FAQ

Häufig gestellte Fragen:

1. Werden sämtliche Bibliotheken an der UZH organisatorisch zusammengeführt oder gibt es Ausnahmen?

Alle Bibliotheken werden unter dem Dach der Universitätsbibliothek (UBZH) zusammengeführt. Die organisatorische Zusammenführung ist von der Standortfrage unabhängig: Es wird eine Organisation geben, aber nicht ein Bibliotheksgebäude.

2. Werden die Dienstleistungen der zukünftigen Universitätsbibliothek geringer sein als die heutigen meiner Institutsbibliothek?

Nein. Der Dienstleistungskatalog der Universitätsbibliothek Zürich soll sogar erweitert werden.

In Innovationsbereichen gilt dies insbesondere für den Bereich Publikationsunterstützung, Forschungsdatenmanagement, Unterstützung bei Big Data Analysen und technologischen Weiterentwicklungen. Im Kerngebiet der Bibliothek sollen grössere Bibliotheksstandorte verbesserte Öffnungszeiten mit fachspezifischer Beratung und Kursen zur Förderung der Informationskompetenz bieten. Zudem soll die UBZH über eine gut ausgebaute E-Library, eine gepflegte Buchsammlung vor Ort sowie über mehr Arbeitsplätzen für Studierende (einschliesslich Sonderöffnungszeiten in Prüfungsphasen) verfügen. Neue Einzelservices für alle UZH Angehörigen wie z.B. kostenloser zentral organisierter Dokumentenlieferdienst sollen eingeführt werden.

3. In welchem Verhältnis wird die Universitätsbibliothek organisatorisch zur Zentralbibliothek (ZB) stehen?

Die UBZH ist eine UZH-Einheit, während die ZB eine eigenständige Stiftung ist. Beide sind für die Informationsversorgung der UZH verantwortlich. Die Details der Zusammenarbeit werden im Hauptprojekt geregelt. Die geregelten und vereinbarten Zuständigkeiten der beiden Institutionen führen zu besseren bibliothekarischen Dienstleistungen für die UZH-Angehörigen.

4. Was wird sich für die Bibliothekarinnen und Bibliothekare ändern?

Die Digitalisierung öffnet neue Horizonte. Die Bibliothekarinnen und Bibliothekare werden Lotsen in der Medienflut sein. Sie müssen den Überblick behalten angesichts der Vielfalt an Informationen und Medien. Sie müssen neue Wege zur Unterstützung der Wissenschaft zu beschreiten. Die Aufbereitung von Quellen ist eine der grossen Herausforderungen.

Aus diesem Grund wird der Weiterbildung des Bibliothekspersonals viel Gewicht beigemessen. Nicht Reduktion, sondern Förderung des Bibliothekpersonals ist das Ziel.

Das Bibliothekspersonal wird künftig in grösseren Teams arbeiten und einen intensiven Austausch untereinander pflegen. Es wird möglich sein, sich mit neuen Arbeitsgebieten intensiv auseinanderzusetzen. Es werden neue Karrieremöglichkeiten mit Entwicklungspotenzial geschaffen.

5. Was bedeutet die Einführung einer Universitätsbibliothek Zürich für die Forschenden und die Lehrenden?

Die Forschenden und Lehrenden werden mittelfristig auf Bibliotheken treffen, die ihnen zusätzliche Services bieten, insbesondere im Bereich der Publikationsunterstützung sowie im Forschungsdatenmanagement, ohne die traditionellen Services zu vernachlässigen. Die Fächer werden keine Einbussen bzgl. ihrer Medien erfahren. Im Gegenteil: der Erwerbungskredit könnte sogar erhöht werden. Die Fächer werden auch zukünftig darüber entscheiden, welche Bücher angeschafft werden.

6. Was bedeutet die Einführung einer Universitätsbibliothek Zürich für die Studierenden?

Als Konsequenz der räumlichen Konsolidierungsprozesse werden einzelne Bibliotheksstandorte zu grösseren Standorten zusammen gezogen. Die konsolidierten Standorte mit Fachclustern sind offen für fachidentitätsbildende Raumgestaltungen. Insgesamt werden zusätzliche Studierendenarbeitsplätze geschaffen. Diese wiederum werden unterschiedliche Arbeitssettings ermöglichen. Die Bibliotheken werden über längere Öffnungszeiten verfügen.

 

Das Medienangebot vor Ort wird auch auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt sein. Die Studierenden werden durch Kursangebote in ihrer Recherchekompetenz unterstützt.

7. Gibt es weiterhin eine Freihandbibliothek im «FORUM UZH»?

Es wird im «Forum UZH» (Neubau im zukünftigen Hochschulquartier) grosse Freihandbestände geben. So ist der direkte Zugriff auf Bücher für wissenschaftliche Arbeiten oder das Stöbern am Regal weiterhin gewährleistet. Wie genau das Verhältnis von Freihandbestand und Raum für Arbeitsplätze und Begegnungsorte gestaltet wird, ist zum Zeitpunkt des Vorprojekts noch nicht genau festgelegt.

8. Weiss man heute schon, ob und in welchem Grad die Freihandbestände insgesamt reduziert werden?

Das lässt sich im Rahmen des Vorprojekts noch nicht sagen. Bei Bibliothekszusammenführungen wird die Bestandesbereinigung mit den betroffenen Fächern besprochen.

Viele Monographien, verschiedene Auflagen von Standardwerken, Lexika und Zeitschriften sind im Moment – bedingt durch die vielen verschiedenen Standorte der Seminare und Institute – mehrfach vorhanden. Wenn die Institutsbibliotheken zusammengeführt werden, ist es nicht nötig, all diese Mehrfachexemplare in einer Freihandbibliothek aufzustellen. Ist der Bedarf danach jedoch gross, wird auch flexibel darauf reagiert werden.

9. Um welchen Faktor wird der Anteil jener Bücher bzw. Medien wachsen, die nicht mehr in Freihandbibliotheken verfügbar sein werden?

Das lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

10. Ist die räumliche Nähe der Institute zur jeweiligen Fachbibliothek weiterhin gewährleistet?

Im Rahmen der Standortkonzentration werden Institute, Seminare und ihre Bibliotheken in den neuen Universitätsgebäuden zusammengeführt. Die räumliche Nähe zu den Beständen der einzelnen Fachbereiche bleibt also bestehen.

11. Können Institute weiterhin selbst bestimmen, welche Bücher in Zukunft angeschafft werden?

Die Auswahl wird weiterhin von den Verantwortlichen der Disziplinen, den Forschenden oder Fakultäten zusammen mit dem Bibliothekspersonal getroffen. Es ist unbestritten, dass die Nähe zu den Forschenden und Studierenden – und damit auch das Wissen um deren Bedürfnisse – den Erfolg einer Bibliothek ausmacht. Bei der organisationalen Zusammenführung zur UBZH wird darauf geachtet, diese Entscheidungsstrukturen beizubehalten.

12. Welches sind die nächsten Schritte?

Die Vernehmlassung ist abgeschlossen, der entsprechende Ergebnisbericht liegt vor. Auf Basis des Ergebnisberichts und des parallel zur Vernehmlassung entstandenen Fachgutachtens entscheiden Universitätsleitung und Universitätsrat über das weitere Vorgehen und setzen bis Juli 2019 die Rahmenbedingungen für das Hauptprojekt fest. Anschliessend soll der entsprechende Projektauftrag erarbeitet werden.

13. Steht das Bibliotheksprojekt im Widerspruch zu den Zielen von Governance 2020+?

Das Bibliotheksprojekt ist nicht Teil des Programms Governance 2020+. Das Programm Governance 2020+ hat neben der Stärkung der Fakultäten durch systematische Kompetenzverlagerung die Neuausrichtung der Universitätsleitung zur strategischen Führung und Weiterentwicklung der UZH zum Ziel. Dadurch werden die fakultätsübergreifenden Funktionen der UL-Bereiche gestärkt, nämlich: strategische Bereichsführung, Aufsichtsfunktion und Dienstleistungen für die Fakultäten.
Es besteht Konsens, dass für die Informationsversorgung der Fakultäten und Institute die digitalen Services künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Dienstleistungen, die sich zentral effizienter organisieren lassen, werden sinnvollerweise für alle Fakultäten zentral gesteuert und angeboten.

13. Steht das Bibliotheksprojekt im Widerspruch zu den Zielen von Governance 2020+?

Das Bibliotheksprojekt ist nicht Teil des Programms Governance 2020+. Das Programm Governance 2020+ hat neben der Stärkung der Fakultäten durch systematische Kompetenzverlagerung die Neuausrichtung der Universitätsleitung zur strategischen Führung und Weiterentwicklung der UZH zum Ziel. Dadurch werden die fakultätsübergreifenden Funktionen der UL-Bereiche gestärkt, nämlich: strategische Bereichsführung, Aufsichtsfunktion und Dienstleistungen für die Fakultäten.
Es besteht Konsens, dass für die Informationsversorgung der Fakultäten und Institute die digitalen Services künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Dienstleistungen, die sich zentral effizienter organisieren lassen, werden sinnvollerweise für alle Fakultäten zentral gesteuert und angeboten.

14. Wer bestimmt im neuen System welche Bücher gekauft werden? Wie können die Forschenden ihre Buchwünsche anbringen?

Die Bibliothek hat den Auftrag, das Informationsbedürfnis der Forschenden und Studierenden zu erfüllen. Forschende und Studierende können direkt Buchwünsche der Bibliothek zukommen lassen. Eine andere Variante ist, dass die Forschenden die Bibliothek beauftragt, Medien zu einem bestimmten Sammelgebiet zu erwerben. Beide Verfahren werden bereits heute praktiziert. In der Bibliothek sind die liasion librarians vor Ort für den Dialog mit den Forschenden und Studierenden zuständig. Forschende besprechen mit den liasion librarians, welche Sammelschwerpunkte in welcher Erwerbungstiefe in der Bibliothek gepflegt werden sollen.
Entsprechend wird es – wie schon heute – keine einheitliche Lösung geben. In einigen Fächern wollen die Forschenden dies selbst bestimmen und in anderen Fächern ist diese Aufgabe vollständig ans Bibliothekspersonal delegiert.

15. Wer sitzt in diesem Bibliotheksboard und wie viel Einfluss nimmt das Board auf die täglichen Abläufe in den Bibliotheken?

Die Zusammensetzung des Bibliotheksboards ist zentral für das Funktionieren der UBZH und muss gut durchdacht sein. Die Klärung, wer im Bibliotheksboard Einsitz nehmen wird, ist wird deshalb im Hauptprojekt intensiv diskutiert und geklärt.
Fest steht, dass sämtliche Fakultäten und Stände (und damit auch die Studierenden) im vertreten sein sollen.
Bei Fakultäten, deren Institute sehr unterschiedliche Anforderungen an die Bibliotheken haben, wie z.B. in der Philosophischen Fakultät, sollen mehrere Personen Einsitz nehmen können, um die Diversität abzubilden.