Leid-Bilder. Die Passionsgeschichte in der Kultur

Ringvorlesung der Kommission UZH Interdisziplinär (UZH-i)

Die Passion Christi als zentrale Narration der Evangelien wurde und wird noch heute in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft weltweit rezipiert und mit vielfältigen Medien in unzähligen Versionen nacherzählt. Die interdisziplinäre Ringvorlesung der Universität Zürich setzt sich mit der Rezeptionsgeschichte der Passion im Film auseinander.
Filme, die das Leiden Christi darstellen, lehnen sich nicht nur stark an die Tradition der Evangelien an, sondern nehmen auch die Rezeptionsgeschichte auf. Neben Passionsspielen werden entsprechend Darstellungen der bildenden Kunst, musikalische Umsetzungen oder Theaterstücke filmisch adaptiert. Die Passionsfilme reflektieren zentrale Themen des Lebens. So werfen manche einen kritischen Blick auf Religion, Gesellschaft, Ökonomie oder Machtstrukturen. Andere setzen sich mit dem Leiden von Unschuldigen, mit Selbstopferung und Hingabe oder gar mit dem Wahnsinn auseinander.
Der filmische Blick auf die Passion dient in der Ringvorlesung als Fenster zur Rezeptionsgeschichte eines bedeutenden kulturellen Phänomens, das aus der Perspektive verschiedener Disziplinen im Dialog von jeweils zwei Fachpersonen dargelegt und anschliessend mit dem Publikum diskutiert wird.