Islamische Handwerker als transkulturelle Vermittler zwischen al-Andalus und dem Königreich Kastilien (12. – 15. Jahrhundert)

Verantwortlich für das Dissertationsprojekt: lic.phil. Nadja Koch
Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds (SNF)
Promotionskommission: Prof. Dr. Ulrich Rudolph, Asien-Orient-Institut, Islamwissenschaft/UFSP Asien und Europa, Prof. Dr. Francine Gieser, Kunsthistorisches Institut/UFSP Asien und Europa
Forschungsfeld: Verflechtungsgeschichten

Abstract

Das Projekt setzt sich mit einem aktuellen Thema der Mudéjar-Forschung auseinander und untersucht den Technologietransfer zwischen Orient und Okzident auf der Iberischen Halbinsel. Anhand arabischer Quellen sowie Handwerkersignaturen an Bauten bzw. Baustücken soll zum einen der Status von Handwerkern sowie die Organisation von Werkstattbetrieben in al-Andalus erforscht werden. Von besonderem Interesse sind dabei die Mobilität von Handwerkern und mögliche Hinweise auf die Verwendung von Musterbüchern. Als zweiter Schwerpunkt wird zu untersuchen sein, ob sich anhand von Quellen sowie Bauinschriften die Präsenz islamischer Handwerker in den zurückeroberten Gebieten nachweisen lässt und inwiefern deren Status sowie der Werkstattbetrieb von demjenigen in al-Andalus abweichen. Waren dieselben Handwerker abwechslungsweise für islamische bzw. christliche oder jüdische Auftraggeber tätig und falls ja, lassen sich formale sowie technische Unterschiede feststellen? Und schliesslich welche Rolle spielten islamische Handwerker beim Transfer von Motiven oder bautechnologischem Wissen?