Wahrnehmung im Alter und des Alterns

Ringvorlesung des Zentrums für Gerontologie (ZfG)

«Wahrnehmung im Alter» verweist zunächst auf die klassischen fünf Sinne Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Wie verändern sich diese Sinne beim Altern und wie wirken sich die Veränderungen auf die Alltagsbewältigung, die Leistungsfähigkeit und auf das Wohlbefinden aus? Lassen sich Verluste kompensieren, sei es durch Training oder mit technischen Hilfsmitteln?

Als sechster Sinn des Menschen wird häufig die «Intuition» genannt. Wenn wir darunter ein implizites Erfahrungswissen verstehen, könnten alte Menschen diesbezüglich gegenüber jüngeren einen Vorteil haben. Lassen sich Belege dafür finden? Oftmals auch intuitiv erfolgt das Erkennen von und Reagieren auf Emotionen bei anderen Menschen. Gibt es Altersunterschiede in dieser Fähigkeit? Wie können Betreuungspersonen Emotionen und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz erkennen?

Wahrnehmung und Alter verbinden sich auch in der Aufmerksamkeit auf die eigene Gesundheit und in der Krankheitseinsicht. Wie gehen alte Menschen etwa mit einer beginnenden Hirnleistungsschwäche um? Und wie wirken sich die eigene und die fremde Wahrnehmung des Alterns auf die Qualität der späten Lebensphase aus?

Solche Fragen stehen im Fokus der interdisziplinären Ringvorlesung. Sie richtet sich an Personen, die in einem gerontologischen Arbeitsfeld tätig sind oder tätig werden wollen, an Studierende aller Fächer sowie an alle an Altersfragen Interessierten.