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Politikwissenschaft

Was ist Politikwissenschaft?

Die Politikwissenschaft untersucht Prozesse der politischen Willensbildung, Fragen der Regierungstätigkeit, die Beziehungen zwischen staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren, die Beziehungen zwischen Staaten, sowie die Tätigkeit internationaler Organisationen.

Wann sind Sie bei uns richtig?

Politikwissenschaftler:innen sind neugierig auf politische Geschehnisse, ihre Vernetzungen und ihren Dynamiken. Ihr Interesse richtet sich auf ein Studium, das Zusammenhänge aufzeigt und hinterfragt. Sie haben Freude an komplexen Fragestellungen, oft über einzelne Disziplinen hinweg, und lesen und analysieren gerne komplexe Texte. Unsere Studierenden haben einen ausgeprägten Hang zur Selbstorganisation und sind kommunikativ. Sie haben gute schriftliche und mündliche Englischkenntnisse, da ein wichtiger Teil der Forschungsliteratur auf Englisch verfasst ist. Weil statistisch-mathematische Methoden zentral für die Datenerhebung und -analyse sind, haben unsere Studierenden auch gute mathematische Kenntnisse und generell Freude am Umgang mit Zahlen und Berechnungen sowie der dazu nötigen Software. Viele Studierende der Politikwissenschaft sind neugierig auf die Welt und möchten verstehen, wie Gesellschaft auch anders organisiert werden kann. Deshalb machen viele Politikwissenschaftler:innen Erfahrungen im Ausland, z.B. durch ein Austauschsemester.
Was also machen Politikwissenschaftler:innen gern? Lesen, schreiben, rechnen, präsentieren und sich intensiv mit Entscheidungen, Regeln und Systemen beschäftigen, die Menschen überall auf der Welt – und somit uns alle – betreffen.

Das sagen unsere Studierenden

«Politikwissenschaft habe ich primär aus Interesse an politischen Prozessen studiert. Vor allem die Internationalen Beziehungen und die Sicherheitspolitik waren ausschlaggebend. Während des Studiums habe ich dann gemerkt, dass mich auch Innenpolitik sehr interessiert. Was auch zu meiner Studienwahl beigetragen hat, war eine Broschüre über den langen Weg zum Frauenstimmrecht in der Schweiz. Ich begriff, was es bedeutete, dass all die Generationen von Frauen vor mir politisch überhaupt nicht mitbestimmen konnten. Für mich damals kaum zu fassen: Warum es dermassen lange gedauert hatte, bis ihr Kampf endlich zum Ziel führte!» Sharon Sue Siegenthaler

«Angefangen habe ich mit dem Bachelor in Volkswirtschaft in Bern und Politik im Nebenfach. Im Master habe ich dann vollständig zu Politik gewechselt, weil ich keinen Monomaster in VWL machen wollte, der war mir zu abstrakt. 
Künftigen Studierenden empfehle ich möglichst schon während des Studiums Berufserfahrung zu sammeln, zum Beispiel ein Praktikum zu machen. Einfach mal Einblicke in verschiedene Bereiche wagen. Vielleicht stellt man dann fest, etwas ist nicht so meins. Aber das ist ja auch eine wichtige Erkenntnis. Barjobs sind okay zum Geldverdienen und machen vielleicht Spass. Zum Einstieg in das spätere Berufsleben sind sie aber nicht unbedingt hilfreich.
Das Wichtigste was ich im Studium lernte, ist die logische Denkweise und strukturiertes Arbeiten. Es mag erstmal komisch sein, aber es hilft, sich eine Fragestellung zu überlegen und Hypothesen zu formulieren – auch wenn ich so natürlich nie einen Artikel schreiben würde.
Ich dachte phasenweise im Studium, dass ich gar nicht viel mehr weiss als am Anfang. Dann habe ich ein Tutorat für Erstsemestrige in Politischer Philosophie gegeben. Ich hatte extrem Angst vor deren Fragen. Doch dann habe ich gemerkt: Es gibt einen Unterschied, zwischen dem was eine Masterstudentin weiss und dem, was die fast fünf Jahre Jüngeren wissen.» Yvonne Debrunner