Lebende Staatsschätze: Über den Wert handwerklichen Schaffens am Beginn des 21. Jahrhunderts, mit Fokus auf die japanische Keramik

Doktorandin: lic. phil. Nathalie Marseglia
Finanzierung: UFSP Asien und Europa / Humer-Stiftung für akademische Nachwuchskräfte
Geplante Projektdauer: Januar 2014 – Dezember 2016
Promotionskommission: Prof. Dr. Mareile Flitsch, Ethnologisches Seminar, Völkerkundemuseum Zürich, UFSP Asien und Europa; Prof. Dr. Hans Bjarne Thomsen, Kunsthistorisches Institut, Abteilung Kunstgeschichte Ostasiens, UFSP Asien und Europa
Forschungsfeld: Verflechtungsgeschichten

Abstract

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Transformation von Handwerk im 20./21. Jahrhundert. Es untersucht am Beispiel der japanischen Keramik, wie der Wert handwerklichen Schaffens unter den Akteuren der Handwerkswelt – Staat, Kulturinstitutionen, Handwerksverbände, Handwerker, Kunstmarkt, Öffentlichkeit – in sozio-kultureller, ästhetischer, politischer und ökonomischer Hinsicht verhandelt wird und inwiefern diese Bewertungen auf das  handwerkliche Schaffen zurückwirken. Der Fokus liegt dabei auf dem kulturpolitischen System der Bestimmung schützenswerter Handwerkstechniken und Ernennung repräsentativer Meister zu „Lebenden Staatsschätzen“ sowie den Widersprüchen, die sich entlang der System-immanenten „Konservierung“ und der Handwerks-immanenten Eigendynamik auftun. Methodisch wird empirisch-qualitativ und Literatur-kritisch vorgegangen.