FAQ für Forschende

Welche Forschungsprojekte können ab dem 27. April wieder in Räumlichkeiten der Universität durchgeführt werden?

Die UZH hat sich an die Weisungen und Regelungen des BAG zu halten. Alle Tätigkeiten, die von Zuhause aus erledigt werden können, werden von Zuhause aus erledigt. Dies gilt auch für Forschungstätigkeiten.

Die Durchführung von wissenschaftlichen Tätigkeiten in den Räumlichkeiten der UZH ist ab dem 27. April unter Bedingungen wieder erlaubt. Die oder der Verantwortliche muss ein von der Fakultät bewilligtes Schutzkonzept für die Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus vorweisen können.
Schutzkonzept für die Universität Zürich unter COVID-19

Worauf muss ich speziell achten, wenn ich mein Forschungsprojekt wieder aufnehme?

Im Grundsatz wird das Ausmass von wieder aufgenommenen Forschungsprojekten durch drei Faktoren begrenzt:

  • Sollte sich die Infektionsrate mit dem Coronavirus wieder erhöhen, könnte der Bundesrat die Bewegungsfreiheit in der Schweiz wieder einschränken, möglicherweise stärker als vor dem 27. April 2020. Dann müssten Forschungsprojekte wieder unterbrochen werden. Es kann nicht garantiert werden, dass dann Zeit verbleibt, um Zeitreihen oder lange Versuche kontrolliert zu Ende zu führen. Dies gilt es insbesondere für neue Tierversuche zu berücksichtigen.
  • Besteht im Forschungsprojekt eine Abhängigkeit zu Leistungen Dritter, müssen diese vor der Wiederaufnahme des Projekts zusichern, dass sie die notwendigen Leistungen erbringen können. Als Beispiele seien das LASC und die Technologieplattformen genannt. Auch sie müssen sicherstellen, dass die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden nicht gefährdet und sie die Verbreitung des Coronavirus nicht begünstigen. Das LASC und die Technologieplattformen erstellen Abschätzungen und entscheiden, in welchem Umfang sie welche Leistungen erbringen und Forschende in ihren Räumlichkeiten zulassen können.
  • Forschende müssen sich bei zahlreichen Labor-Tätigkeiten schützen. Persönliche Schutzausrüstungen wie Einweghandschuhe, Schutzkleidung, Mund- und Gesichtsschutz können wegen des erhöhten medizinischen Bedarfs und unterbrochenen Lieferketten knapp werden. Die vorgeschriebenen arbeitshygienischen Massnahmen bei Labortätigkeiten müssen aber jederzeit gewährleistet sein. Ansonsten darf die Tätigkeit nicht durchgeführt werden.

Wie unterstützt die UZH Nachwuchsforschende auf befristeten Qualifikationsstellen, die aufgrund der Corona-Situation ihre Forschungsprojekte nicht wie geplant durchführen konnten?

Die Universitätsleitung ist sich bewusst, dass der zeitweise Shutdown der Forschung sowie die ab dem 27. April weiterhin bestehenden Einschränkungen insbesondere Nachwuchsforschende vor grosse Herausforderungen stellen können. Für Härtefälle hat die Universitätsleitung deswegen am 19. Mai die Möglichkeit der Beantragung einer Zusatzfinanzierung verabschiedet.  

  • Primär sind die Nachwuchsforschenden aufgefordert, im Gespräch mit ihren Vorgesetzten nach Möglichkeiten zu suchen, das Forschungsprojekt soweit nötig an die aktuelle Situation anzupassen oder alternative Vorgehen und Aufgaben zu definieren.
  • Wichtig ist zudem, die Auswirkungen der Corona-Situation auf das Forschungsprojekt detailliert zu dokumentieren: Welche Arbeiten konnten/können nicht ausgeführt werden? Wie lange wurde die Forschung unterbrochen/reduziert? Weshalb gibt es keine Alternativen? etc.
  • Die Verlängerung von Anstellungen über die in der PVO-UZH (§ 15) für Qualifikationsstellen definierten Maximaldauer hinaus sind auf begründeten Antrag hin möglich.
  • Eccellenza- und SNF-Förderungsprofessuren sowie weitere Personen, die auf SNF-finanzierten Projekten angestellt sind, beachten bitte die Fristen und Bedingungen des SNF für die Projektverlängerung und für Zusatzbeiträge:
    Coronavirus: SNF-Update
  • Personen, deren Anstellung durch zentrale UZH-Fördermittel oder durch weitere Drittmittel finanziert ist, können bei Erfüllung der Härtefallkriterien einen Antrag auf Zusatzfinanzierung stellen. Beachten Sie dazu das nachstehende Antragsformular und das integrierte Merkblatt:
    Antragsformular Härtefall und Merkblatt (DOCX, 62 KB)

Brauche ich eine Bewilligung des Prorektors Forschung für mein wiederaufgenommenes Forschungsprojekt?

Im Gegensatz zur Phase des Lockdowns vom 26.3. bis 26.4.20 brauchen Sie keine Bewilligung von Prorektor Forschung bzw. der Triagestelle des Prorektorats für ihr Forschungsprojekt. Sie müssen aber ein bewilligtes Schutzkonzept für die Einhaltung der BAG Richtlinien und der Vorgaben des Merkblattes für das Verhalten in den Arbeitsräumen der UZH vorweisen. Die Bewilligung erhalten Sie von ihrer Dekanin oder ihrem Dekan.
Schutzkonzept für die Universität Zürich unter COVID-19

Wie kann ich die Belegung meiner Forschungsflächen möglichst einfach organisieren?

Um die Übertragung des Coronavirus möglichst zu vermeiden, wird es häufig notwendig sein, dass sich nicht alle Personen einer Arbeitsgruppe gleichzeitig in den Labors und Büros aufhalten. Es bestehen viele Möglichkeiten, um eine eingeschränkte Belegung zu organisieren. Sie reichen von WhatsApp Gruppen bis zur Aufschaltung von Kalendern für jeden Raum. Die UZH erweitert für diesen Zweck für die Zeit des reduzierten Forschungsbetriebs die Nutzung des Reservationssystems für shared equipment. Eine Anleitung zu dessen Nutzung und Anmeldung von Räumen finden Sie hier:
Anleitung Buchungssystem Raumbelegung (PDF, 502 KB)

Welche Massnahmen gibt es für Drittmittel-Projekte?

Der SNF ermöglicht in der momentanen Situation flexible Lösungen für die durch ihn unterstützten Forschenden. Informationen zu den aktuellen Massnahmen finden Sie auf der Website «Coronavirus: SNF-Update», welche laufend aktualisiert wird:
Coronavirus: SNF-Update

Ein Überblick über die Massnahmen der Innosuisse finden Sie auf der Website von Innosuisse:
Massnahmen Innosuisse

EU GrantsAccess unterstützt Forschende in allen Belangen der internationalen öffentlichen Forschungsförderung. Informationen betreffend Coronavirus und Horizon 2020-Projekte finden sich auf der Website von EU Grants Access sowie direkt auf der European Research Area (ERA) corona platform:
EU Grants Access
European Research Area (ERA) corona platform

Welche Fördermöglichkeiten für Forschungsprojekte spezifisch zum Coronavirus (Covid-19) gibt es?

Der SNF hat Anfang März eine Sonderausschreibung für die Coronavirus-Forschung mit einem geplanten Budget von 5 Millionen Franken lanciert. Es wurden 284 Gesuche eingereicht, viel mehr als der SNF erwartet hatte. Die Entscheide sollen bis Mitte Mai kommuniziert werden. 

Komplementär dazu schreibt der SNF im Auftrag des Bundesrates das Nationale Forschungsprogramm (NFP) "Covid-19" aus. Mit dem NFP 78 sollen Gesundheitsempfehlungen und innovative Lösungen zur Bekämpfung von Covid-19 erarbeitet werden. Gesuche müssen bis am 25. Mai 2020 eingereicht werden.

Weitere Ausschreibungen (kein Anspruch auf Vollständigkeit, wird laufend aktualisiert):

Ich habe einen Antrag für UZH-interne Forschungsförderung (Forschungskredit Candoc/Postdoc, UFSP) eingereicht. Werden die Anträge evaluiert?

Ja, alle Gesuche werden wie im Normalbetrieb evaluiert und die Entscheide werden zum vorgesehenen Zeitpunkt kommuniziert.

Ich muss wegen einem Forschungsprojekt ins Ausland reisen. Geht das noch?

Dienst- und Forschungsreisen von UZH-Angehörigen sind grundsätzlich untersagt. Ausnahmen können durch die Fakultätsleitungen oder das zuständige Universitätsleitungsmitglied bewilligt werden.

Ich muss an einem internationalen Symposium einen Vortrag halten. Muss ich da absagen?

Internationale Dienstreisen im Namen der UZH sind grundsätzlich untersagt. Ausnahmen können durch die Fakultätsleitungen oder das zuständige Universitätsleitungsmitglied bewilligt werden.