FAQ

Allgemeine Fragen zur Reform

Wie ist das genau mit der "Streichung" der Fehlversuche im Übergang? (ergänzt am 18.06.2021)

Aufgrund von Fehlversuchen, die im FS21 und früher erlangt werden/wurden, erfolgen endgültige Abweisungen gemäss den bis und mit FS21 geltenden Rahmenverordnungen (vgl. z.B. § 38 RVO betr. Bachelor- und Masterstudiengang der RWF).

Im FS21 und zuvor erlangte Fehlversuche werden ab HS21 nicht mehr berücksichtigt, wenn sie nicht dazu führen (oder bereits dazu geführt haben), dass die zulässige Anzahl Fehlversuche überschritten ist, bei einem Pflichtmodul die Wiederholungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind oder die Anforderungen eines Wahlpflichtpools nicht mehr erfüllt werden können.

Dass die Fehlversuche nicht mehr berücksichtigt werden, bedeutet, dass die Studierenden ohne Fehlversuche ins HS21 starten und ihnen somit alle Wiederholungsmöglichkeiten für das Absolvieren der Module nach neuer Ordnung zur Verfügung stehen. Bezüglich der nach neuer Ordnung festgelegten Fehlversuchsmaxima beginnt die Zählung bei null.

(Studierende, die im FS21 einen Leistungsnachweis absolvieren, bei welchem ein Nichtbestehen zu einer endgültigen Abweisung führen würde, wissen natürlich erst, wenn das Resultat vorliegt, ob eine endgültige Abweisung erfolgen wird oder sie ihr Studium fortsetzen können.)

Bei allen, die das Studium im HS21 fortsetzen, werden nur nicht bestandene Leistungsnachweise von Modulen nach neuer Ordnung als Fehlversuche gewertet. Das Nichtbestehen einer im HS21 letztmals angebotenen Assessmentprüfung nach alter Ordnung (vgl. weiter unten) bleibt folglich unberücksichtigt.

Die erlangten Fehlversuche sind, auch wenn sie bezüglich Wiederholungsmöglichkeiten bzw. Fehlversuchsmaxima nicht mehr berücksichtigt werden, weiterhin im Leistungsausweis ersichtlich.

Gibt es nach dem FS21 noch eine Möglichkeit, mehr als eine Bachelor- bzw. Masterarbeit zu schreiben? (publiziert am 20.04.2021)

Ab HS21 ist die Bachelorarbeit ein Pflichtmodul des Bachelorstudiengangs, die Masterarbeit ein Pflichtmodul des Masterstudiengangs (§ 38 Abs. 1 RVO RWF, § 43 Abs. 1 RVO RWF).

Es ist nicht zulässig, ein Pflichtmodul in einem Semester zweimal zu buchen. Ein bestandenes Pflichtmodoul kann kein weiteres Mal absolviert werden.

Da die Anerkennung einer nicht an der UZH erbrachten Bachelor- oder Masterarbeit ausgeschlossen ist (vgl. § 45 Abs. 2 lit. b RVO RWF), ist es ausserdem nicht möglich, eine an einer anderen universitären Hochschule geschriebene Bachelor- oder Masterarbeit an den Abschluss des UZH-Studiengangs anrechnen zu lassen.

Ab HS21 ist es folglich so, dass es keine Möglichkeit gibt, an der RWF mehr als eine Bachelor- und eine Masterarbeit zu schreiben. Eine an einer anderen Universität geschriebene Bachelor- oder Masterarbeit wird nicht anerkannt und erscheint somit auch nicht im Academic Record.

Ich erfülle alle Voraussetzungen, um im Übergang Wahlfreiheit zu haben. Muss ich trotzdem in den neuen Studiengang wechseln? (publiziert am 03.06.2021)

Alle Studierenden werden mit Beginn des HS21 der neuen Ordnung unterstellt. Für alle erfolgt somit ein Wechel in einen Studiengang nach neuer Ordnung. Die für vom Übergang betroffene Studierende geltenden Abweichungen von der neuen Ordnung sind in den Übergangsbestimmungen der neuen Erlasse geregelt, so beispielsweise die Wahlfreiheit (vgl. § 59 RVO RWF, §§ 47 ff. StudO RWF).

Gehen mir durch die Studienreform ECTS Credits verloren?

Nein, ECTS Credits gehen durch die Reform nicht verloren. Die vor dem Wechsel durch erfolgreich absolvierte Module erzielten ECTS Credits werden nach der Reform im selben Umfang angerechnet (Anzahl ECTS Credits gemäss alter Studienordnung).

Beispiel 1: Das nach altem Recht erfolgreich absolvierte Modul «Strafrecht I» (AT, BT I) wird mit 15 ECTS Credits angerechnet, auch wenn für das entsprechende Modul nach neuem Recht 12 ECTS Credits vorgesehen sind. (Inhaltlich unterscheiden sich die beiden Module.)

Beispiel 2: Wer das Modul «Öffentliches Recht I» nach altem Recht erfolgreich absolviert hat, erhält 15 ECTS Credits angerechnet, auch wenn das neue Modul «Öffentliches Recht I» 18 ECTS Credits entspricht. (Inhaltlich unterscheiden sich die beiden Module.)

Werden im HS21 nochmals Prüfungen für Module nach alter Ordnung angeboten?

Die Fakultätsversammlung hat beschlossen, im HS21 letztmals Prüfungen folgender Module nach alter Ordnung anzubieten:

  • Rechtsgeschichte
  • Privatrecht I
  • Strafrecht I
  • Öffentliches Recht I

Somit können Studierende, welche im Studienjahr 2020/21 die Lehrveranstaltungen dieser Module besucht, im FS21 eine der Prüfungen jedoch nicht bestanden haben, diese im HS21 wiederholen. Die Prüfungen sind auch für Studierende offen, welche im FS21 darauf verzichtet haben, die Prüfung zu absolvieren. Dabei erlangte Fehlversuche werden nicht berücksichtigt.

Bei allen anderen Modulen nach alter Ordnung werden ab HS21 keine (Wiederholungs-)Prüfungen mehr angeboten.

Muss ich, wenn ich im FS21 eine Prüfung nicht bestehe, ab HS21 nochmals alle Lehrveranstaltungen des neuen Moduls besuchen, um für die Prüfung im FS22 richtig vorbereitet zu sein?

Grundsätzlich kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine Lehrveranstaltung, die nach neuer Ordnung unter derselben Bezeichnung angeboten wird wie nach alter Ordnung, denselben Inhalt hat. Somit ist es von Vorteil, zur Vorbereitung von Prüfungen, die ab HS21 stattfinden, auch die Lehrveranstaltungen, die ab HS21 angeboten werden, zu besuchen.

(Betreffend Assessmentprüfungen ist auch die vorgehende Antwort zu beachten.)

Fragen zur Anrechnung

Gibt es eine wesentliche Praxisänderung bezüglich der Anrechnung von Studienleistungen, die ausserhalb der RWF erbracht wurden? (publiziert am 13.09.2021)

Bei Studienleistungen, die bereits an einen anderen Abschluss angerechnet wurden, gibt es folgende Änderung: Es können nur noch Studienleistungen für den Abschluss verwertet werden, welche als Pflichtmodule des entsprechenden Studienprogramms angerechnet werden können. Dies gilt sowohl für RWF-Module als auch für extern erbrachte Studienleistungen. Die Anrechnung einer bereits an einen anderen Abschluss angerechneten Studienleistung, welche keinem Pflichtmodul zugeordnet werden kann, ist nicht mehr möglich.

Davon ausgenommen sind Pauschalanrechnungen im Masterstudiengang sowie Anrechnungen bei Wechseln von einem Minor-Studienprogramm der RWF in ein Mono-Studienprogramm. In diesen Fällen können weiterhin auch bereits an einen Abschluss angerechnete Studienleistungen als Wahlpflicht- oder Wahlmodule angerechnet werden.

Diese neue Regelung gilt für alle Studierenden, die ihr Studium an der RWF im HS21 oder später beginnen. (Ergänzung vom 14.09.2021: Für den Zeitpunkt des Studienbeginns ist die Einschreibung in den Studiengang ausschlaggebend, an dessen Abschluss eine Studienleistung angerechnet werden soll.)

Gelten die Anrechnungsrichtlinien sowie die auf der Webseite der RWF enthaltenen Angaben zur Anrechnung von Studienleistungen, die an einer anderen Universität absolviert werden, weiterhin oder sind auch sie von der Studienreform betroffen? (aktualisiert am 25.06.2021)

Die aktuellen Anrechnungsrichtlinien gelten für Leitungsnachweise, welche nach FS21 erbracht werden, nicht mehr.

Am 20. April 2021 wurden neue Richtlinien beschlossen, welche ab HS21 gelten. Informationen zur Anerkennung von Studienleistungen finden Sie auf dieser Webseite, die auch Links zu den aktuellen und den neuen Richtlinien enthält.

Grundsätzlich werden nur stufengerechte Leistungsnachweise, die nicht mehr als zehn Jahre alt sind, für die Anerkennung und Anrechnung berücksichtigt.

Die neue, von der Fakultätsversammlung verabschiedete StudO enthält zudem die Bestimmung, dass ausserhalb der UZH erbrachte Studienleistungen nur anerkannt werden, wenn sie an einen Studienabschluss anrechenbar sind. Studienleistungen, welche nicht anerkannt werden, erscheinen nicht im Academic Record.

In welchen Fällen habe ich bei Abschlüssen ab HS21 noch eine Wahl bezüglich Anrechnung von Modulen? (publiziert am 15.06.2021)

Vorab werden die programmrelevanten Pflichtmodule und Wahlpflichtmodule aus einem Wahlpflichtbereich, aus welchem kein weiteres Modul absolviert wurde, an den Abschluss angerechnet.

Wenn mehr Module erfolgreich absolviert wurden, als für den Abschluss notwendig sind (sog. überzälige Module), gilt sodann der Grundsatz, dass ausserfakultäre Module nur angerechnet werden, wenn die fakultären Module nicht ausreichen, um die Abschlussvoraussetzungen zu erfüllen, und früher absolvierte Module später absolvierten Modulen bei der Anrechnung vorausgehen.

Somit ergeben sich im Falle von überzäligen Modulen folgende Konstellationen, in welchen von den Studierenden bezüglich Anrechnung eine Wahl zu treffen ist:

  • Nach Berücksichtigung aller nach den genannten Kriterien anzurechnenden Module bleiben noch mehrere fakultäre Wahlpflichtmodule desselben Wahlpflichtbereichs, die im selben Semester absolviert wurden.
  • Nach Berücksichtigung aller nach den genannten Kriterien anzurechnenden Module bleiben noch mehrere fakultäre Wahlmodule und/oder noch nicht berücksichtigte fakultäre Wahlpflichtmodule, die im selben Semester absolviert wurden.
  • Nach Berücksichtigung aller nach den genannten Kriterien anzurechnenden Module bleiben noch mehrere ausserfakultäre Module, die im selben Semester absolviert wurden.

Von den ausgewählten Modulen muss jedes erforderlich sein, um die für den Abschluss vorausgesetzten ECTS Credits zu erreichen.

Beispiel Bachelor: A. hat kein fakultäres Wahlmodul absolviert, jedoch im HS21 das Modul "Financial Accounting (L + E)" der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (6 ECTS Credits) und das Modul "Soziologische Theorie" der Philosophischen Fakultät (9 ECTS Credits).

Hat A. nicht bereits vor dem HS21 ausserfakultäre Module im Umfang von 6 ECTS Credits oder mehr absolviert, die noch nicht an einen Abschluss angerechnet wurden, kann A. wählen, welches der beiden Module an den Abschluss anzurechnen ist.

1. Beispiel Master: B. hat fakultäre Module im Umfang von insgesamt 102 ECTS Credits absolviert. Im letzten Semester des Studiums hat B. die Wahlmodule Datenschutzrecht, Nebenstrafrecht und Migrationsrecht absolviert (je 6 ECTS Credits).

B. kann wählen, welches der drei Module an den Abschluss angerechnet wird.

2. Beispiel Master: C. hat fakultäre Module im Umfang von insgesamt 84 ECTS Credits absolviert. Im letzten Semester des Studiums hat B. zudem ausserfakultäre Module in folgendem ECTS-Umfang absolviert: ein 12er-, ein 6er- und ein 5er Modul sowie zwei 3er Module.

C. stehen folgende Anrechnungsvarianten zur Wahl:

  • nur das 12er-Modul wird angerechnet
  • nur das 6er-Module wird angerechnet
  • das eine 3er- und das 5er-Modul werden angerechnet
  • das andere 3er- und das 5er-Modul werden angerechnet
  • beide 3er-Module werden angerechnet

Ich schliesse mein Studium nach Inkrafttreten der neuen Ordnung ab. Wenn ich überzählige Module habe, hängt ihre Anrechnung an den Abschluss somit davon ab, wann ich diese Module absolviert habe und ob es fakultäre oder ausserfakultäre Module sind. Als ich diese Module gebucht habe, war es noch so, dass beim Abschluss gewählt werden konnte, welche überzähligen Wahl(pflicht)module angerechnet werden. Werde ich nun gegenüber den Studierenden, die bis und mit FS21 abschliessen, schlechtergestellt? (publiziert am 03.06.2021)

Es ist richtig, dass bei Abschlüssen ab HS21 die neue Ordnung zur Anwendung kommt, so dass bei überzähligen Modulen die fakultären Module den ausserfakultären Modulen vorgehen und früher absolvierte Module bei der Anrechnung vorgezogen werden. Nur bei der Entscheidung zwischen zwei im selben Semester absolvierten fakultären oder zwischen ausserfakultären Modulen, die im selben Semester absolviert worden sind, können die Studierenden beim Vorliegen von überzähligen Modulen wählen, welches Modul an den Abschluss anzurechnen ist.

Wird im Bachelor neben einem fakultären Wahlmodul im Umfang von 6 ECTS Credits ein ausserfakultäres Modul absolviert, wird bei Abschlüssen ab HS21 das fakultäre Wahlmodul an den Abschluss angerechnet. Das ausserfakultäre Modul wird gleichwohl im Academic Record aufgeführt (ausser es handelt sich um ein Modul, welches an einer anderen Universität absolviert worden ist und nicht anerkannt wird). Es wird lediglich bei der Ermittlung der Gesamtnote nicht berücksichtigt. Ein Modul im Umfang von 6 ECTS Credits hat auf die (auf eine Kommastelle gerundete) Bachelor-Gesamtnote einen sehr geringen Einfluss von maximal einem Zehntel.

Auch im Master werden alle erfolgreich absolvierten und anerkannten Module im Academic Record aufgeführt, somit auch die überzähligen Module, die nicht an den Abschluss angerechnet werden. Beim Master kann die Note eines Moduls im Umfang von 6 ECTS Credits - wenn sie stark vom Durchschnitt der restlichen Noten abweicht - die Gesamtnote um zwei Zehntel beeinflussen.

Wenn man mehr Module absolviert hat, als an den Abschluss angerechnet werden können, werden die absolvierten Module nach neuer Ordnung in chronologisch aufsteigender Reihenfolge berücksichtigt. Gilt dies bereits für Abschlüsse ab HS21?

Ja, diese Regelung gilt bereits für Abschlüsse ab HS21. Bei Vorhandensein von überzähligen Modulen werden zunächst die RWF-Module in chronologisch aufsteigender Reihenfolge angerechnet. Ausserfakultäre Module werden erst danach berücksichtigt (ebenfalls in dieser Reihenfolge).

Fragen zum Bachelorstudiengang

Wie ist es mit dem Modul Römisches Privatrecht im Übergang? (publiziert am 14.09.2021)

Beim Modul Römisches Privatrecht ist es so, dass das Modul per HS21 nicht nur von der Aufbau- in die Assessmentstufe verschoben wird und sich der ECTS Credits-Umfang verändert (nach alter Ordnung waren es 6 ECTS Credits, nach neuer Ordnung sind es 7.5 ECTS Credits), sondern das "neue Modul" wird sich auch inhaltlich wesentlich vom "alten Modul" unterscheiden.

Deshalb führen die für das Modul zuständigen Lehrstühle Babusiaux und Alonso einerseits das neue Modul durch, welches für alle Studierenden konzipiert ist, welche die Lehrveranstaltungen des alten Moduls nicht besucht haben, also insbesondere für Studierende, die im HS21 im ersten oder dritten Semester sind.

Anderseits bieten sie Studierenden, welche die Lehrveranstaltungen des alten Moduls bereits besucht, im FS21 die Prüfung aber nicht bestanden bzw. sie nicht absolviert haben, im FS22 nochmals eine Prüfung im alten Modul an. Wer diese Prüfung im FS22 nicht besteht, hat im FS23 nochmals die Möglichkeit, die Prüfung zu wiederholen (dann wird vermutlich eine mündliche Prüfung angeboten). Sollte diese Prüfung erneut nicht bestanden werden, kann das Modul nicht mehr nach alter Ordnung absolviert werden, es ist das Modul nach neuer Ordnung zu absolvieren.

Studierende, welche im HS20 noch nicht in der Aufbaustufe waren und somit die Lehrveranstaltungen des Moduls Römisches Privatrecht nach alter Ordnung nicht besucht haben, buchen im FS22 somit das neurechtliche Modul Römisches Privatrecht im Umfang von 7.5 ECTS Credits, wenn sie die Prüfung absolvieren möchten.

Studierende, welche die Lehrveranstaltungen des Moduls Römisches Privatrecht bereits im HS20/FS21 oder früher besucht haben, buchen im FS22, wenn sie die Prüfung mit dem Inhalt des altrechtlichen Moduls absolvieren möchten, das Modul mit der Bezeichnung "Römisches Privatrecht (RVO13)" und einem Umfang von 6 ECTS Credits.

Ich habe im FS21 nicht alle Module der Assessmentstufe bestanden. Welche Module kann ich jetzt im HS21 buchen? (publiziert am 13.09.2021)

Für alle Studierenden, die ihr Studium an der RWF bereits vor dem HS21 begonnen haben, gilt § 37 RVO erst ab HS24. Das heisst, dass sie auch in die Aufbaustufe eingeschrieben werden, wenn sie nicht alle Prüfungen der Assessmentstufe bestanden haben (auch wenn dies bei mehr als einem Modul der Fall ist), und somit sowohl Module der Assessment- als auch der Aufbaustufe buchen können.

Sollten sie bis Ende FS24 noch nicht alle Assessmentmodule nach neuer Ordnung bestanden haben, werden sie im HS24 in die Assessmentstufe versetzt und können ab diesem Zeitpunkt lediglich Aufbaustufenmodule (bis zu 18 ECTS Credits) vorholen, wenn ihnen nur noch ein Assessmentmodul fehlt. Sobald alle Assessmentmodule erfolgreich absolviert sind, werden sie wieder in die Aufbaustufe eingeschrieben.

Ich habe das Modul Strafrecht I nach alter Ordnung bestanden. Dieses beinhaltet einen Teil des Besonderen Teils des Strafgesetzbuchs (BT I). Nun habe ich in der Übergangstabelle gesehen, dass ich noch das ganze Modul Strafrecht II nach neuer Ordnung absolvieren muss, obwohl dieses auch BT I enthält. Bedeutet dies, dass sich der Lehr- und Prüfungsstoff teilweise wiederholt? (publiziert am 31.08.2021)

Die Inhalte der strafrechtlichen Bachelor-Module wurden verschoben. Dies führt dazu, dass für die Studierenden, welche das Modul Strafrecht I nach alter Ordnung und das Modul Strafrecht II nach neuer Ordnung absolvieren, die in BT I enthaltenen StGB-Bestimmungen bei beiden Modulen zum Prüfungsstoff gehören. Im Modul Strafrecht II kommen aber weitere StGB-Bestimmungen des Besonderen Teils sowie Strafprozessrecht dazu. Hinweise zum Programm der Lehrveranstaltung Strafrecht  BT I im HS21 erhalten Sie von den Dozierenden zum Vorlesungsbeginn.

Muss ich, wenn ich die Assessmentstufe nach alter Ordnung abschliesse, das Modul Römisches Privatrecht nicht absolvieren? (ergänzt am 24.06.2021)

Doch. Das Modul Römisches Privatrecht wird für den Bachelorabschluss vorausgesetzt. Das Modul wird zwar von der Aufbaustufe in die Assessmentstufe verschoben, ist jedoch auch zu absolvieren, wenn die Assessmentstufe nach alter Ordnung bereits abgeschlossen wurde. Studierende, die bereits vor dem HS21 im Bachelorstudiengang eingeschrieben sind, können in der Übergangsphase Module der Aufbaustufe buchen, auch wenn sie die Assessmentstufe nach neuer Ordnung noch nicht erfüllt haben. Folglich können sie das Bachelorstudium bis und mit FS24 unabhängig davon fortsetzen, ob sie das Modul Römisches Privatrecht bereits absolviert haben oder nicht.

Da das Modul Römisches Privatrecht neu ein Modul der Assessmentstufe ist, kann es nur einmal wiederholt werden.

Derzeit wird das Modul Juristische Arbeitstechnik & Methodenlehre nicht berücksichtigt, wenn es um die Frage geht, ob die Voraussetzungen für das Vorholen von Modulen der Aufbaustufe erfüllt sind. Wird es ab HS21 auch Module geben, die dabei nicht berücksichtigt werden? (publiziert am 03.06.2021)

Nein. Bei der Prüfung, ob die Voraussetzung für das Vorholen von Modulen der Aufbaustufe erfüllt sind, werden ab HS21 sämtliche Module berücksichtigt. Es müssen somit alle Module auf Assessmentstufe bis auf eines erfolgreich absolviert sein, um Aufbaustufenmodule (im Umfang von maximal 18 ECTS Credits) buchen zu können.

Wie ist es im Übergang genau mit dem Proseminar? (publiziert am 09.04.2021)

Das Proseminar ist ein neues Pflichtmodul der Assessmentstufe (3. Semester). Studierenden, die bereits im FS21 im Bachelorstudiengang eingeschrieben sind, steht es bis und mit FS24 frei, das Modul zu absolvieren (§ 49 Abs. 1 StudO RWF). Für diese "Übergangsstudierenden" ist es somit ein Wahlmodul. Dies hat zur Folge, dass ihnen im Falle eines Nichtbestehens zur Wahl steht, das Modul zu wiederholen oder durch ein anderes Modul zu substituieren. Auch bei einer Wiederholung ist das Modul für sie ein Wahlmodul.

Für Bachelorabschlüsse nach dem FS24 wird das erfolgreiche Absolvieren des Proseminars auch bei Übergangsstudierenden vorausgesetzt.

Für Studierende, die im FS21 noch nicht im Bachelorstudiengang eingeschrieben sind, gilt diese Übergangsregelung nicht. Für sie ist das Proseminar ab HS21 ein Pflichtmodul (3. Semester).

Weiter Informationen zum Proseminar (insbesondere zum Inhalt und zu den Lernzielen des Moduls) finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Ich schliesse die Assessmentstufe bis Ende FS21 nicht ab. Muss ich diese zuerst beenden, um während der Übergangsphase Module der Aufbaustufe buchen zu können?

Nein. Alle Studierenden, die per Ende FS21 im Bachelor of Law UZH eingeschrieben sind, können ab HS21 bis und mit FS24 Module der Assessment- und der Aufbaustufe buchen. Ab HS24 können Module der Aufbaustufe nur gebucht werden, wenn alle Module der Assessmentstufe bis auf eines erfolgreich absolviert worden sind. Bis zum Bestehen des letzten Assessmentmoduls können dann Aufbaustufenmodule im Umfang bis zu 18 ECTS Credits gebucht werden.

Muss ich im Bachelor das Modul Obligationenrecht BT (Übergangsmodul) absolvieren?

Wer das Modul Privatrecht I, nicht aber as Modul Privatrecht II nach alter Ordnung absolviert hat, hat bis und mit FS24 die Möglichkeit, das Modul Obligationenrecht BT (Übergangsmodul) zu absolvieren. Wird dieses Übergangsmodul absolviert, muss (und darf) das Modul Privatrecht II nach neuer Ordnung nicht zusätzlich absolviert werden. Es steht den betroffenen Studierenden jedoch offen, anstelle des Übergangsmoduls das Modul Privatrecht II nach neuer Ordnung zu absolvieren.

Habe ich keine Vorlesung zum Thema Grundrechte, wenn ich das Modul Öffentliches Recht I nach alter und das Modul Öffentliches Recht II nach neuer Ordnung abschliesse?

In der im Rahmen des Moduls Öffentliches Recht I (nach alter Ordnung) angebotenen Vorlesung Staatsrecht II werden Grundrechte behandelt. Eine Ergänzung und Vertiefung der in dieser Veranstaltung behandelten Grundrechte, wie sie aktuell in der Vorlesung Grundrechte (Modul Öffentliches Recht II) und ab FS22 in der Vorlesung Grundrechte II (Modul Öffentliches Recht I) angeboten wird, entfällt jedoch in diesem Fall aufgrund der Verschiebung von Inhalten dieser Pflichtmodule. Wer die so entstehende Lücke vermeiden möchte, hat die Möglichkeit, im HS21 das eigens aus diesem Grund angebotene Wahlmodul Grundrechte II zu absolvieren (3 ECTS Credits). Dieses entspricht inhaltlich der gleichnamigen Lehrveranstaltung nach neuer Ordnung und kann an den Bachelorabschluss angerechnet werden, wenn das Modul Öffentliches Recht I nach alter Ordnung absolviert wird und das Modul Öffentliches Recht II nach neuer Ordnung.

Ich beabsichtige, mein Bachelorstudium nach Inkrafttreten der neuen Regelung abzuschliessen, und möchte verhindern, die Module Zivilverfahrensrecht und Steuerrecht zweimal zu absolvieren. Kann ich anstelle dieser beiden Bachelormodule bereits vor dem HS21 zusätzliche Module buchen, die mir an den Bachelorabschluss angerechnet werden?

Ja. (Die Antwort auf die folgende Frage enthält Informationen darüber, welche Module anstelle dieser beiden Module absolviert werden können.)

Wie kann ich den Workload von 180 ECTS Credits erfüllen, wenn ich bereits alle für den Abschluss erforderlichen Module absolviert habe, diese jedoch weniger als 180 ECTS Credits entsprechen? (Antwort letztmals präzisiert am 17.08.2021)

Ab HS21 können für die fehlenden ECTS Credits folgende Module absolviert werden:
- weitere fakultäre Wahlmodule
- Modul «Proseminar»
- zusätzliche Fallbearbeitungen der Aufbaustufe
- ein zusätzliches, noch nicht absolviertes Wahlpflichtmodul pro Wahlpflichtbereich (Letzteres ist nur möglich, wenn es sich bei den bereits absolvierten Wahlpflichtmodulen des entsprechenden Wahlpflichtbereichs um Module nach alter Ordnung handelt, sie also vor HS21 absolviert wurden.) [präzisiert am 10.06.2021 und am 17.08.2021]

Auch im Übergang können ausserfakultäre Module im Umfang von bis zu 6 ECTS Credits absolviert werden (insgesamt).

Es dürfen keine äquivalenten Module zu bereits absolvierten Modulen nach alter Ordnung absolviert werden (vgl. Übergangstabellen).

Wahlpflichtmodule, die Lehrveranstaltungen eines bereits absolvieren Moduls enthalten, können weiterhin nicht gebucht werden. Dieser Ausschluss gilt auch für Wahlpflichtmodule nach neuer Ordnung, die eine (äquivalente) Lehrveranstaltung eines Wahlpflichtmoduls nach alter Ordnung enthalten. So ist es beispielsweise ausgeschlossen, das Modul «Rechtsphilosophie (BLaw)» nach neuer Ordnung zu buchen, wenn bereits das Modul «Rechtsphilosophie & Rechtstheorie» nach alter Ordnung absolviert wurde. In einem Semester kann ein Modul pro Wahlpflichtbereich gebucht werden.

Studierende, bei welchen es aufgrund der Zusammenstellung der absolvierten Module nicht möglich sein sollte, auf diese Weise mindestens 180 ECTS Credits zu erreichen, können sich an die Studienberatung wenden.

Nach meiner Studienplanung (Bachelor) habe ich, wenn ich alle erforderlichen Module absolviert habe, noch keine 180 ECTS Credits erreicht. Werden genügend Module zur Verfügung stehen, um die restlichen ECTS Credits zu erlangen?

Ja, es werden genügend Module zur Verfügung stehen. Im HS21 werden im Bachelorstudiengang (neben dem Proseminar [vgl. FAQ vom 09.04.2021] und dem Volontariat) fünf RWF-Wahlmodule angeboten (vgl. Vorlesungsverzeichnis). Wie viele es im FS22 sein werden, steht noch nicht definitiv fest, doch werden es voraussichtlich noch mehr sein. Dennoch ist es von Vorteil, bei der Planung zu berücksichtigen, dass sich die Wahlfreiheit faktisch verkleinert, wenn aus einem bestehenden Angebot mehr Module gewählt werden müssen. (Beispiel: Stehen sechs Module zur Auswahl, ist die Wahlfreiheit grösser, wenn aus diesem Angebot nur ein Modul gewählt werden muss, als wenn noch fünf Module gebraucht werden.)

Fragen zum Übergang vom Bachelor- in den Masterstudiengang

Muss man, wenn man den BLaw im FS21 abschliesst, im MLaw die Module Zivilverfahrensrecht und Steuerrecht erneut absolvieren?

Grundsätzlich ja. Studierende können dies verhindern, indem sie bis Ende FS21
162 an den Bachelorabschluss anrechenbare ECTS Credits erzielen sowie ein Mastermodul vorholen. In diesem Fall müssen die Module Zivilverfahrensrecht und Steuerrecht im Master nicht absolviert werden.

Ich bin im HS21 noch im Bachelorstudiengang, würde aber gerne schon Mastermodule vorholen. Muss ich dafür im FS21 150 oder 162 ECTS Credits erreichen? Und: Welche Module werden diesbezüglich berücksichtigt?

Da dann bereits die neue Ordnung gilt, können im HS21 Mastermodule vorgeholt werden, wenn im Bachelorstudiengang bis und mit FS21 rechtswissenschaftliche Module im Umfang von mindestens 150 ECTS Credits absolviert worden sind. Ausserfakultäre Module werden somit nicht berücksichtigt.

Bis wann muss ein vorgeholtes Mastermodul absolviert sein, um in der Übergangsphase Wahlfreiheit im Masterstudium zu erlangen? Zählen Masterarbeiten ebenfalls dazu?

Das vorgeholte Mastermodul muss spätestens im FS21 absolviert werden, damit es im entsprechenden Leistungsausweis erscheint. Masterarbeiten zählen ebenfalls dazu. Im Gegensatz zu den Mastermodulen kann mit einer Masterarbeit bereits begonnen werden, bevor 162 an den Bachelor anrechenbare ECTS Credits erlangt wurden. Per Ende FS21 wird geprüft, ob ein Mastermodul erbracht wurde bzw. ob eine Masterarbeit erfolgreich verfasst und 162 an den Bachelor anrechenbare ECTS Credits erlangt wurden.

Fragen zum Masterstudiengang

Ich habe mich für ein Masterseminar im HS21 angemeldet und beabsichtige, im FS21 meinen Bachelorabschluss zu machen. Nun habe ich erfahren, dass nach der Studienreform mit der Masterarbeit erst im Masterstudiengang begonnen werden darf. Muss ich mich jetzt wieder vom Masterseminar abmelden? (Antwort publiziert am 13.04.2021, ergänzt am 29.08.2021)

Nein, Sie müssen sich nicht abmelden und können die Masterarbeit im HS21 wie geplant schreiben. Allerdings ist es so, dass die Masterarbeit aufgrund der neuen Regelung nur an den Studienabschluss angerechnet werden kann, wenn Sie im HS21 im Masterstudiengang eingeschrieben sind. Eine spätere Anrechnung der Arbeit ist nicht möglich.

Erfüllen Sie im HS21 wider Erwarten die Voraussetzungen nicht, um sich in den Masterstudiengang einschreiben zu können, informieren Sie bitte den Lehrstuhl, der das Seminar durchführt. Dies hat keinen Fehlversuch zur Folge.

Bis wann kann ich noch eine Masterarbeit mit einem Umfang von mehr als 12 ECTS Credits schreiben?

Gemäss RVO 2021 haben die Masterarbeiten einen fixen Umfang von 12 ECTS Credits. Wer bereits erfolgreich eine Masterarbeit verfasst hat, kann keine weiteren Masterarbeiten absolvieren. Diese Regelung gilt ab HS21 für alle Studierenden.
Bis Ende FS21 erfolgreich verfasste Masterarbeiten sind bis und mit FS24 (auch im Umfang von mehr als 12 ECTS Credits) an den Abschluss des Masterstudiengangs anrechenbar.
Für das FS21 können somit noch Masterarbeiten im Umfang von mehr oder weniger als 12 ECTS Credits vereinbart werden. Diese Masterarbeiten müssen allerdings im FS21 verbucht werden, was voraussetzt, dass die Bewertungen dem Service Desk RWF rechtzeitig vorliegen (spätestens am 10. Juli 2021).

Sollte mit einem Lehrstuhl vereinbart werden, dass eine Masterarbeit mit einem Umfang von mehr als 12 ECTS Credits, die im FS21 hätte geschrieben werden sollen, erst im HS21 abzugeben ist, kann diese nur im Umfang von 12 ECTS Credits angerechnet werden.

Muss ich nach dem Stichtag noch eine Masterarbeit schreiben?

Alle Studierenden, die das Masterstudium nach Beginn des HS21 abschliessen, müssen eine bzw. mehrere Masterarbeit(en) im Umfang von mindestens 12 ECTS Credits erfolgreich absolviert haben. Ab dem HS21 werden nur noch Masterarbeiten in diesem Umfang angeboten. Das Verfassen von mehreren Masterarbeiten wird nicht mehr möglich sein.

Somit können sich in der Übergangsphase folgende Szenarien ergeben:

  • Ich habe eine Masterarbeit im Umfang von 6 ECTS Credits geschrieben:
    Die ECTS Credits werden angerechnet. Es muss noch eine Masterarbeit im Umfang von 12 ECTS Credits verfasst werden.
  • Ich habe zwei Masterarbeiten im Umfang von je 6 ECTS Credits geschrieben:
    Die beiden Masterarbeiten erfüllen das entsprechende Pflichtmodul nach neuer Ordnung. Es muss keine weitere Masterarbeit geschrieben werden.
  • Ich habe eine Masterarbeit im Umfang von mehr als 12 ECTS Credits geschrieben:
    Die ECTS Credits werden angerechnet und das entsprechende Pflichtmodul nach neuer Ordnung ist erfüllt. Es muss keine weitere Masterarbeit geschrieben werden.

Kann ich nach dem Stichtag noch eine zusätzliche Masterarbeit schreiben?

Alle Studierenden, die bis und mit FS21 eine oder mehrere Masterarbeiten im Umfang von insgesamt 12 ECTS Credits oder mehr geschrieben haben, haben die Masterarbeit, die gemäss neuer RVO als Pflichtmodul gilt, erfüllt und können keine weitere Masterarbeit schreiben.

Ich habe (vor dem HS21) eine Masterarbeit im Umfang von mehr als 12 ECTS Credits geschrieben. Wie werden die "überzähligen" ECTS Credits angerechnet, wenn ich den Studiengang nach dem FS21 abschliesse?

Bei Masterarbeiten im Umfang von mehr als 12 ECTS Credits sind entsprechend weniger Wahlmodule zu absolvieren. In den Abschlussdokumenten werden die Masterarbeiten im vereinbarten Umfang ausgewiesen.

Fragen zu den Minor-Studienprogrammen und zum Lehrdiplom

Was passiert, wenn man die Anforderungen eines Minor-Studienprogramms der RWF bereits erfüllt hat, jedoch das Major-Studienprogramm bis Ende FS21 noch nicht abschliesst? Braucht es eine Bestätigung o.ä., die bescheinigt, dass das Minor-Studienprogramm nach alter Ordnung bereits erfüllt wurde? (ergänzt am 20.08.2021)

Es braucht keine Bestätigung. Wenn die Voraussetzungen für den Abschluss des Minor-Studienprogramms bis Ende FS21 erfüllt sind, wird es bei einem späteren Abschluss des Major-Studienprogramms angerechnet. In diesem Fall bleibt die neue Ordnung bezüglich des Minor-Studienprogramms unbeachtet. Dies gilt auch, wenn der Abschluss des Major-Studienprogramms erst nach FS24 erfolgt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass Studienleistungen, die vor mehr als 10 Jahren erbracht wurden, nicht an den Abschluss angerechnet werden können.

Ich erfülle die Voraussetzungen, um im Minor während der Übergangsphase Wahlfreiheit gemäss Übergangstabelle zu haben. Wie ist es, wenn ich bis und mit FS24 sämtliche erforderlichen Module gemäss dieser Übergangstabelle erfolgreich absolviert habe, mein Major-Studienprogramm jedoch erst später abschliesse? Erfülle ich dann die Abschlussvoraussetzungen oder muss ich die Anforderungen gemäss neuer Ordnung erfüllen? (publiziert am 20.08.2021)

Wenn Studierende, für welche gemäss Übergangsbestimmungen Wahlfreiheit gilt, die im Übergang geltenden Anforderungen für den Abschluss des Minor-Studienprogramms bis Ende FS24 erfüllen (vgl. Übergangstabellen), wird dieses auch bei einem späteren Abschluss des Major-Studienprogramms angerechnet. Natürlich besteht auch hier die Einschränkung, dass nur Studienleistungen angerechnet werden, die nicht vor mehr als 10 Jahren erbracht wurden.

Werden meine Leistungen bei einem Wechsel vom Minor- in das Mono-Studienprogramm gemäss neuer Ordnung angerechnet?

Ja. Bestandene Module, die im Minor-Studienprogramm absolviert wurden, werden an den Abschluss des Mono-Studienprogramms angerechnet. Die Anrechnung erfolgt auch, wenn diese Module bereits an den Abschluss eines Major-Studienprogramms einer anderen Fakultät angerechnet wurden.

Bleiben Sperren für Minor-Studienprogramme bestehen, die nach alter Ordnung aufgrund von Fehlversuchen bei Modulen erfolgten, die in den neuen Programmen nicht mehr enthalten sind?

Ja, gemäss § 59 lit. e RVO RWF 2021 bleiben endgültige Abweisungen und Sperren bestehen.

Ich wurde vor dem HS21 im Bachelor endgültig abgewiesen, weil ich die Prüfung im Öffentlichen Recht I zweimal nicht bestanden habe. In den Minor-Studienprogrammen auf Bachelorstufe ist dieses Modul neu als Pflichtmodul enthalten. Werde ich ab HS21 trotzdem zu diesen Minor-Studienprogrammen zugelassen?

Nach alter Ordnung werden/wurden Studierende nicht für die Minor-Studienprogramme gesperrt, wenn ihre Abweisung aufgrund zweimaligen Nichtbestehens eines Moduls erfolgt(e), welches in den Nebenfächern nach alter Ordnung kein Pflichtmodul ist (so insbesondere die Wahlpflichtmodule Strafrecht I, Privatrecht I, Öffentliches Recht I).

Ist nun in einem neuen Minor-Studienprogramm ein Pflichtmodul enthalten, welches äquivalent zum nicht bestandenen Modul ist (Minor 30: Privatrecht I, Öffentliches Recht I; Minor 60: Privatrecht I, Strafrecht I, Öffentliches Recht I), hat dies keine nachträgliche Sperre zur Folge. Das Minor-Studienprogramm kann somit absolviert werden. Studierende, für die nicht die Übergangsregelung zur Anwendung kommt (vgl. Übergangsregelung beim entsprechenden Minor-Studienprogramm Link), müssen das Pflichtmodul (nach neuer Ordnung) noch bestehen. Dafür stehen wiederum zwei Versuche zur Verfügung.