Zusatzqualifikation für den Unterricht an Berufsmaturitätsschulen

Allgemeines

Studierende, die fachspezifischen Unterricht an Berufsfachschulen, inklusive Berufsmaturität, lehren möchten, können die dafür notwendige «Berufspädagogische Zusatzqualifikation» im Rahmen des Wahlpflichtbereichs im Studiengang «Lehrdiplom für Maturitätsschulen» an der UZH erwerben. 
Ab HS21 kann die «Berufspädagogische Zusatzqualifikation» auch nachträglich absolviert werden.
Im Studiengang für das Unterrichtsfach «Wirtschaft und Recht» ist die Zusatzqualifikation in den Pflichtbereich integriert.

Elemente der «Berufspädagogischen Zusatzqualifikation»:

  • Nachweis über eine betriebliche Erfahrung (ausserschulische Tätigkeit) im Umfang von mindestens sechs Monaten Vollzeitbeschäftigung sowie
  • erfolgreiches Absolvieren der unten aufgeführten Module im Umfang von 300 Lern- stunden (10 ECTS).

Betriebliche Tätigkeit

Die sechsmonatige betriebliche Tätigkeit ist in der Studienordnung in den §§ 65-69 geregelt. Grundsätzlich gilt:

  • Für die berufspädagogische Zusatzqualifikation für den Unterricht an Berufsmaturitätsschulen umfasst die ausserschulische Tätigkeit sechs Monate bei einem Beschäftigungsgrad von 100 % gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. c BBV. Die sechs Monate können mehrere Arbeitsverhältnisse umfassen und aus Voll- und Teilzeitanstellungen zusammengesetzt sein. Die Anstellungen müssen insgesamt mindestens 900 Stunden (netto, ohne Ferien) umfassen.
  • Im Zusammenhang mit dem Erwerb der berufspädagogischen Zusatzqualifikation werden ausschliesslich betriebliche Tätigkeiten anerkannt.
    Nicht anerkannt werden:

a. Tätigkeiten wie beispielsweise Unterricht und/oder Betreuungstätigkeiten in pädagogischen Institutionen sowie weitere Erziehungserfahrungen (z. B. Pfadfinder, die Führung einer Vormundschaft oder pädagogische Tätigkeiten im Rahmen des Zivildienstes),
b. Familienarbeit sowie
c. der Besuch von Schulen und Kursen.

Der Nachweis über die betriebliche Tätigkeit erfolgt idealerweise vor dem Besuch der unten aufgeführten Module – bei der Variante während des Lehrdiploms spätestens aber bei der Anmeldung zur Diplomprüfung über das im Anmeldeformular integrierte Dokument – bei der Administration der Abteilung LLBM.

Module zur «Berufspädagogik»

Es müssen vier Module absolviert werden. Im Frühjahrssemester werden die Grundlagen der Berufspädagogik I und II angeboten. Im Frühjahrs- und im Herbstsemester findet das Modul Lehr- und Lernort Berufsfachschule statt. Diese Veranstaltungen greifen das Thema der Förderung und Unterstützung der Lernenden auf. Zudem werden die Sprach- und Sachfächer der Berufsmaturität und deren Lehr- und Lerninhalte thematisiert.

Ab FS 2020 findet das Modul Lehr- und Lernort I und II immer am Donnerstag statt!
 

Frühjahrssemester: Wahlpflichtbereich Erziehungswissenschaft
Grundlagen der Berufspädagogik I
Grundlagen der Berufspädagogik II
2 ECTS

2 ECTS
Mi 08:15-09:45

Mi 10:15-12:00
Prof. Dr. Philipp Gonon
 
Dr. Markus Maurer, Stefanie Dernbach
Herbst- und Frühjahrssemester: Wahlpflichtbereich Fachdidaktik
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 1
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 2
3 ECTS
 
3 ECTS
Do 08:00-09:45

Do 10:15-12:00
Anne Berger
 
Mascha Jakob
Unterrichtsfach «Wirtschaft und Recht»
Pflichtmodule im Frühjahrssemester
Grundlagen der Berufspädagogik I
Grundlagen der Berufspädagogik II
2 ECTS

2 ECTS
Mi 08:15-09:45

Mi 10:15-12:00
Prof. Dr. Philipp Gonon
 
Dr. Markus Maurer, Stefanie Dernbach
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 1: Fachdidaktik IV - Unterricht an Kaufmännischen Berufsfachschulen 3 ECTS
 
 
Fr 10:15-12:00
 

Dr. Nicole Tan-Hess,
Patrick Hunn
 
 

Pflichtmodul im Herbst- oder Frühjahrssemester
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 2 3 ECTS Do 10:15-12:00 Mascha Jakob

Bitte beachten: Die Zeiten können variieren, verbindlich sind die Angaben im Vorlesungsverzeichnis.

Abschluss

Wer die Berufspädagogische Zusatzqualifikation (BPZQ) im Rahmen des Studiengangs «Lehrdiplom für Maturitätsschulen» oder des Studiengangs «Erweiterungsdiplom über ein zusätzliches Unterrichtsfach» erwerben möchte und die oben aufgeführten Voraussetzungen erfüllt, vermerkt dies bei der Anmeldung zur Diplomprüfung «Lehrdiplom für Maturitätsschulen». Studierende mit Unterrichtsfach «Wirtschaft und Recht» sind automatisch für die BPZQ angemeldet.

Die vom SBFI anerkannte Bescheinigung über die berufspädagogische Qualifikation berechtigt zum Unterrichten in den entsprechenden Berufsmaturitätsfächern.
 

Hinweis für ETH-Lehrdiplomstudierende

Wer das Lehrdiplomstudium an der ETH absolviert, kann parallel dazu – oder ab HS21 auch nachträglich – die Berufspädagogische Zusatzqualifikation an der UZH erwerben: Die Module werden an der ETH angerechnet, das Abschlussdokument wird an der UZH ausgestellt.

Späterer Erwerb der Berufspädagogischen Zusatzqualifikation

Wer im Rahmen des Studiengangs «Lehrdiplom für Maturitätsschulen» oder des Studiengangs «Erweiterungsdiplom über ein zusätzliches Unterrichtsfach» das Zertifikat für die Berufspädagogische Zusatzqualifikation noch nicht erworben hat, kann ab HS21 mit dem Studiengang «Berufspädagogische Zusatzqualifikation» die dafür erforderlichen Module nachträglich absolvieren.
Dies ist – jeweils im Herbstsemester – auch an der Pädagogischen Hochschule Zürich anhand des Studiengangs Berufspädagogische Nachqualifikation möglich.