Jahresbericht 2019

Grusswort

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen

Rektorin ad interim Gabriele Siegert

Die Berufswelt befindet sich im Wandel. Besonders die fortschreitende Digitalisierung erfordert neues Wissen und neue Fähigkeiten. Weiterbildung ist vor diesem Hintergrund zentral, um Wissenslücken zu schliessen und berufliche Chancen zu verbessern. Die Universität Zürich verfügt über ein breites Angebot an Weiterbildungsstudiengängen für jeden Lebensabschnitt.

Die Porträts im diesjährigen Jahresbericht zeigen, wie gut sich das neu gewonnene Wissen aus UZH-Weiterbildungskursen in der Praxis bewährt und wie es gar Lebenswege verändern kann.

Der aktuelle Jahresbericht gewährt Ihnen Einblicke in die aktuelle Forschung und Lehre an der UZH. Im Statistik- und Finanzteil werden sie detailliert über die Kennzahlen des Jahres 2019 in Kenntnis gesetzt.

Mit freundlichen Grüssen,
Prof. Gabriele Siegert, Rektorin ad interim

im April 2020

Infografiken

UZH in Zahlen (1)

Infografik 1

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (2)

Infografik 2

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (3)

Infografik 3

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (4)

Infografik 4

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (5)

Infografik 5

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (6)

Infografik 6

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (7)

Infografik

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (8)

Infografik 8

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (9)

Infografik 9

Detaillierte Statistiken auf der Website der Abteilung Finanzen

UZH in Zahlen (10)

Infografik 10

Detaillierte Informationen auf der Website der Abteilung Weiterbildung

UZH in Zahlen (11)

Infografik 11

Detaillierte Informationen auf der Unitectra-Website

Highlights

Das Rätsel der Sprache

Visualisierung «Evolving Language»

Am neuen Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) «Evolving Language» erforscht ein interdisziplinäres Team von Forschenden die Ursprünge und die Zukunft der Sprache.

UZH News: Die Macht der Sprache

Neue Immuntherapien gegen Krebs

Visualisierung von Immunzellen und Antikörpern

Das neue Flagship-Projekt der Hochschulmedizin Zürich heisst «Immuno-TargET». Es verbindet neuste Technologien zur Entwicklung von Immuntherapien gegen Krebs endokriner Drüsen und Organe.

UZH News: Neue Immuntherapien gegen Krebs

Die Doktoratsstufe wandelt sich

Michael Schaepman und Claudine Leysinger

Der Graduate Campus (GRC) hat 2019 einen Leitfaden für das Doktorat zusammengestellt. Claudine Leysinger, Geschäftsführerin des GRC, und Michael Schaepman, Prorektor Forschung, diskutieren die Empfehlungen.

Best Practice-Leitfaden

Aktuelle Antike

Amor und Psyche im Kuss vereint (aus der Archäologichen Sammlung)

Rund 50 Forschende der UZH haben 2019 das Zentrum Altertumswissenschaften Zürich lanciert. Es will die Forschung zur Antike stärken und neues Wissen vermitteln.

ZAZH – Zentrum Altertumswissenschaften Zürich

Imperialer Gott

Moses mit Gesetzestafel, gemalt von Valentin de Boulogne (1620)

Mitten auf der Flucht durch die Wüste empfängt das Volk Israel am Berg Sinai Gottes Gebote. So steht es in der Bibel. Nicht weniger dramatisch sind die historischen Hintergründe dieser Erzählung.

UZH News: Imperialer Gott

Bessere Diagnosen bei Brustkrebs

Brustkrebsgewebe

Eine massgeblich an der UZH entwickelte bildgebende Methode kann Brustkrebsgewebe neu sehr detailliert darstellen. Mit bis zu 35 Markern lassen sich unterschiedlichen Zelltypen des Brusttumors erkennen.

Bessere Diagnosen bei Brustkrebs

Fakten und Fiktion

Besucherinnen und Besucher an der Scientifica 2019

Science-Fiction – Science Facts: Unter diesem Motto schauten die  Universität Zürich und die ETH Zürich an den Wissenschaftstagen in die Zukunft.

Scientifica

Zwischen Mensch und Maschine

Chatchavan Wacharamanotham

Chatchavan Wacharamanotham, Professor für Interaction Design, gibt sein Themengebiet auf innovative Weise an die Studierenden weiter. Für sein Engagement hat er den Lehrpreis 2019 erhalten.

UZH News: Lehrpreis 2019

Schülerinnen- und Schülerstudium

Maurin Brunner, Marie Schrader und Pebijn Cobben

Seit rund einem Jahr schnuppern Gymnasiastinnen und Gymnasiasten Uni-Luft. Das Angebot kommt gut an. Nun wird das Pilotprojekt um zwei Jahre verlängert.

UZH News: «Ich kann schnell viel lernen»

Cäsar lesen

Antike Steintafel mit Text zu Caesar

Latein lebt an der UZH: 2019 wurde der Lateinunterricht in einigen Fächern zum Pflichtmodul. Es sei von Vorteil, wenn Studierende lateinische Quellen lesen können, sagt Christian Utzinger vom Sprachenzentrum.

Philosophische Fakultät, Latein und Griechisch

Das digitale Einmaleins

Studentin Aleksandar Nakic am Computer

Mit dem kompetitiven Lehrkredit unterstützt die UZH innovative Lehr-formate – und setzt damit Impulse für eine noch effektivere, viel fältigere und lebendigere Lehre, so etwa im Fach Informatik.

Kompetitiver Lehrkredit

Campusleben

Gut zuhören

Stefan Schnyder und Gabriele Siegert

Vize-Rektorin Gabriele Siegert und Stefan Schnyder, Direktor Finanzen und Personal, äussern sich im Interview zu den Ergebnissen der Mitarbeitenden-befragung, die 2019 erstmals durchgeführt wurde.

UZH News: Mitarbeitendenbefragung

«De Foifer» und nachhaltiges Take-away

Studierende in der Mensa

Vom «Schnipo» zu Soja Polpette und Butter Tofu: Das Speiseangebot an der UZH wird zeitgemäss weiterentwickelt. Und es setzt auf Nachhaltigkeit – ab Herbstsemester 2019 neu auch bei Take-away-Menüs.

«Wir wollen den Standort Oerlikon attraktiver gestalten»

Infografik Campus Oerlikon

Veronika Brandstätter-Morawietz leitet den neu eingerichteten Campusrat Oerlikon. Das Gremium will Massnahmen zur Stärkung des Standortes Oerlikon ergreifen.  Im Interview erläutert die Psychologieprofes sorin, wie das geschehen soll.

Neuer Auftritt für den Irchel

Vision Campus Irchel

Auf dem Campus Irchel wird gebaut. In den nächsten 20 Jahren soll die Standort-Strategie der UZH realisiert werden. In der Zwischenzeit beleben neben den Studierenden 2000 Kantonsschülerinnen und -schüler das Areal.

Stadtuniversität

Porträts

Foto: Beat Schweizer

Die Welt neu sehen – Fokus Weiterbildung

Carla Rohrer Bley

«Die Anstrengung lohnt sich», sagt Carla Rohrer Bley. Die Professorin für Radio-Onkologie am Tierspital hat sich an der UZH in Applied Ethics weitergebildet und ein Programm für Führungskräfte besucht.

Sie ist eine von insgesamt 15 Menschen, die der Fotograf Beat Schweizer für diesen Jahresbericht fotografiert hat. Was sie eint, ist das Interesse an zukunftsweisenden Themen und die Neugierde, etwas Neues zu erfahren und zu lernen. Sie alle haben sich an der UZH auf ganz unterschiedlichen Gebieten weitergebildet.

Im Bild: Carla Rohrer Bley, Veterinärmedizinerin.

Grün wirtschaften

Bastien Girod

«Ich interessiere mich sehr für die Forschung, habe deshalb doktoriert und habilitiert. Um den Sprung von der Wissenschaft in die Wirtschaft zu schaffen, besuchte ich die berufsbegleitende Weiterbildung in General Management an der UZH, die ich mit einem Executive MBA abschloss. Danach war ich gut gerüstet für die Leitung des Business Developments der Klimaschutz-Firma South Pole und für das Präsidium des Wirtschaftsverbandes der Abfallverwertungswirtschaft.»

Nationalrat Bastien Girod, Politiker Grüne.

Spanisch digital

Francisca Ruiz

«Für den Spanischunterricht an Mittelschulen bilde ich an der UZH Lehrerinnen und Lehrer aus. Wir nutzen Lehrmethoden, die den Digital Natives gerecht werden. So arbeiten wir im Unterricht zum Beispiel mit Übersetzungsprogrammen und zeigen, wie trügerisch es sein kann, sich auf sie zu verlassen.»

Francisca Ruiz, Fachdidaktikerin an der UZH und Spanischlehrerin an der Neuen Kantonsschule Aarau.

Gute Marke

Elizabeth Rembelska

«Ich arbeite in der Vermögensverwaltung. Den CAS-Lehrgang in Inhouse Counsel, also der rechtlichen Beratertätigkeit innerhalb einer Firma, habe ich deshalb ausgesucht, weil renommierte Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft unterrichten. Meine Abschlussarbeit habe ich über Markenbranding geschrieben.»

Elizabeth Rembelska arbeitet im Bereich Marketing.

Hinschauen und helfen

Alexander Philipp

«Als Zahnarzt habe ich viel mit Menschen zu tun, die an Zahnbetterkrankungen leiden. Darunter viele Ältere. Mit Demenz oder anderen Krankheiten im Alter wird die Zahnpflege schwieriger. Man darf nicht wegschauen und muss rechtzeitig helfen. Mit dem MAS Parodontologie habe ich mich auf den neuesten Stand der Wissenschaft gebracht. Das kann ich nun direkt in meine Praxis einfliessen lassen.»  

Alexander Philipp, Zahnarzt, auf seinem Hof im Thurgau

Neuer Sinn

Sandro Bless

«Nach 25 Jahren als Banker habe ich mir die Sinnfrage gestellt. Sollte ich weiterhin in der Bank 50 bis 60 Stunden in der Woche arbeiten? Lieber wollte ich mein Wissen an junge Leute weitergeben. Die Weiterbildung für das Lehrdiplom an Mittelschulen an der UZH war deshalb für mich genau das Richtige.»

Sandro Bless, Mittelschullehrer für Wirtschaft.

Wie Maschinen lernen

Mie Brühl

«Während meiner Weiterbildung in Big Data and Machine Learning habe ich wenig Zeit gehabt, gemütlich auf dem Sofa zu sitzen. Ich musste viel Zeit investieren, um mich mit der Materie auseinanderzusetzen. Doch es hat sich gelohnt, mir wurde ein Digitalisierungsprojekt einer Bank anvertraut. Das nötige Grundlagenwissen habe ich nun.»

Mie Brühl, Bankerin und Managerin.

Wissen aus der Praxis

Marianne Jossen

«Ich wollte mehr wissen über das Schweizerische Gesundheitswesen als Ganzes und wählte den Master in Public Health der Universitäten Zürich, Basel und Bern. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens und brachten ihre Erfahrungen aus ihrer Praxis mit in den Studiengang ein. Das habe ich als sehr bereichernd erlebt. Noch heute pflegen wir einen guten Kontakt zueinander.»

Die Soziologin Marianne Jossen arbeitet beim Bundesamt für Gesundheit.

Nachhaltig beraten

Marcus Fenchel

«Ich arbeite als Manager in einer Unternehmensberatung. Zu unseren Kunden zählen Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister. Zurzeit erlebt das Thema Sustainable Finance  einen Boom, und Banken suchen nach Unterstützung in diesem für sie neuen Thema. Den Studiengang zum CAS Sustainable Finance habe ich besucht, um mich auf den neuesten Stand in Forschung und Praxis zu bringen.»

Marcus Fenchel, Manager.

Am Ball bleiben

Michael Bürgisser

«Ich will am Ball bleiben und besuche regelmässig Weiterbildungskurse an der UZH. Einerseits bekomme ich dabei spannende, neue Ideen für den Unterricht, andererseits möchte ich auch den Draht zur Universität behalten. Weiterbildungskurse bieten eine gute Möglichkeit, den Austausch zwischen Gymnasium und Hochschule zu fördern.»

Michael Bürgisser, Mathematiklehrer.

Heilen mit Wacholder

Maria Blassnigg

«Die Weiterbildungskurse in Ethnobotanik und Ethnomedizin an der UZH sind einzigartig in Europa. Ich fühle mich richtiggehend privilegiert, dass ich sie besuchen konnte. Ich kann seither die Menschen in der Apotheke noch besser beraten, vor allem beim Aufzeigen von Alternativen zu chemischen Medikamenten. Meine Abschlussarbeit schrieb ich über die Heilkräfte des Wacholders.»

Maria Blassnigg, Apothekerin.

Die 68er analysieren

Bernhard Weissberg

«Ich habe mich schon immer für Geschichte interessiert und als Journalist nicht die Zeit gehabt, mich in ein Thema zu vertiefen. Im Masterlehrgang in Applied History konnte ich das. Nebenher lernte ich interessante Leute aus aller Welt kennen, wir hörten zu, diskutierten lange, so zum Beispiel über die 68er Jahre und ihre Auswirkungen. Summer Schools führten uns nach Berlin oder London.»

Bernhard Weissberg war unter anderem Chefredaktor beim «Blick», heute ist er Inhaber einer Agentur für Kommunikationsberatung.

Hat Lupo noch ein gutes Leben?

Carla Rohrer Bley

«Im Tierspital habe ich mit krebskranken Tieren zu tun. Die moderne Heilkunst stellt uns vor heikle Fragen: Soll man einen schwer kranken Hund am Leben erhalten oder erlösen? Zudem treibt mich die Frage um, wie unterschiedlich wir mit Haus- und Nutztieren umgehen. Die einen werden geliebt, die anderen geschlachtet. Im Masterlehrgang Applied Ethics konnte ich diese ethischen Dilemmata diskutieren. Heute kann ich im Arbeitsalltag besser mit schwierigen Fällen umgehen.» 

Die Veterinärmedizinerin Carla Rohrer Bley ist Professorin für Radio-Onkologie an der UZH. Sie hat neben dem MAS in Applied Ethics auch einen CAS in Leadership & Governance an Hochschulen erworben.

Fit für die Lehre

Sabrina Müller

«Ich war sechs Jahre lang Pfarrerin, habe an der Theologischen Fakultät der UZH promoviert, bin Lehrbeauftragte und nun bald mit meiner Habilitation fertig. Durch das CAS-Zertifikat in Hochschuldidaktik fühle ich mich in der Lehre sicher und fit. Zudem werden bei Bewerbungen an Hochschulen didaktische Kenntnisse vorausgesetzt. Aus Freude an der Lehre und weil es meine Berufsperspektiven verbessert, habe ich den Weiterbildungskurs besucht.»

Sabrina Müller, Theologische Geschäftsführerin am Zentrum für Kirchenentwicklung der Theologischen Fakultät.

Das Muster verstehen

Rahel Fähndrich

«Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen. Es ist immer wieder eine Herausforderung, die Verhaltensmuster der Kinder zu ergründen und eine gute Therapie für sie aufzugleisen. Im Masterlehrgang Kognitive Verhaltenstherapie konnte ich Fallbeispiele aus meiner Praxis mit den Dozierenden diskutieren. So manches Aha-Erlebnis hat mich darin bestärkt, wie wichtig der Austausch mit Fachleuten ist.»

Rahel Fähndrich ist Psychotherapeutin und arbeitet in einer Institution für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten.

Kunstinteressierter Kaufmann

Sabrina Müller

«Als Student habe ich fast alle Vorführungen im Opernhaus angeschaut, oft besuchte ich dieselbe Oper mehrmals. Nach dem Studium wurde ich Vermögens- und Finanzverwalter. Doch etwas fehlte. Ich wollte mein Interesse an der Kunst und mein kaufmännisches Können zusammenbringen. Die Weiterbildung in Executive Arts Administration eröffnete mir diesen Weg.»

Christian Berner, Kaufmännischer Direktor des Opernhauses Zürich.