zurück zur Übersicht

Hypnerotomachia Poliphili

»Der Traumliebeskampf des Vielliebenden / Polia Liebenden« – Der Protagonist namens Poliphilo erzählt einen Traum, in dem er den Weg zu seiner Geliebten findet. Er durchwandert eine Kunst- und Architekturlandschaft, durch zauberhafte Wälder, Grotten, Ruinen, Triumphbögen, ein Labyrinth; er begegnet Elefanten und Drachen, Göttern und Göttinnen, Personifikationen. Die Orte, Gebäude und Kunstwerke werden ausführlich beschrieben (Ekphrasis) und mit mit bedeutungsvollen Anspielungen versehen. Alle Schattierungen der vielgestaltigen Liebe klingen an.

Francesco Colonna, O.P. [1433 – 1527], Hypnerotomachia Poliphili, ubi humana omnia non nisi somnium esse docet, Venedig: Aldus Manutius 1499.

Digitalisat der H.A.B. Wolfenbüttel: http://diglib.hab.de/inkunabeln/13-1-eth-2f/start.htm

Der Text ist online maschinenlesbar auf > https://it.wikisource.org/wiki/Pagina:Hypnerotomachia_Poliphili.djvu/1

Ältere Übersetzungen:

Hypnerotomachie, ou Discours du songe de Poliphile, Déduisant comme Amour le combat à l’occasion de Polia. Soubz la fiction de quoy l’aucteur monstrant que toutes choses terrestres ne sont que vanité, traicte de plusieurs matieres profitables, & dignes de memoire. Nouvellement traduitc de langage Italien en Francois. Paris: Pour Iaques Kerver, imprimé par Marin Massellin 1546. [Übers. Jean Martin; gekürzt und mit neuen Holzschnitten versehen]
[engl. Übersetzung etwa der Hälfte des Texts durch Robert Dallington:] Hypnerotomachia. The strife of loue in a dreame. At London, printed for Simon Waterson 1592. – Digital: http://www.gutenberg.org/files/18459/18459-h/18459-h.htm

Moderne Übersetzungen:

Claudius Popelin, Le songe de Poliphile, ou, Hypnérotomachie, Paris 1883 (Réimpression: Slatkine 1994)
Hypnerotomachia Poliphili = The strife of love in a dream, the entire text translated for the first time into English with an introduction by Joscelyn Godwin, London: Thames & Hudson 1999.
Hypnerotomachia Poliphili; a cura di Marco Ariani / Mino Gabriele, Milano: Adelphi 1998 (1.Band: italienische Übersetzung; 2.Band: Kommentar).
Hypnerotomachia Poliphili; übersetzt und kommentiert [und mit Registern versehen] von Thomas Reiser, Wunsiedel [erste Auflage] 2014 [inkl. Register 708 Seiten].
Th. Reiser hat gehässige Rezensionen bekommen. Soll sich der Rezensent mal hinsetzen und dieses Werk übersetzen! Dann reden wir wieder darüber. Ich bin jedenfalls Th. Reiser sehr dankbar. P.M.

Hinweis:

Linda Fierz-David, Der Liebestraum des Poliphilo. Ein Beitrag zur Psychologie der Renaissance und der Moderne, Zürich: Rhein-Verlag 1947. [Zusammenfassung und Kommentar im Lichte der Psychologie von C.G.Jung]



Page last modified on May 07, 2017, at 10:14 PM