Griechische und Lateinische Philologie / Altertumswissenschaften

Was sind Philologie und Altertumswissenschaften?

Das Wort 'Philologie' stammt aus dem Griechischen (phílos und lógos, wörtlich «Liebe zur Sprache») und wird heute als Begriff für «Sprach- und Literaturwissenschaft» verwendet. Die Griechische Philologie beschäftigt sich mit der auf Altgriechisch erhaltenen Literatur von Homer bis zur Spätantike, die Lateinische primär mit den literarischen Zeugnissen der römischen Antike. Beide Philologien zusammen werden wegen ihrer bis heute andauernden Nachwirkung auch 'Klassische Philologie‘ genannt. Die Altertumswissenschaften bieten ein interdisziplinäres Studienprogramm an, das sich der Erforschung des gesamten griechisch-römischen Mittelmeerraumes widmet. Dabei werden philologische mit historischen, archäologischen, philosophischen, religionswissenschaftlichen und weiteren Interpretationsansätzen verknüpft.

Wann sind Sie bei uns richtig?

Der Fachverein unserer Studierenden sagt dazu:

Absolut zentral für das Studium der Klassischen Philologie bzw. der Altertumswissenschaft ist das Interesse an der Antike und deren Kultur. Das Studium erfordert analytisches Denken, Sprachkompetenzen im jeweiligen Fachbereich (z.B. Latein für die Latinistik), Durchhaltevermögen, Begeisterungsfähigkeit für die fachspezifischen und fächerübergreifenden Inhalte und effizientes Textverständnis. Das Übersetzen antiker Texte ist ein zentraler Aspekt des Studiums.

Die Studierenden sollten daher Interesse für genaue Text- und Kontextanalysen, für Kultur in all ihren Erscheinungsformungen sowie allgemein für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Studienobjekt mitbringen. Die Studierenden diskutieren gerne im Plenum über Texte, kulturelle Hinterlassenschaften und Themen aus der Geschichte, Philosophie und Kulturwissenschaft. Dabei ist die Begeisterung fürs Lesen und die Auseinandersetzung mit dem Inhalt, sei er literarisch, historisch oder theologisch, unerlässlich.

Die Methoden umfassen je nach Fachbereich (Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Archäologie, Geschichte, Theologie, Juristik, Philosophie) verschiedene Vorgehensweisen, mit denen man sich dem Studienobjekt annähern kann. In den meisten Fällen setzt man sich mit den Primärquellen (z. B. eine antike Rede) und Sekundärquellen (z. B. ein philologischer Kommentar zur Rede) auseinander. Dies bedeutet, dass man viel Zeit in die Lektüre von Aufsätzen, Lexika und Büchern im Allgemeinen stecken muss. Dabei erwerben die Studierenden auch Recherchekompetenzen und können mit den digitalen Hilfsmitteln wie Online-Lexika oder Textdatenbanken umgehen.

Was lernen Studierende im Studium?

Der Fachverein unserer Studierenden sagt dazu:

Die Studierenden erwerben und erlernen im Studium vielfache Fähigkeiten. Nebst dem Spracherwerb und der Vertiefung in den Klassischen Sprachen erlaubt das interdisziplinäre Angebot der Klassischen Philologie bzw. Altertumswissenschaften eine breite Wissensaufnahme über die Antike und deren Kulturen. Wiederum ist die geisteswissenschaftliche Auseinandersetzung, die kulturelle Zusammenhänge untersucht, Sinnstrukturen ermittelt sowie Verstehens- und Wahrnehmungsweisen ergründet, von grosser Relevanz.

Obwohl die Geisteswissenschaften gemäss einer verbreiteten Auffassung keine direkten wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Leistungen zu erbringen vermögen, befähigt dieses Studium – mittels Reflexion über Kultur, Geschichte und Gesellschaft der Vergangenheit – die Gegenwart und die Zukunft (mit ihren Interdependenzen, Verflechtungen und Pluralisierung) besser zu verstehen und zu deuten. Denn jeder Blick in die Vergangenheit birgt die Möglichkeit, für jetzt und morgen zu lernen. Ausserdem wird wie in allen geisteswissenschaftlichen Studiengängen analytisches Denken, kritisches Hinterfragen und ein sensibilisierter Umgang mit Sprache erlernt und gepflegt.