeder ist auf verlässliche Informationen angewiesen.
So wird an eine Recherche höchste Anforderungen gestellt, insbesondere an deren Auswahl an Quellen.

Wir als Bibliothek stellen sozusagen die „Redaktion“ für Sie als J(o)ur(nal)ist dar, indem wir für Sie den Dienst verschiedener Datenbanken lizenzieren. Beim Journalist wäre dies die Agentur.

Via DBIS lassen sich bei uns die ansonsten kostenpflichtigen Inhalte recherchieren.
Und es kann nicht häufig genug gesagt werden – nach wie vor sind relevante Rechtsinformationen meist nur kostenpflichtig zugänglich. Aber nicht nur das: die bei uns lizenzierten Datenbanken bieten Ihnen einen Suchkomfort, der Ihnen mit grosser Effizienz unter Anwendung der richtigen Recherchestrategie eine hohe Treffergenauigkeit verspricht.
Mit Betonung auf Recherchestrategie haben wir den Anbieter der Datenbank Swisslex eingeladen, welcher Ihnen die kosten- und zeiteffiziente Anwendung dieser Datenbank präsentiert. Diese Schulung ist sowohl für diejenigen geeignet, die bereits mit Swisslex arbeiten, aber auch für solche, die diese Datenbank kennenlernen wollen.
Während des Kurses wird es Gelegenheit geben, Fragen zu stellen.
Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse bitten wir um frühzeitige Anmeldung via unserer Kursdatenbank. Sollte der Kurs bereits ausgebucht sein oder Ihnen eine Teilnahme an diesem Datum nicht möglich sein, können Sie sich bei Interesse für den Kurs ohne Datum (Warteliste) anmelden.
Bei genügendem Teilnehmerinteresse werden wir ein zusätzliches Kursdatum festlegen.
Sie werden dann direkt per Mail informiert und Ihnen bleibt ein Platz exklusiv reserviert, bis Sie das entsprechende Datum bestätigt haben.
Die Anmeldung auf eine Warteliste ist für Sie bis dahin unverbindlich. Nutzen Sie die Gelegenheit, und melden Sie Ihr Bedürfnis/Interesse an einer weiteren Schulung bereits heute an!
Literatur:
Arnold Bernd-Peter, Nachrichten. Schlüssel zu aller Information. Baden-Baden 2016 (Nomos eLibrary).

Breitenstein Martin, Googeln genügt nicht. Unerlässliche Onlinedienste für Juristen, in: Neue Zürcher Zeitung vom 9.11.2007, besucht am: 20.12.2017.

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