Einblicke ins Masterstudium

Ariane Basler

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Ariane Basler

Theoretisches Wissen und praxisorientiertes Handwerk, reger Austausch und motivierendes Klima, Blick aufs Ganze

Den Master in Soziologie würde ich wieder in Zürich absolvieren. Bereits den Bachelor habe ich an der Universität Zürich abgeschlossen und während dieser Zeit schon sehr geschätzt, dass das Studium nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch sehr praxisorientiert ist. Während des Studiums konnte ich mir so nicht nur sehr viel neues Wissen aneignen, sondern auch ein „Handwerk“ für die Soziologie erlernen. Neben einer fundierten statistischen Ausbildung habe ich praktisches Wissen über das Erstellen von Fragebögen, das Durchführen eigener Studien und das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten erworben. Die gewonnenen Kenntnisse konnte ich dann ausführlich in der Forschungs- und der darauf aufbauenden Masterarbeit anwenden und so weiter vertiefen. Dabei fand ein reger Austausch zwischen den Professoren, den Assistierenden und den Studierenden statt, was ein motivierendes Klima schaffte und wovon ich sehr profitieren konnte.

Das Soziologische Institut der Universität Zürich ist für all diejenigen, die eine wissenschaftliche Karriere einschlagen oder später mit statistischen Inhalten arbeiten möchten, zu empfehlen. Durch die grosse Wahlfreiheit an Studieninhalten kann jede und jeder den Schwerpunkt des Studiums nach den eigenen Bedürfnissen zusammenstellen. So steht z.B. die Wahl frei, Methodenkenntnisse zu erweitern, die für Analysen in der Forschung oder der Wirtschaft genutzt werden, oder aber Theorien zu vertiefen, die das weitere soziologische Verständnis fördern.

Für ein Soziologiestudium im Allgemeinen würde ich mich wieder entscheiden, weil diese Disziplin nicht nur das Individuum oder eine Gruppe alleine in den Blick nimmt, sondern die Gesamtzusammenhänge einer Gesellschaft betrachtet. Die oder der Einzelne wird nicht isoliert sondern immer im Kontext seiner sozialen Einbindung analysiert. Dies fördert den Blick auf das Ganze, was auch für viele nichtwissenschaftliche Berufe von Vorteil ist.

René Vitins

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René Vitins

Nähe zu den Dozierenden, breite Auswahl an Vertiefungsrichtungen, Know-how in statistischer Sozialforschung

Der Masterstudiengang am SUZ hat mir einen guten Einblick in die verschiedenen Verfahren der quantitativen Sozialforschung verschafft, was für mich eine aufbauende aber auch kritische Auseinandersetzung mit dem bisher erworbenen Wissen bedeutete. Durch den Fokus auf die multivariate Datenanalyse habe ich methodenspezifisches Wissen erworben, das mir zum einen ermöglicht, mir selbstständig wissenschaftlich anspruchsvolle Literatur zu erschliessen und zum anderen eigenständig quantitative Auswertungen mit soziologischen Umfragedaten durchzuführen.

Für meine eigenen Recherchen zur Masterarbeit „Stress in der Sozialen Arbeit“ habe ich die Zugangsberechtigungen der Universität Zürich zu den grossen, renommierten Journals sowie zu Zeitschriften mit kleineren Auflagen sehr geschätzt. So konnte ich mich in relativ kurzer Zeit in das von mir selbst gewählte Thema einlesen, ohne auf ein entsprechendes Seminar angewiesen zu sein.

Am Institut ist mir die Nähe zu den Dozierenden aufgefallen, einerseits durch ihre Diskussionsbereitschaft in den einzelnen Veranstaltungen und andererseits auch durch ihre Erreichbarkeit bzw. ihre Bereitschaft, sich studentischen Fragen und Anliegen rasch anzunehmen. Wenn ich Hilfe benötigte, musste ich aber selber aktiv werden, was ein hohes Mass an Eigenverantwortung und Kontaktfreudigkeit vorausgesetzt hat. Nimmt man diese Eigenschaften ins Studium mit, kann man am SUZ von einem grossen Wissenspool und von vielen Wahlmöglichkeiten profitieren.

Larissa Luchsinger

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Laura Luchsinger

Persönliche Atmosphäre, freie Gestaltungsmöglichkeit, Vereinbarkeit mit Teilzeit-Erwerbstätigkeit

Den Master in Soziologie in Zürich zu absolvieren, war für mich eine leichte Entscheidung. So habe ich bereits den Bachelor am SUZ abgeschlossen und dadurch das Institut sehr gut kennengelernt. Besonders schätze ich die Nähe zwischen den Studierenden und dem Mittelbau und den Professoren. So wird auf die Studenten eingegangen und man kann sich auch selber mit Anliegen an die Dozenten wenden. Dadurch herrscht eine persönliche Atmosphäre im Gegensatz zu anderen Studiengängen.

Während im Bachelor durch die Studienordnung etwas mehr Vorgaben bezüglich der zu absolvierenden Module bestehen, kann der Master am SUZ nebst ein paar wenigen Pflichtmodulen frei gestaltet werden. So ist es möglich, sich seinen eigenen Schwerpunkt zu strukturieren oder sich frei in einer grossen Vielfalt an Vorlesungen und Seminaren verschiedener spezieller soziologischer Gebiete thematisch offen auszuprobieren. Am SUZ ist besonders das Methodenprogramm sehr ausgeprägt. So werden diverse methodische und statistische Kenntnisse vermittelt, welche in einigen Modulen praktisch angewendet werden. Ebenfalls das Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten ist zentral und auch ein breites theoretisches Wissen kann sich durch den Master in Soziologie in Zürich angeeignet werden.

Aufgrund der freien Gestaltungsmöglichkeiten des Masters am SUZ, lässt sich der Studiengang auch gut mit einer Teilzeit-Erwerbstätigkeit kombinieren. So arbeite ich neben dem Studium noch 40%. Dies ermöglicht es mir, mich voll auf das Studium zu konzentrieren und trotzdem noch ein Nebeneinkommen zu beziehen.

Den Master in Soziologie in Zürich empfehle ich für alle, die eine grosse Wahlmöglichkeit, Selbstständigkeit und Nähe zwischen den Studierenden und von Studierenden zu Dozierenden schätzen sowie ein fundiertes Wissen besonders in den verschiedenen Methoden der Soziologie vermittelt bekommen möchten.

Camil Würgler

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Camil Würgler

Kritische Hinterfragung von Modellen, viel Diskussion, vertiefte Auseinandersetzung mit einem selbstgewähltem Thema

Mein Name ist Camil. Ich bin 26 Jahre alt und werde mein Masterstudium in Soziologie und Wirtschaftsgeschichte bald beenden. Dass ich meinen Abschluss in Soziologie und Wirtschaftsgeschichte machen werde, war zu Beginn meines Studiums keineswegs klar. Ich hatte einige Schwierigkeiten, den für mich richtigen Studiengang zu finden. Ich habe nach der Matura sogar ein Zwischenjahr eingelegt, um zu reisen, aber auch, weil ich nicht wusste, was ich studieren wollte. Aus irgendeinem Grund bin ich immer davon überzeugt gewesen, dass ich an die ETH gehen werde. Als ich dann aber das Vorlesungsverzeichnis der ETH durchblätterte, erinnerten mich die meisten Studienrichtungen stark an die Fächer in der Primarschule und darauf hatte ich ja mal gar keine Lust!

In meinem Zwischenjahr warf ich einen Blick ins Vorlesungsverzeichnis der UZH. Gerade weil ich bei einigen Sozialwissenschaften nicht wusste, womit sie sich genau befassten, weckten sie mein Interesse. Von meinem Vater, der Ethnologie studiert hatte, konnte ich mehr über das Ethnologiestudium erfahren. Ich fand das Thema sehr spannend, wollte dann aber doch nicht genau das Gleiche tun wie er. So schrieb ich mich schlussendlich einfach einmal für Soziologie an der UZH ein, ohne genau zu wissen was Soziologie ist. Weshalb ich mich für VWL als Nebenfach entschieden hatte, weiss ich heute nicht mehr, die Kombination Soziologie und VWL stellte sich aber als Glückstreffer heraus. Die Fächer ergänzten sich sehr gut. In der VWL wurden Handlungs- und Wirtschaftsmodelle mathematisch hergeleitet und in der Soziologie wurden die teils gleichen Modelle ausführlich diskutiert und auch hinterfragt. Natürlich gab es auch Module, die ich nicht so spannend fand, als Ganzes gefiel mir diese Kombination aber so gut, dass ich den Bachelorabschluss in Soziologie und VWL ohne Zweifel an meiner Wahl erlangte.

Ich begann dann auch das Masterstudium mit dieser Fächerkombination. Leider stellte sich heraus, dass sich Soziologie und VWL auf der Masterstufe nicht mehr so gut ergänzten, wie noch auf der Bachelorstufe. Ich hatte oft den Eindruck, dass die in der VWL hergeleiteten Modelle komplizierter, aber nicht wirklich besser wurden. Ob ich mit dieser Vermutung richtig liege, kann ich nicht sagen, denn in der VWL wurden die Modelle ja eben nicht hinterfragt und in der Soziologie standen nun andere Themen im Mittelpunkt.

Ich entschied mich, VWL abzuwählen und stattdessen Module aus der Wirtschaftsgeschichte zu besuchen. Dies war für mich die richtige Entscheidung, denn in der Wirtschaftsgeschichte rückte die Mathematik in den Hintergrund. Wichtiger wurde die kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen Problemen. Es wurde also viel diskutiert und das gefiel mir sehr gut.

Im Masterstudium der Soziologie nahm die Masterarbeit sehr viel Platz ein. Dies gab mir nochmals die Gelegenheit, mich ausführlich mit einem Thema auseinanderzusetzen, das mich während meiner Studienzeit immer sehr interessierte hatte; den Wohlfahrtsstaaten und deren Funktion bzw. Nutzen für die Gesellschaft.