Informationen für Dozierende

Stand: 4. Mai 2020

Schrittweise Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs

Die Massnahmen des Bundesrates im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie werden seit dem 26. April schrittweise gelockert. Vor diesem Hintergrund nimmt auch die UZH – in Einklang mit den Vorgaben von Bund und Kanton –  ihren Präsenzbetrieb behutsam und schrittweise wieder auf.

Stichtag für die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs ist der 8. Juni 2020. Selbstverständlich muss der Präsenzbetrieb aber auch dann noch mit den Hygiene- und Verhaltensmassnahmen des BAG, mit Reisebeschränkungen und Versammlungsverboten vereinbar sein. Deshalb ist auch noch bis weit nach dem 8. Juni mit spürbaren Einschränkungen zu rechnen. Ausserdem können die Massnahmen zur schrittweisen Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs jederzeit wieder rückgängig gemacht werden, falls sich die allgemeine Lage im Hinblick auf die Pandemie nicht wie erwartet verbessern sollte.

Lehrveranstaltungen kontaktlos bis 7. Juni 2020

Bis und mit Sonntag, 7. Juni 2020 werden sämtliche Präsenzveranstaltungen (Lehr- und Prüfungsveranstaltungen aller Organisationseinheiten der UZH sowie alle übrigen Veranstaltungen)  mit Rücksicht auf die Vorgaben des Bundesrates kontaktlos durchgeführt. Die Vetsuisse-Fakultät kann, falls es die generellen behördlichen Anordnungen zulassen, vor Ende der Vorlesungszeit klinischen Unterricht in Kleingruppen durchführen. Ähnliche Bedürfnisse von anderen Fakultäten können, vorbehaltlich des Entscheids des BR, im Rahmen der Sondergenehmigungen befriedigt werden (Anträge bitte bis 5. Mai an astrid.fritschi@uzh.ch). 

Ab 8. Juni 2020 Ausnahmen möglich

Auch ab dem 8. Juni 2020 werden weiterhin sämtliche Veranstaltungen, die kontaktlos durchgeführt werden können, kontaktlos durchgeführt. Für die übrigen Veranstaltungen gilt in Bezug auf die Raumzuteilungen eine Prioritätenregel:

  • 1. Priorität: Schriftliche und mündliche Prüfungen, die ab 8. Juni 2020 oder später an UZH-Standorten durchgeführt werden müssen, weil sie aus zwingenden fachlichen Gründen nicht digital durchgeführt werden können.
  • 2. Priorität: Lehrveranstaltungen, die ab 8. Juni 2020 an UZH-Standorten durchgeführt werden müssen, weil sie nicht digital durchgeführt werden können (Praktika, klinische Kurse, Veranstaltungen der Weiterbildung).
  • 3. Priorität: Veranstaltungen, die sich aus dem Lehr- und Forschungsauftrag der UZH ergeben und deren Durchführbarkeit vor dem Hintergrund der herrschenden Unsicherheit bis auf Weiteres fraglich ist.

Um Sicherheit bzgl. der verfügbaren Kapazitäten der UZH zu erhalten, werden sämtliche Veranstalter von Veranstaltungen vom 1. Juni bis 13. September angeschrieben und um Bekanntgabe des Raumbedarfs gebeten.

Prüfungen wenn immer möglich digital durchführen

Wenn immer möglich werden schriftliche bzw. mündliche Prüfungen, die bis und mit Juni 2020 terminiert sind, zur vorgesehenen Zeit digital durchgeführt. Prüfungen, die aus fachspezifischen Gründen in digitalisierter Form nicht durchgeführt werden können (etwa Prüfungen im klinischen Teil des Medizinstudiums), finden im Mai, Juni, in der ersten Julihälfte oder ab 9. August bis 4. September 2020 als Präsenzveranstaltungen statt. Dabei sind die aktuell geltenden Einschränkungen in Bezug auf die Flächenvorgaben von mind. 4 Quadratmetern pro Person anzuwenden. Das bedeutet, dass zum Beispiel in Hörsaal B10 nur 56 von 463 Plätzen genutzt werden können. Ab 9. August gelten die Bestimmungen, die am 27. Mai vom Bundesrat beschlossen und bekanntgegeben werden.

Schrittweise Wiedereröffnung der UZH Bibliotheken

Ab sofort bieten die Bibliotheken einen Scandienst für prüfungsrelevante Literatur für Dozierende auf Bestellung an. Ab dem 11. Mai erhalten Forschende und Dozierende nach Massgabe der Zutrittsregelungen zu den Gebäuden Zutritt zu den Bibliotheken. Ab dem 8. Juni sind die universitären Bibliotheken wieder offen.
Schrittweise Wiedereröffnung der UZH Bibliotheken

Weiterhin gilt:

1. Digitale Lehrangebote bereitstellen

Die Universitätsleitung bittet Sie, wo immer möglich digitale Angebote für Ihre Lehrveranstaltungen bereitzustellen. Welche Mittel für eine digitale Vermittlung Ihrer Lehrinhalte und für die Partizipation der Studierenden geeignet sind, ist Ihrem fachlichen Urteil überlassen. Wir unterstützen Sie aber dabei, angemessene Lösungen zu finden. Bitte folgen Sie den Empfehlungen für die digitale Lehre: Digitale Lehre

2. Wählen Sie angemessene Lösungen für die digitale Vermittlung ihrer Lernhinhalte

Welche Mittel für eine digitale Vermittlung Ihrer Lehrinhalte und für die Partizipation der Studierenden geeignet sind, ist Ihrem fachlichen Urteil überlassen.

Neu: Campus-Lizenz für ZOOM 

In Anbetracht der Corona-Krise hat die Universität Zürich eine Campus-Lizenz für ZOOM erworben, einem Online-Service für Videokonferenzen. Damit soll insbesondere der Lehre ermöglicht werden, bei Bedarf Vorlesungen und Seminare durchzuführen. ZOOM kann auch für Veranstaltungen mit öffentlichem Charakter verwendet werden. Der Service dient als Ergänzung zu Microsoft Teams, welches UZH-Angehörigen seit Mitte März zur Verfügung steht. Bitte beachten Sie die Hinweise der Zentralen Informatik zur Registrierung, Installation und angemessenen Verwendung von ZOOM: Zentrale Informatik – Support

Neu: Teaching Tools

Um Ihre Lehre schnellstmöglich auf digitale Formate umzustellen, stellt Ihnen das Prorektorat Lehre und Studium die zentrale Onlineplattform «Teaching Tools» zur Verfügung. Sie beinhaltet konkrete technische und didaktische Tipps und Anleitungen sowie Auswahlhilfen für Applikationen und Formate für Ihre Lehre. Wenn Sie sich mit Ihren eigenen Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen beteiligen wollen, können Sie diese via Rückmeldungs-Template der Hochschuldidaktik zukommen lassen und einen Beitrag zur gegenseitigen Unterstützung leisten.

3. Studierende über digitales Angebot informieren

Wir haben die Studierenden zeitgleich über unseren Entscheid informiert und darauf vorbereitet, dass die Umstellung auf digitalen Unterricht einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Wir bitten Sie aber, die Studierenden zeitnah darüber zu informieren, wie und wo sie zu Ihren Lehrinhalten gelangen.

4. Neu: Stornierung von Fehlversuchen

Alle Module, die im Frühlingssemester 2020 mit einem Fehlversuch abgeschlossen werden, werden storniert.

5. Stornofenster für gebuchte Veranstaltungen

Die Universitätsleitung hat zudem beschlossen, dass im laufenden Semester ein «Stornofenster» eingerichtet wird. Studierende können sich in der Frist vom 4. bis 17. Mai 2020 ohne Angabe von Gründen von Modulen abmelden. Damit müssen sie die Prüfungsleistung nicht erbringen, wenn sie sich angesichts der besonderen Umstände dazu nicht in der Lage sehen. Davon ausgeschlossen sind Module, die in diesem Semester bereits abgeschlossen wurden. Auch in diesen Modulen werden Fehlversuche aber Ende Semester storniert.

6. Prüfungsstoff frühzeitig kommunizieren

Obwohl wir heute noch nicht sagen können, wie sich die Situation entwickeln wird, bitten wir Sie deshalb insbesondere, den jeweiligen Prüfungsstoff bzw. die Anforderungen für den Leistungsnachweis vor der Öffnung des Stornofensters schriftlich zu definieren und den Studierenden zu kommunizieren, damit diese einen fundierten Entscheid fällen können.

7. Bibliotheken für Berechtigte weiterhin zugänglich

Dozierende haben mit Schlüssel oder Badge weiterhin Zugang zu ihren Bibliotheken. Bitte beachten Sie, dass Badge-Zutritte ggf. beantragt werden müssen (Kontakt via Ihre Bibliothek).
Coronakrise – Angebote der UZH Bibliotheken

8. Fakultätsspezifische Supportstruktur wird aufgebaut

Die Dekanate sind bemüht, die fakultätsspezifisch angemessene Supportstruktur aufzubauen, um Ihnen direkte Unterstützung zu bieten.

9. Internationale Dienstreisen sind untersagt

Internationale Dienstreisen im Namen der UZH sind ab sofort grundsätzlich untersagt. Ausnahmen für zwingend notwendige Dienstreisen sind möglich, müssen jedoch durch die Dekane bzw. Dekanin oder das zuständige Universitätsleitungsmitglied bewilligt werden. Wir raten allen UZH-Angehörigen, die ein Praktikum oder einen Forschungsaufenthalt im Ausland beabsichtigen, bis auf Weiteres davon abzusehen.

Wir sind uns der Tragweite dieser einschneidenden Massnahme bewusst und wissen, was sie Ihnen und allen unseren Studierenden abverlangt. Aber wir können dieser besonderen Situation nur mit aussergewöhnlichen Massnahmen begegnen.

Wir schätzen Ihr Engagement ausserordentlich und bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für Ihre Kooperation und für den ausserordentlichen Einsatz.