Lehrpreis

Aktuell

Die Universität Zürich verleiht den diesjährigen «Credit Suisse Award for Best Teaching» an Frau Prof. Dr. Greta Patzke, Professorin für Anorganische Chemie an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät für ihre Lehre, die Studierende zum selbständigen Lernen inspiriert.

Laudatio

Prof. Dr. Greta Patzke begeistert die Studierenden mit ihrer Leidenschaft, ihrem Enthusiasmus und ihrem ausserordentlichen Engagement für die Welt der Chemie, so die Begründungen der Studierenden für die Nomination «ihrer» Professorin zur Lehrpreisträgerin 2017. Ihre Art zu lehren und ihre Begeisterung regen die Studierenden an, sich auch ausserhalb des zu lernenden Stoffes mit der anorganischen Chemie auseinanderzusetzen, Alltagsgegenstände und -prozesse zu analysieren und sie auf diese Weise zu verstehen. Sie ermuntert dazu, Lerninhalte miteinander zu verknüpfen, sie in wirtschaftliche und politische Zusammenhänge zu stellen und sie so kritisch zu hinterfragen.

Mit Anekdoten und Geschichten aus dem Chemikerinnen-Alltag gewinnt Prof. Greta Patzke die ganze Aufmerksamkeit des Hörsaals für die von Studierenden als «trockenen» bezeichneten Inhalte der anorganischen Chemie. Dies gelingt ihr selbst bei denjenigen, die der Chemie eher abgeneigt sind: «Ich machte in diesem Modul so schnell Fortschritte, wie ich es mir während meiner ganzen Mittelschulzeit nicht auszudenken getraut habe», so eine Studierendenstimme.

Greta Patzke ist aber nicht nur eine Professorin mit einem grossen Wissen und einer offenkundigen Passion für die anorganische Chemie, mit der es ihr gelingt, Studierende zu motivieren, mit ihrer Begeisterung anzustecken und neugierig zu machen, sie ist auch – so die Studierenden – eine authentische, offene und humorvolle Person: Eine Dozentin, bei der es sich lohnt, jede Vorlesung zu besuchen.


Warum ein Lehrpreis an der UZH?

Die Universität Zürich legt grossen Wert auf die Qualität in der Lehre. Mit dem Lehrpreis, der 2007 zum ersten Mal verliehen wurde, will sie eine breite und vertiefende Diskussion über verschiedene Gesichtspunkte der Qualität in der Lehre etablieren. Der Lehrpreis beleuchtet deshalb verschiedene Aspekte, die gute Lehre ausmachen: Jedes Jahr wird für die Preisvergabe ein anderer Schwerpunkt gewählt. Der Preis ist mit Fr. 10'000.- dotiert und wird von der Jubiläumsstiftung der Credit Suisse gestiftet, weshalb er auch den Namen "Credit Suisse Award for Best Teaching" trägt.

Wie verlaufen die Nomination und das Auswahlverfahren?

Die Preisvergabe erfolgt in der Regel anhand eines dreistufigen Verfahrens: In der ersten Phase werden mögliche Preisträgerinnen und Preisträger in einer Online-Umfrage durch die Studierenden nominiert. Die Umfrage wird in Zusammenarbeit mit der Hochschuldidaktik und der Abteilung Kommunikation durchgeführt und findet jeweils im Februar statt.

Im Anschluss werden in einer zweiten Stufe die eingegangenen Studierendenvoten von der Hochschuldidaktik statistisch ausgewertet. Mittels Berechnung der relativen Stimmenzahlen erhalten so auch Fächern bzw. Lehrveranstaltungen und damit Dozierende mit kleinen Studierendenzahlen eine Chance mit dem Lehrpreis ausgezeichnet zu werden.

Anhand der so ermittelten Liste mit den zehn am relativ häufigsten nominierten Lehrenden wird die Lehrpreisträgerin / der Lehrpreisträger in einer dritten Phase von einer Jury, bestehend aus drei Vertreterinnen und Vertreter des VSUZH, dem  Prorektorin Geistes- und Sozialwissenschaften sowie einer Vertretung der Hochschuldidaktik, bestimmt. Ausschlaggebend hierbei ist vor allem die Qualität der offenen Begründungen, welche von den Studierenden zu Gunsten ihrer Wunsch-Preisträgerin /ihres Wunsch-Preisträgers abgegeben wurden: Treffen diese das  diesjährige Thema? Zeigen sie eine gewisse Vielfalt der Lehre der/des Nominierten in Bezug auf dieses Thema auf? Das Gremium nominiert die Gewinnerin oder den Gewinner des Lehrpreises zu Handen der Universitätsleitung.

Wann erfahre ich den Namen der Preisträgerin oder des Preisträgers?

Die Verleihung des "Credit Suisse Award for Best Teaching" findet jeweils am Dies academicus im April statt.

Auch werden Sie via UZH-Medien und -Homepages sowie IBIS-Screens über die Wahl der aktuellen Preisträgerin oder des aktuellen Preisträgers informiert.