Aktuelles

Ankündigung und Programm: ABE-Forschungstag 2021

ABE-Forschungstag 2021
Mittwoch, 23. Juni 2021, 08:30–18:30 Uhr
Institut für Erziehungswissenschaft, Freiestrasse 36, 8032 Zürich, Raum D 20


Der ABE-Forschungstag bietet die Gelegenheit, Qualifikations- und Forschungsarbeiten vorzustellen und zu diskutieren, die am Lehrstuhl Ausserschulische Bildung und Erziehung geplant und umgesetzt werden. Präsentiert und diskutiert werden konzeptionelle Fragen, Probleme oder Entscheidungen in Hinblick auf die empirischen Forschungsprozesse (z. B. Zugang zum Untersuchungsfeld, Sampling, Methodenwahl), empirische Materialen und Analysen, erste Ergebnisse oder Fragen der Ergebnispräsentation. Eingeladen sind alle, die an unseren Forschungsarbeiten und gemeinsamen Diskussionen interessiert sind. Für einen gemeinsamen Mittagsimbiss ist gesorgt.

Programm: ABE-Forschungstag 2021 (PDF, 26 KB)

 

Ankündigung: Internationale Fachtagung "Peerbeziehungen im Jugendalter" 28./29.10.2021

Internationale Fachtagung: Peerbeziehungen im Jugendalter
28.–29.10.2021, Universität Zürich, Institut für Erziehungswissenschaft,
Lehrstuhl für Ausserschulische Bildung und Erziehung

Organisation: Giovanna Hartmann Schaelli & Silke Jakob
unter Mitarbeit von Viviane Eggenberger

Call for Papers (beendet!)
Peerbeziehungen sind im Jugendalter von besonderer Bedeutung. Sie gelten für Jugendliche als wichtiger Sozialisationskontext sowie als bedeutendes soziales und emotionales Kapital im Sinne von „social support“, „well-being“ und „belonging“. In der Jugendforschung wird hervorgehoben, dass sich Peers wechselseitig bei der Bewältigung von Entwicklungsanforderungen und Problemen unterstützen. Peerbeziehungen helfen Jugendlichen, Autonomie und soziale Kompetenzen zu entwickeln, soziale Interaktionen zu gestalten und eigene Kommunikationsmodi auszubilden. Als sozialer Experimentierraum ermöglichen sie das Bilden, Infragestellen und Negieren von Werten und Normen, wobei sich Jugendliche über diese Identifikations- und Abgrenzungsprozesse in der Gesellschaft positionieren. Zudem unterstützen Peers die Identitätsbildung, indem sie sich gegenseitig Entwicklungsimpulse geben, Orientierungen bieten, Unterstützungen leisten, den Selbstwert stärken und emotionalen Rückhalt geben.
Im Forschungsdiskurs wird aus einem interaktionistischen Verständnis den Jugendlichen bei der Herstellung und Gestaltung ihrer Peerbeziehungen eine aktive Rolle zugesprochen, wobei ein Wechselverhältnis von strukturellen Gegebenheiten, individuellen wie auch kollektiven Gestaltungsmöglichkeiten hervorgehoben wird. Dies bringt in seiner Dynamik verschiedene soziale Praktiken hervor und kann für Jugendliche von unterschiedlicher Bedeutung sein. Sowohl die soziale Praxis der Beziehungsherstellung und -gestaltung als auch die den Peerbeziehungen zugeschriebenen subjektiven Bedeutungen verändern sich in der Jugendphase. Sie durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen und werden auf individuelle Weise von den Jugendlichen reflektiert.
Obwohl Peerbeziehungen zunehmend in den Fokus sozialwissenschaftlicher Forschung gerückt sind, lassen sich verschiedene Forschungsdesiderate benennen: So sind beispielweise die subjektiven Bedeutungen, die Jugendliche ihren Peerbeziehungen zuordnen, sowie peerspezifische soziale Praktiken bislang empirisch kaum untersucht worden. Auch über die Entwicklungsverläufe von Peerbeziehungen, ihre Transformationen und ihre Abbrüche ist bislang wenig bekannt.
An diesen Standpunkten und Desideraten der Peerforschung setzt die Tagung an. Im Fokus stehen die sozialen Praktiken der Konstitution und Gestaltung von Peerbeziehungen, wie auch die subjektiven Perspektiven, Deutungen und Erfahrungen von Jugendlichen in Hinblick auf ihre Peerbeziehungen. Es stellen sich u. a. folgende Fragen, die in den Beiträgen aufgegriffen werden können:
-    Welche Beziehungskonstellationen lassen sich im Jugendalter ausmachen? Inwiefern lassen sich bspw. Freundschaftsbeziehungen unter Jugendlichen rekonstruieren? Wie lassen sich Freundschaftsbeziehungen von anderen Peerbeziehungen abgrenzen?
-    Wie erleben Jugendliche ihre Peerbeziehungen? Inwiefern sind Jugendliche relevant füreinander?
-    Wie werden Peerbeziehungen im Jugendalter hergestellt, gestaltet und gelebt? Welche Differenzkategorien sind charakteristisch für diese Beziehungen?
-    Welche (sozialen, individuellen, strukturellen oder entwicklungsbezogenen) Bedingungen prägen die Art und Weise, in der Jugendliche in Beziehung zueinander treten? Welche Rolle spielen für Jugendliche beispielsweise der kulturelle Hintergrund, das Alter bzw. Altersdifferenzen oder das Geschlecht für die Ausgestaltung von Peerbeziehungen?
-    Sind die aktuellen sozialen und technologischen Entwicklungen während Zeiten der Covid-19-Pandemie bedeutsam für die Peergroups Jugendlicher? Inwiefern haben sie Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung und welche Bedeutung schreiben Jugendliche ihren Peerbeziehungen innerhalb dieser Zeit zu?
Die Tagung bietet die Möglichkeit, aktuelle empirische Ergebnisse, methodische und methodologische Herausforderungen und theoretische Konzepte zur Diskussion zu stellen. Wir freuen uns über Abstracts im Umfang von ca. 300 Wörtern, die bis zum 09.04.2021 per Mail an Viviane Eggenbeger eingereicht werden können. Die Auswahl der Beiträge erfolgt bis zum 01.05.2021.
Eine Präsenzveranstaltung wird angestrebt. Im Falle von noch geltenden Covid-19-Schutzmassnahmen oder anderweitigen Einschränkungen wird die Tagung online durchgeführt.

Call for Papers: Internationale Fachtagung "Peerbeziehungen im Jugendalter" 28./29.10.2021 (PDF, 46 KB)