Consulto involvit veritatem antiquitas,
Ut sapiens intellegeret, erraret rudis.

Phaedrus VI,7 (Appendix Perottina)


Holzschnitt zu Actaeon von Virgil Solis (1514–1562)
in: Pub. Ovidii Nasonis Metamorphoseon libri XV.
nach der 2. lat Ausgabe, Frankfurt / M. 1567

Diese Seite wurde zusammengestellt von Paul Michel, Prof. em. an der UZH


Übersicht

Einleitung

Bibliographie, allgemein

antike Quellen

Kirchenväter

Mittelalter

Renaissance und 17. Jahrhundert

18. und 19. Jahrhundert

Moderne

Sekundärliteratur


Wie wurden die antiken Mythen überliefert? Woher kannte man die Geschichten?

Das Christentum kennt keine starke Varianz innerhalb der himmlischen Welt: Das erste Gebot lautet: »Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.« (2. Mos. 20, 3) Der Monotheismus des Judentums (den dann auch der Islam übernimmt) hat sich allerdings erst in der Zeit nach dem babylonischen Exil deutlich herauskristallisiert; die Spezialisten der hebräischen Bibel finden allenthalben noch Überbleibsel eines älteren Polytheismus. In den drei Schriftreligionen gibt es einen abgeschlossen, als kanonisch geltenden Text: den sog. TeNaK (d.h. die hebräische Bibel) bzw. die beiden Testamente der christlichen Bibel bzw. den Koran. (Freilich gibt es gelegentlich auch Mehrfachüberlieferungen – vgl. Passagen aus 2. Samuel parallel mit 1. Chronik oder die drei synoptischen Evangelien – sowie Texte an den Rändern: Apokryphen, Hadith). Aber über Jahrhunderte werden doch die zentralen heiligen Texte recht genau und einheitlich überliefert. Wer sich über eine Person wie Noah informieren möchte, findet die (die eine) Noah-Geschichte im 1. Buch Mose 5, 28 – 9, 29.

In der heidnischen Antike ist das anders. Jede Stadt, jede Landschaft in Griechenland, Kleinasien, Latium verehrte ihre Götter und Heroen in regionalen Kulten, mit Opfern, mit Spielen. Lange Zeit wurden die damit verbundenen Geschichten und Bräuche mündlich überliefert und immer wieder neu erzählt, den sich ändernden Bedürfnissen und Umfeldern angepasst. (Anders in den Schriftreligionen, wo der unveränderbare Text immer wieder neuen Gegebenheiten anpasst wird, indem man ihn intensiv auslegt, so dass man ihn unverändert stehen lassen kann, aber anders versteht.) Allmählich werden die Mythen da und dort und dann und wann von Dichtern in Form von Epen, Tragödien, Hymnen sprachlich gefasst und dann verschriftlicht.

Es gibt also eine bunte Vielfalt von Texten aus verschiedenen Zeiten, in denen verschiedene Geschichten über die heidischen Götter und Heroen erzählen, vieles in abweichenden Varianten oder gar widersprüchlich. Wenn wir heute etwas über eine griechische Göttin oder einen römischen Gott wissen wollen, dann erinnern wir uns vielleicht an die Schul-Lektüre des Buchs »Die schönsten Sagen des Klassischen Alterthums« von Gustav Schwab (Erstauflage 1838). Dort nachschlagen führt zu nichts Gescheitem. Denn hier ist die ganze Vielfalt pasteurisiert und homogenisiert, wir lesen das Elaborat eines Schulmanns für Mädchenpensionate, das keine historischen Quellen wiedergibt. Der Schwab gehört auf den Index! (Das gilt entsprechend auch für gewisse Artikel im WWWeb.)

Wer die antike Überlieferung im Original kennen lernen will oder wer sehen will, wie diese antiken Texte im frühen Christentum, im Mittelalter und in der Renaissance tradiert, interpretiert und in Bildern, Philosophie und Dichtungen umgesetzt wurden, muss den Gang zu den Quellen antreten. Gute Lexika (z.B. Hederich, Roscher, Hunger) helfen dabei.

Beispiel 1: Wir wissen alle, dass Troja durch die List mit dem trojanischen Pferd erobert wurde und dass Homer das große Epos über den trojanischen Krieg (die »Ilias«) verfasst hat. Aber wo findet sich dort die Geschichte mit dem Pferd? Nirgends.
In der »Odyssee« (8. Gesang, Vers 493ff.) singt der Sänger Demodokos bei einem Gastmahl des Lied vom hölzernen Pferd.
Und zu Beginn des 2. Gesangs von Vergils (70 – 19) »Aeneis« erzählt der eben in Karthago angekommene Aeneas (aus der trojanischen Perspektive!) von der Eroberung mithilfe des hölzernen Pferdes.
Beispiel 2: Wie kam es überhaupt zum trojanischen Krieg? Da war doch die Geschichte mit dem Paris-Urteil, das häufig von Künstlern dargestellt wird, mit den drei nackt posierenden Göttinnen! Bei Homer sind nur Anspielungen darauf zu finden; er setzt die Kenntnis der Geschichte voraus.
In des Euripides »Troerinnern« (415 v. Chr. aufgeführt) rechtfertigt sich Helena im 3. Epeisodion (V. 860–1059) gegenüber Menelaos für ihre Taten und erzählt die Vorfälle. Zusammenfassung in der dt. Wikipedia
Eine weitere Quelle ist – Hand aufs Herz: Ist Ihnen der Text schon einmal begegnet? – Hygin (lat., 64 vor – 17 nach Chr.), »Fabulae«, Nr. 91/92.
Eine andere Quelle ist – nochmals Hand aufs Herz – Ps.-Apollodor (griech., 1./2. Jh. n. Chr.), »Bibliotheke« III, ii, 5.
Und schließlich schreibt Ovid (43 vor – 17 nach Chr.) in seinen »Heroides« einen fiktiven Briefwechsel zwischen Paris und Helena, aus dem man diese Dinge indirekt erfährt. in englischer Übersetzung von G. Showerman
Fulgentius (er lebte ca 500 nach Chr.) erzählt die Geschichte in seinen »Mitologiae« (II. Buch, I. Fabula de iudicio Paridis): http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost06/Fulgentius/ful_myt2.html

Das heisst: Man muss sich den Ablauf des ganzen trojanischen Kriegs aus vielen Quellen zusammenstoppeln, die aus etwa sieben Jahrhunderten stammen. Das ist grundsätzlich bei allen größeren Erzählungen oder Stammbäumen der Fall.

Es geistert gelegentlich noch das simplifizierende Geschichtsbild herum, wonach die Kenntnis der heidnischen Antike vom Christentum verdrängt wurde und deshalb im finstern Mittelalter verlorengegangen war und dann in der Renaissance wiederentdeckt wurde. Das ist Unsinn. Das Wissen um die heidnischen Mythen ist über die Jahrhunderte kontinuierlich da. Freilich hat man um ca. 1453 die heidnische Antike mit etwas anderen Augen gesehen.

Und woher kannten die Maler, Bildhauer und Dichter die Mythen des Altertums? Gingen sie in die Bibliotheken und jagten die originalen Quellen auf? Nein: Es gab schon in der Antike, im Mittelalter und dann besonders in der Renaissance Handbücher, Lexika, in denen das Wissenswerte aus den verstreuten antiken Quellen exzerpiert und zusammengestellt wurde. Noch die Dichter der ›Weimarer Klassik‹ haben sich des »Gründlichen mythologischen Lexikons« von Benjamin Hederich (1724) bedient. In solchen Handbüchern sind nicht nur Mythen der Götter und Heroen zusammengetragen, sondern oft auch Exempla berühmter Menschen; Sentenzen aus Philosophie und Belletristik; Ereignisse aus der Geschichte (z.B. Herodot; Tacitus, Livius); Sachgüter und Lebensformen.

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Studien zum Thema

  • Hinweis auf eine riesige Bibliographie zur Mythenrezeption von Bernhard Kreuz und Christine Harrauer u.a., Österreichische Akademie der Wissenschaften > www.oeaw.ac.at/kal/mythos/bibliomythos.pdf
  • Projekt »Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart« an der Universität Tübingen — http://www.mythenrezeption.uni-tuebingen.de/index.html
  • Sonderforschungsbereich 644 »Transformationen der Antike« (Berlin): http://www.sfb-antike.de/startseite/
Eine ausführliche Beschreibung des Projektes samt seiner operationalen Begrifflichkeiten (2017) findet sich auf > https://www.sfb-antike.de/abschlussbericht.pdf — Interessant sind die Topoi »III. Modi und Typen der Transformation«


  • Domenico Comparetti, Virgilio nel medio evo, Livorno 1872 (2 vol.); Nuova edizione, 3a ristampa a cura di Giorgio Pasquali, Firenze: La nuova Italia 1967.
  • Jean Seznec, La survivance des dieux antiques, London 1940; The Survival of the Pagan Gods, Princeton 1953; [Neuausgabe: Flammarion 1980]. – deutsche Übers.: Das Fortleben der antiken Götter. Die mythologische Tradition im Humanismus und in der Kunst der Renaissance, München: Fink 1990.
  • Edgar Wind, Pagan Mysteries in the Renaissance, London: Faber & Faber 1958 – Heidnische Mysterien in der Renaissance, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1981
  • Franz Josef Worstbrock, Deutsche Antikenrezeption 1450–1550. Teil I: Verzeichnis der deutschen Übersetzungen antiker Autoren, Boppard 1976.
  • Birger Munk Olsen, L’étude des auteurs classiques latins aux XIe et XIIe siècles, Paris: Éditions du CNRS 1982-1989. 4 vols., 1982 / 1985 / 1987 / 1989 (Handschriftenkatalog)
  • Hartmut Kugler, Artikel »Ovidis Naso« in: Die deutsche Lit des Mittelalters, Verfasserlexikon, Band 7 (1989), Sp. 247–273.
  • Jane Chance, Medieval mythography
    Vol 1: From Roman North Africa to the School of Chartres, A.D. 433-1177 Gainesville etc. : University Press of Florida 1994.
    Vol. 2: From the School of Chartres to the Court at Avignon, 1177-1350. Gainesville [u.a.] : Univ. Press of Florida 2000.
  • Sabine Wedner, Tradition und Wandel im allegorischen Verständnis des Sirenenmythos. Ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte Homers, Frankfurt am Main / Bern: Lang 1994 (Studien zur klassischen Philologie 86)
  • Peter G. Bietenholz, Historia and Fabula: Myths and Legends in Historical Thought from Antiquity to the Modern Age, Leiden: Brill 1994 (Brill’s Studies in Intellectual History 59)
  • Reinhard Stupperich (Hg.), Lebendige Antike. Rezeptionen der Antike in Politik, Kunst und Wissenschaft der Neuzeit. Kolloquium für Wolfgang Schiering (Mannheimer historische Forschungen Band ), Mannheim: Palatium Verlag 1995.
  • Eric M. Moormann / Wilfried Uitterhoeve (übersetzt von Marinus Pütz), Lexikon der antiken Gestalten mit ihrem Fortleben in Kunst, Dichtung und Musik, Stuttgart: Kröner 1995 (Kröners Taschenausgabe 468).
  • Franz Josef Worstbrock, Artikel »Vergil« in: die dt. Lit. des Mittelalters, Verfasserlexikon, Band 10 (1999), Sp. 247–284.
  • Otto Mazal, Die Überlieferung der antiken Literatur im Buchdruck des 15. Jahrhunderts, 4 Bände, Stuttgart: Hiersemann 2003 (Bibliothek des Buchwesens 14).
  • Mythos Prometheus. Texte von Hesiod bis René Char, hrsg. von Wolfgang Storch und Burghard Damerau [1995], 4. Aufl., Leipzig: Reclam 2005 (Reclam-Bibliothek 1528).
  • Mythos Orpheus. Texte von Vergil bis Ingeborg Bachmann, hrsg. von Wolfgang Storch [1997], 4. Aufl., Leipzig: Reclam 2006 (Reclam-Bibliothek 1590).
  • Martin Vöhler / Wolfgang Emmerich (Hgg.) Mythenkorrekturen. Zu einer paradoxalen Form der Mythenrezeption, Berlin: de Gruyter 2005 (Spectrum Literaturwissenschaft 3).
  • Malcolm Bull, The mirror of the Gods : classical mythology in renaissance art, London: Lane 2005. – Ausführliche kritische Besprechung in der London Review of Books: http://www.lrb.co.uk/v27/n18/tj-clark/looking-at-the-ceiling <Zugriff 23.11.13>
  • Christel Meier, Ovid-Rezeption in Text und Bild. Der Erichthomius-Mythos von Berchorius bis Rubens, in: Querite primum regnum Dei. Sborník příspěvků k poctě Jany Nechutové, [Festschrift zu Ehren Jana Nechutová], hg. von Helena Krmíčková [u.a.], Brno 2006, S. 135-149.
  • Der Neue Pauly hg. von Hubert Cancik / Manfred Landfester / Helmuth Schneider; darin:
    Maria Moog-Grünewald, Mythenrezeption, Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart = Der Neue Pauly - Supplemente, Bd. 5, Stuttgart, Metzler 2008
    Christine Walde / Brigitte Egger, Die Rezeption der antiken Literatur. Kulturhistorisches Werklexikon = Der Neue Pauly - Supplemente, Band 7, Stuttgart, Metzler 2010
    Renaissance-Humanismus. Lexikon zur Antikerezeption, hg. von Manfred Landfester, Weimar/Stuttgart: Metzler 2014 (Der Neue Pauly. Supplemente; Band 9)
  • Werner Suerbaum, Handbuch der illustrierten Vergil-Ausgaben 1502-1840. Geschichte, Typologie, Zyklen und kommentierter Katalog der Holzschnitte und Kupferstiche zur Aeneis in Alten Drucken. OLMS 2008. PICT
  • Michael C.J. Putnam and Jan M. Ziolkowski (Eds.), The Virgilian tradition, New Haven, Conn.: Yale University Press 2008.
  • Anna Stenmans, Penelope in Drama, Libretto und Bildender Kunst der Frühen Neuzeit. Transformationen eines Frauenbildes, Rhema-Verlag Münster 2013 Link zur Verlagsanzeige.
  • Jörg Jochen Berns, Artikel »Mythos / Mythologie« in: Renaissance-Humanismus.: Lexikon zur Antikerezeption, hg. von Manfred Landfester, Weimar/Stuttgart: Metzler 2014 (Der Neue Pauly. Supplemente; Band 9). Sp. 657–670.
  • Jörg Jochen Berns, Mythographie und Mythenkritik in der Frühen Neuzeit. Unter besonderer Berücksichtigung des deutschsprachigen Raumes. In: Diskurse der Gelehrtenkultur in der Frühen Neuzeit. Ein Handbuch, hg. von Herbert Jaumann, Berlin: de Gruyter 2011, S. 85–155.
  • Petra Korte, Die antike Unterwelt im christlichen Mittelalter. Kommentierung, Dichtung, philosophischer Diskurs, Frankfurt am Main: P.Lang 2012 (Tradition - Reform - Innovation, Band 16).
  • Susanne Gatzemeier, Ut ait Lucretius. Die Lukrezrezeption in der lateinischen Prosa bis Laktanz, (Hypomnemata. Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben 189), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2013.
  • Christel Meier, Ovidius christianus und Antiovidianus. Pagan-christliche Hybridformen der Metamorphosen-Kommentierung im Spätmittelalter, in: Beiträge zur Geschichte der Deutschen Sprache und Literatur (pbb) 2015; 137/3, S.461–493.

Speziell zu Ovidillustrationen

  • Max Dittmar Henkel,Illustrierte Ausgaben von Ovids Metamorphosen im XV., XVI. und XVII. Jahrhundert, in: Vorträge der Bibliothek Warburg 1926–1927 (1930), S.58–144.
  • Biblioteca digital ovidiana: ediciones ilustradas de Ovidio, siglos XV-XIX. > http://www.ovidiuspictus.es/presentacion.php
  • Ovid Illustrated: The Reception of Ovid’s Metamorphoses in Image and Text. > http://ovid.lib.virginia.edu/ovidillust.html
  • Gerlinde Huber-Rebenich / Sabine Lütkemeyer/ Hermann Walter, Ikonographisches Repertorium zu den Metamorphosen des Ovid, Berlin: Mann
    Band 1.1/2: Narrative Darstellungen (Textteil/Bildteil) 2014
    Band 2: Sammeldarstellungen 2004
    Die textbegleitende Druckgraphik 2004.
  • DFG-Projekt »Text – Bild – Rezeption im Trecento«: http://www.uni-muenster.de/Fruehmittelalter/Projekte/Ovid-Berchorius/

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Holzschnitt zu Actaeon aus:
Die Verwandlungen des Ovidii in zweyhundert und sechs und zwantzig Kupffern.
In Verlegung Johann Ulrich Krauß, Kupferstechern in Augspurg [ca. 1690].
> http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ovidius1700


Bibliographie zur Überlieferung und Exegese von paganer antiker Literatur in Antike / Mittelalter / Renaissance (Quellentexte)

Diese Liste ist unvollständig und heterogen; nicht alle Titel sind aufgrund von Autopsie verifiziert.

Speziell mytheninterpretierende (nicht bloß überliefernde) Texte sind mit dem Vermerk EXEG hervorgehoben. Bebilderte Bücher sind mit PICT bezeichnet.

Antike Quellen


Homer (9. / 8. Jh. vor Chr.): »Ilias«, »Odyssee«

  • Leonzio Pilato († um 1365) und Francesco Griffolini fertigen eine lat. Übersetzung des griech. Homer an.
  • Die lateinische Odyssee-Übersetzung des Francesco Griffolini, hg. Bernd Schneider / Christina Meckelnborg, Leiden: Brill 2011 (Mittellateinische Studien und Texte 43)
  • Lat. Ilias-Übersetzung von Lorenzo Valla (gest. 1457), Drucke Brescia: Henricus de Colonia / Statius Gallicus, 1474. u.ö.
  • deutsche Prosa-Übersetzung der Odyssee von Simon Schaidenreisser, Augsburg 1537: Odyssea. Das seind die aller zierlichsten vnd lustigsten vier vnd zwaintzig bücher des eltisten kunstreichesten Vatters aller Poeten Homeri zu Teütsch tranßferiert / mit argumenten vnd kurtzen scholijs erkläret durch Simon Schaidenreisser. Faksimiledruck der Ausgabe 1537, hg. Günther Weydt / Timothy Sodmann, Münster: Grimmelshausen-Gesellschaft 1986. – Digitalisat: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00095060/image_1
  • Helius Eobanus Hessus (1488-1540) erste lat. Homer-Übersetzung in Hexametern: Poetarum omnium seculorum longe principis Homeri Ilias, hoc est, de rebus ad Troiam gestis descriptio, iam recens Latino carmine reddita, Helio Eobano Hesso Interprete. Iacobus Micyllus Lectori: Maeoniden Latia memorantem praelia voce... Hessus habet... Basel: Robert Winter 1540.
  • [dt. Übersetzung von Johannes Baptista Rexius, ca.1563 – 1598] Johannes Baptista Rexius: Ilias Homeri teutsch. Mit synoptischem Abdruck der Ilias-Übertragung Lorenzo Vallas, kommentiert und eingeleitet von Antje Willing; Berlin: Erich Schmidt 2009 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 46).
  • [dt. Übersetzung von Johannes Spreng, 1524–1601] Ilias Homeri. Das ist Homeri, deß vralten fürtrefflichen Griechischen Poeten, XXIIII. Bücher. Von dem gewaltigen Krieg der Griechen, wider die Troiander, auch langwirigen Belägerung, vnnd Zerstörung der Königlichen Statt Troia Deßgleichen die 12. Bücher Aeneidos deß ... Publij Virgilij Maronis, von den Geschichten vnd gewaltigen Thaten deß Troianischen Helden Aeneae ..., Jetzt ertmahls in offnem truck publicirt vnd verfertigt, Augspurg, 1610. – http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00015754/images/
  • Thomas Bleicher, Homer in der deutschen Literatur (1450-1740), Zur Rezeption der Antike und zur Poetologie der Neuzeit, (Germanist. Abhandlungen 39), Stuttgart 1972.
  • Zur älteren Homerübersetzung in versch. Sprachen: Übersetzung - Translation - Traduction. 3. Teilband, hg. Harald Kittel et al., de Gruyter 2012 (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft / Handbooks of Linguistics and Communication Science) Kapitel XXXIV = Aufsätze diverser Autoren Nr. 258 bis 263.

Theagenes von Rhegion [Ende des 6. Jh. vor Chr.], allegorische Homer-Exegese EXEG

  • Félix Buffière, Les mythes d’Homère et la pensée grecque, Paris 1956.
  • Jean Pépin, Mythe et Allégorie. Les origines grecques et les contestations judéo-chrétiennes, Paris 1958, 2. Auflage 1976.

Hesiod (um 700 vor Chr.), »Theogonie«

Tragödien / Komödien (Aischylos, Sophokles, Euripides, Aristophanes)

Palaiphatos [4. Jh. v. Chr.] EXEG

  • Die Wahrheit über die griechischen Mythen: Palaiphatos' Unglaubliche Geschichten, griechisch/deutsch hg. und übers. von Kai Brodersen, Stuttgart: Reclam 2002 (Reclams Universal-Bibliothek Band 18200).

Papyrus von Derveni [300 vor Chr.?] EXEG

  • Walter Burkert, vgl. die Hinweise bei Luc Brisson, Einführung in die Philosophie des Mythos, 1, Darmstadt: wbg 1996, S. 44ff.

Apollonios von Rhodos (295 – 215 v. Chr.), Die Argonauten, verdeutscht von Thassilo von Scheffer, 1940; Neuauflage Wiesbaden 1947. – Die Fahrt der Argonauten, gr.-dt., übersetzt und kommentiert von Paul Dräger, Stuttgart: Reclam 2002. — Artikel in der engl. Wikipedia — englische Übers bei Gutenberg als e-text: http://www.gutenberg.org/etext/830

Apollodor (2. Jh. vor Chr., fälschlich zugeschrieben), »Bibliotheke«. Götter- und Heldensagen, Hrsg., übers. und kommentiert von Paul Dräger. - Düsseldorf [u.a.] : Artemis & Winkler, 2005 (Sammlung Tusculum) — transl. James George Frazer, London 1961/63 (Loeb’s 121/122) — Artikel in der dt. Wikipediagriechischer und deutscher Text parallel onlineText in engl. Übers.

Cicero (106–43) »de natura deorum«: M. Tullius CICERO, Vom Wesen der Götter, lat./dt., hg. übersetzt und erläutert von Wolfgang Gerlach und Karl Bayer, München/Zürich: Artemis 1987 (Sammlung Tusculum). Reflexe der stoischen Mythenexegese EXEG

Vergil (70 – 19 v.Chr.), »Aeneis«, »Bucolica«, »Georgica« und spätantike Kommentare dazu (Servius, 4. Jh. nach Chr.)

Hygin (64 vor – 17 nach) zugeschrieben:

Ovid (43 v.Chr. – 17. n.Chr.), »Fasti«, »Metamorphosen« – frühe deutsche Übersetzungen:

  • Albrecht von Halberstadt, mhd. Übertragung von Ovids Metamorphosen [1190 / 1217], ganz nur durch Wickram überliefert; rekonstruierende Ausgabe durch Karl Bartsch, (Bibliothek des litterarischen Vereins Stuttgart 38), 1861.
  • P. Ovidii Nasonis ... Metamorphoses oder Verwandlung, mit schönen künstlichen Fig. gezieret, auch kurtzen ... Argumenten und Außlegungen, erkl., und in teutsche Reymen gebracht, ... von Johan Spreng, Getruckt zu Franckfurt bey Georg Raben, Sigmund Feyrabend, und Wigand Hanen Erben 1564
  • Georg Wickram / Gerhardus Lorichius, Metamorphosis. Das ist von der wunderbarlicher Verenderung der Gestalten der Menschen, Thier, vnd anderer Creaturen ... Jetz erstlich gebessert vnd mit Figuren ... gezirt ... Epimythium. Das ist der Lüstigen Fabeln des obgemeltes buchs Außlegung ... P. Ovidius Naso. Meyntz: Schöffer 1551; Franckfurt am Mayn: S. Feyerabendt, 1581, weitere Drucke 1609, 1631.

Herakleitos [Zeit des Augustus], Homerica problemata, hg. Félix Buffière (Budé), Paris 1962. EXEG

Lucius Annaeus Cornutus [auch Phurnutus u.a.; zur Zeit des Nero] EXEG

  • Theologiae Graecae Compendium, ed. Carolus Lang, Leipzig: Teubner 1881.
  • italienische Uebersetzung von Ilaria Ramelli, Milano 2003.
  • Cornutus. Die Griechischen Götter. Ein Überblick über Namen, Bilder und Deutungen, hg. von Heinz-Günther Nesselrath. Eingel., übers. und mit interpretierten Essays versehen von Fabio Berdozzo, Tübingen: Mohr Siebeck, 2009 (= SAPERE. Scripta Antiquitatis Posterioris ad Ethicam Religionemque pertinentia 14)

Diodorus Siculus (Mitte des 1. Jahrhundert vor Chr.) Die »Bibliothéke historiké« enthält im 4. Buch auch Kapitel über die Mythologie: Gorgo, Amazonen, Atlas, Dionysos, Priap, die Musen, Herakles, die Argonauten, Medea, Theseus, Sieben gegen Theben. Poggio Bracciolini hat eine lateinische Übersetzung der Bücher I‑V verfasst, die 1472 und öfters gedruckt wurde.

Philostratos (c. 170-247), »Eikones«. Lat. Übersetzung: De fabula ex imaginibus, Basel: Froben 1518. — Philostratus, Imagines. With an English transl. by Arthur Fairbanks, London 1931 (The Loeb classical library 256) — Philostratos, Die Bilder (griechisch-deutsch), hg., übers. und erl. von Otto Schönberger, Würzburg: Königshausen & Neumann 2004. — englische Übersetzung im Web: http://www.theoi.com/Text/PhilostratusElder1A.html

Porphyrios [fl. 263 / 268], Über die Nymphengrotte (Auslegung von Odyssee 13, 102ff.), ed. W. Nauck, Porphyrii philosophie platonici Opuscula selecta, Leipzig 1886, S. 53–81. – Französische Übersetzung in: Félix Buffiere, Les mythes d’Homère et la pensée grecque, Paris 1956, S. 595–616. EXEG

Fabius Planciades Fulgentius (um 500 nach Chr.) »Mitologiarum libri III«

http://en.wikipedia.org/wiki/Fabius_Planciades_Fulgentius – Editionen:

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aus Giovanni Bonsignori, Ovidio Metamorphoseos vulgare 1501.


Vermittlung in der patristischen Zeit

Cento Probae (2. Hälfte des 4. Jahrhunderts). Die Dichterin Proba hat die christliche Botschaft mit Vers-Stücken aus dem Werks Vergils formuliert (lat. cento = Flickenmantel, Patchwork)

  • Kritische Edition mit Nachweis der verarbeiteten Vergilstellen (Testimonienapparat): C. Schenkl in CSEL 16,1 (Wien 1888), S.568-609; free download bei http://www.archive.org/details/corpusscriptorum16stuoft
  • Englische Übersetzung: Diane F. Hatch & Elizabeth Ann Clark, The golden bough, the oaken cross. the Virgilian Cento of Faltonia Betitia Proba, Chico Cal, Scholars Press 1981.
  • R. P. H. GREEN, Probas’s Introduction to her Cento, in: Classical Quarterly 47 (ii) 548-559 (1997) – Download mit Campus-Lizenz: http://www.jstor.org/stable/639689

Augustinus (354–430), bes. »de Civitate Dei«

Servius Grammaticus [4. Jh.]: Maurus Servius Honoratus, In Vergilii Carmina Commentarii [mit jüngeren anonymen Ergänzungen], hg. Georg Thilo / Hermann Hagen, 3 Bde., Leipzig 1878–1902. EXEG

Ambrosius Macrobius Theodosius [um 400 nach Chr.], Saturnalia, hg. Jacob Willis, Leipzig 1963. EXEG

Im ersten Buch der Versuch alle möglichen Kulte mittels Etymologie und ›natürlicher‹ Mythenexegese auf die Sonne als primäre Gottheit zurückzuführen. — Maschinenlesbarer Text nach der Ausgabe von Ludwig von Jan, published by Gottfried Bass, Quedlinburg and Leipzig 1852: http://penelope.uchicago.edu/Thayer/L/Roman/Texts/Macrobius/Saturnalia/1*.html — Ceutsche Übersetzung von Otto und Eva Schönberger, Macrobius, Tischgespräche am Saturnalienfest, Würzburg: Königshausen & Neumann 2008.

Macrobius, Commentum ad Ciceronis Somnium Scipionis, hg. F. Eyssenhardt (Teubner), 2. Aufl. 1893; mit französ. Übers, H. Bornècque / F. Richard (Budé) 1983; englische Übersetzung: W. H. Stahl, Commentary on the Dream of Scipio, 1952.

  • e-Text von Cicero (lateinisch) http://www.ipa.net/~magreyn/somnium.htm
  • e-Text von cicero (englische Übersetzung) http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_text_cic_scipiodream.htm
  • Mireille Armisen-Marchetti, Macrobe: Commentaire au Songe de Scipion, 2 Bände, Les Belles Lettres, Paris: Les Belles Lettres 2003 (Collection des universités de France 360/373. Série latine) [kritische Edition des lateinischen Textes mit französischer Übersetzung und Kommentar]
  • Albrecht Hüttig, Macrobius im Mittelalter. Ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte der Commentarii in Somnium Scipioni, (Freiburger Beiträge zur mittelalterlichen Geschichte 2) Frankfurt a. M. 1990.

Proklos [ca. 411 – 485], In Platonis Rem Publicam Commentarii, ed. W. Kroll, Leipzig 1901, II, 69–180 (mit Auslegungen von Mythen). EXEG

Fabius Planciades Fulgentius [Bischof von Ruspe, † 533], Mitologiæ. EXEG – Expositio Virgilianae continentiae secundum philosophos moralis — Ältere Ausgaben: PL 76. – Ed. Rudolfus Helm, Leipzig 1898. – Neue Ausgabe ed. J. Fraipont (Corpus Christianorum 91/91A), Turnhout 1968. — Translated by Leslie George Whitbread, Fulgentius the Mythographer (Ohio State UP, 1971).

  • P. Langlois, Artikel “Fulgentius” in: RAC VIII (1972), Sp. 632–661. [Kommentar zu den Mitologiae:] T.Agozzino / F. Zanlucchi, (Collana Accademica 4), Padova 1972.
  • Gabriele Rauner-Hafner, Die Vergilinterpretation des Fulgentius, in: Mittellateinisches Jahrbuch 13 (1978), S. 7–49.
  • Gerlinde Huber-Rebenich, Die Expositio Virgilianae Continantiae des Fulgentius, in: H.-J. Horn / H. Walter, Die Allegorese des antiken Mythos in der Literatur, Wissenschaft und Kunst Europas, (Wolfenbütteler Forschungen 75), Wolfenbüttel: H.A.B. 1997, S. 85–95.

Isidor von Sevilla [um 570 – 636], De diis gentium, in: Isidori Hispalensis Episcopi Etymologiarum sive Originum Libri XX, ed. W.M. Lindsay, Oxford 1911; VIII, xi, 1 – 104. EXEG

  • OCR-Text in der Bibliotheca Augustana
  • [Deutsche Übersetzung:] Die Enzyklopädie des Isidor von Sevilla, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Lenelotte Möller, Wiesbaden: Matrixverlag 2008; S. 308–322.

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aus: Les Métamorphoses d’Ovide, traduites en François, avec des remarques et des explications historiques par M. l’Abbé Banier. Nouvelle édition, Paris 1738.


Mittelalter

Mythographus I / II ed. P. Kulcsar, CCL 91C, 1987. [M II etwa im 6. / 7. Jh.] EXEG

  • Philippe Dain, traduction et commentaire; réviseur: François Kerlouégan: Mythographe du Vatican I, Paris: Les Belles Lettres 1995.
  • Philippe Dain, traduction et commentaire; réviseur: François Kerlouégan: Mythographe du Vatican II, Paris: Presses Universitaires Franc-Comtoises 2000.
  • Ronald E. Pepin, The Vatican mythographers, New York, NY: Fordham University Press 2008.

Theodulf von Orléans (um 750/60 – 821), »De libris quos legere solebam et qualiter fabulae poetarum a philosophis mystice pertractentur« (Die Bücher, die ich öfters las, und wie die Erdichtungen der Poeten von den Gelehrten im übertragenen Sinne interpretiert werden)

  • Bald las ich […] Vergil, bald dich wortreichen/geschwätzigen (loquax) Ovid, in deren Werken zwar manches Wertloses (frivola multa) steht, aber viel Wahrheit unter falschem Gewand / Schleier / Decke verborgen ist (plurima sub falso tegmine vera latent)
  • Text online: http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost09/Theodulfus/the_carm.html#03
  • Text, deutsche Übersetzung und Kommentar in: Lateinische Lyrik des Mittelalters, lat./dt., ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Paul Klopsch, (RUB 8088), Stuttgart: Reclam 1985, S. 115–121.

Hrabanus Maurus [780 – 856], Erläuterungen zu den antiken Göttern mit etymologischen physikalischen, euhemeristischen Kommentaren in: De universo, Lib. XV, Cap. 6 = PL 111, 426–436. EXEG

Remigius von Auxerre [ca. 841 – 908], Commentum in Martianum Capellam, ed. Cora E. Lutz, 2 Bde, 1962 / 65. EXEG

  • D. Iogna-Prat / C. Jeudy / G. Lobrichon, L’École carolingienne d’Auxerre, 1991.

Arnulf von Orléans [2. Hälfte des 12.Jh.]: Allegoriae super Metamorphosin: Arnolfo d’Orleans. Un cultore di Ovidio nel seculo XII, ed. Fausto Ghisalberti, (Memorie del istituto lombardo di szience e lettere; Classe di lettere, scienze morali e storicho 24), S. 157–234, Milano 1932. EXEG

Arnulf von Orléans, Arnulfi Aurealiensis Glosule super Lucanum, hg. Berthe M.Marti, (Papers and Monographs of the American Academy in Rome 18), Rom 1958.

Profuit ignaris aliquid nescisse… [Ovidkommentar in Clm 19488, 12.Jh.]: hg. Wilhelm Wattenbach, Mittheilungen aus zwei Handschriften… in: Sitzungsberichte der Königl. Bayer. Akademie der Wiss., Philos.-philol. Klasse 3, München 1873, S.695–704. EXEG

Gaufridus Vitreacensis [12. Jh.]: The Commentary of Geoffrey of Vitry on Claudian, De Raptu Proserpinae, transcribed by A.K. Clarke / P.M. Giles, (Mittellateinische Studien und Texte 7); Leiden: Brill 1973. EXEG

Bernhard von Utrecht [Ende 12. Jh.]: R.B.C.Huygens (Ed.), Accessus ad auctores. Bernard d’Utrecht. Conrad d’Hirsau, Dialogus super auctores. Edition critique entièrement revue et augmentée, Leiden 1970. EXEG

Bernhard von Utrecht, Kommentar zur [für antik gehaltenen] Ecloga Theoduli: Bernard’s Commentum in Theodulum, ed. Morton Yale Jacobs, The University of Carolina at Chapel Hill, Phil. Diss. 1963.

  • Nikolaus Henkel, Die Ecloga Theoduli, in: Mittellateinisches Jahrbuch 24/25 (1989 / 90), S. 151–162.
  • Ruth Affolter- Nydegger, In bukolisches Gewand gekleidete Heilsgeschichte. Bernhard von Utrecht, Kommentar zur ›Ecloga Theoduli‹, in: Regula Forster / Paul Michel (Hrsg.), Significatio. Studien zur Geschichte von Exegese und Hermeneutik II, Pano-Verlag Zürich 2007, S. 271 ff.
  • R.P.H. Green, The Genesis of a Medieval Textbook: The Models and Sources of the Ecloga Theoduli, in: Viator 13 (1982), S. 49–106.

Baldricus Burgulianus (1045/46-1130), Carmen mythologicum (= Carmen 216): Fragment, 1182 Verse, aus Fulgentius ausgeschrieben. — Ausgabe: Baudri de Bourgueil, Poèmes (Carmina, Lat. / franz.), Texte établi, trad. et commenté par Jean-Yves Tilliette, Paris: Les Belles Lettres, I:1998 / II:2002. EXEG

Eusthatios [aus Konstantinopel, ca. 1110 – ca. 1195), Ilias- und Odyssee-Kommentare hg. G. Stallbaum 1827–30 / 1825 / 26; Ilias-Kommentar hg. M. van der Valk, 1971–79. EXEG

Johannes Tzetzes [Konstantinopel, ca. 1110 – nach 1160], Odyssee-Allegorien / Ilias-Allegorien, hg. H. Hunger, BZ 48 (1955), 4–48; 49 (1956), 249–310. J. Boissonade 1851. A. Lolos 1981. EXEG

Bernardus Silvestris = Bernhard von Chartres [fl. 1156]: Julian Ward Jones & Elizabeth Frances Jones (Eds.), The Commentary on the first six books of the Aeneid of Vergil commonly attributed to Bernardus Silvestris, University of Nebraska Press, Lincoln 1977 [ersetzt die Ausgabe von W.Riedel, Greifswald 1924]. — Engl. transl. Earl G. Schreiber and Thomas E. Maresca, Lincoln: U.Neb.P., 1979. EXEG

  • Pierre Courcelle, Lecteurs païens et lecteurs chrétiennes de l’Eneïde, 2 Bände 1984.
  • Ruth Affolter-Nydegger, Vergil-Auslegung nach dem mehrfachen Schriftsinn. Bernardus Silvestris (?), ›Commentum super sex libros Eneidos Virgilii‹, in: Regula Forster / Paul Michel (Hrsg.), Significatio. Studien zur Geschichte von Exegese und Hermeneutik II, Pano-Verlag Zürich 2007, S. 235ff.

Bernardus Silvestris, The Commentary on Martianus Capella’s De Nuptiis… attributed to Bernardus Silvestris, ed. Haijo Jan Westra, (Studies and Texts 80), Toronto / Leiden 1986. EXEG

Guillaume de Conches, Glosae super Platonem, hg. Edouard Jeauneau, (Textes philosophiques du moyen âge 13), Paris 1965. EXEG

Mythographus tertius [? Albericus; möglicherweise Alexander Neckam, †1217], hg. Georg. H. Bode, Scriptores Rerum Mythicarum Latini tres Romae nuper repertae, Celle 1834; Reprint 1968. EXEG

Philippe Dain, traduction et commentaire; réviseur: François Kerlouégan: Mythographe du Vatican III, Besançon: Presses universitaires de Franche-Comté 2005.
Ronald E. Pepin, The Vatican mythographers, New York, NY: Fordham University Press 2008.

Albrecht von Halberstadt, mhd. Übertragung von Ovids Metamorphosen [1190 / 1217], ganz nur durch Wickram überliefert; rekonstruierende Ausgabe durch Karl Bartsch, (Bibliothek des litterarischen Vereins Stuttgart 38), 1861 EXEG

Konrad von Mure [ca.1210 – 1281]: Conradi de Mvre Fabvlarivs, cura et studio Tom van de Loo. Turnhout: Brepols 2006 (Corpvs Christianorvm, Continuatio mediaeualis 210)

  • Enthält: De deorum gentilium origine et natura (in 474 Hexametern) und ein alphabetisch geordnetes mythologisches Lexicon von Abas bis Zoroaster (S. 49 – 535 der Edition, Prosa).

Johannes de Garlandia [um 1195 – um 1272], Integumenta Ovidii, Poemetto inedito del secolo XIII, ed. Fausto Ghisalberti, (Testi e documenti inediti o rari 2), Messina 1933. EXEG

Giovanni del Virgilio [1321 beauftragt, über antike Dichter zu lesen], Paraphrase und Kommentar zu den Metamorphosen. – F. Ghisalberti, Giovanni del Virgilio espositore delle Metamorfosi, in: Il Giornale Dantesco 34 (1933), p. 1–110 (mit Text der Allegorien, ohne die Paraphrase). EXEG

anonym, Ovide moralisé [1328 erstmals erwähnt], Poème du commencement du quatorzième siècle, ed. Cornelis de Boer, (Verhandelingen der Koniklijke Akademie von Wetenschapen te Amsterdam, Afdeeling Letterkunde....) 5 Bände, Amsterdam 1915–36; Reprint Wiesbaden 1960. — 1484 Druck bei Colard Mansion. — Fehlzuschreibungen an Philippe de Vitry durch Prosper Tarbé 1850 und an Chrétien Legouais durch Gaston Paris 1885. EXEG

Johannes von Ridewall, O.F.M. [zugeschrieben, fl. 1330]: Hans Liebeschütz, Fulgentius Metaforalis. Ein Beitrag zur Geschichte der antiken Mythologie im Mittelalter, (Studien der Bibliothek Warburg I/4), Leipzig / Berlin 1926 [S. 65-128 Textausgabe]. EXEG

Robert Holcot, O.P. [† 1349], Moralia super Ovidii Metamorphoses Beryl Smalley, English Friars and Antiquity in Early XIVth Century, Oxford 1960, S. 133–202. EXEG

Petrus Berchorius O.S.B. [† 1362], De fabulis poetarum = Buch XV des Reductorium morale; später ‘Ovidius moralizatus’ genannt, ab 1509 unter dem Autornamen Thomas Waleys gedruckt EXEG

  • Kapitel 1 (de formis figurisque Deorum) nach einer Brüsseler Hs. hg. Jean Engels, Utrecht: Rijksuniversiteit. Instituut voor Laat Latijn, 1960; als E-Text — Kapitel 2 bis 15 (Metamorphoseos Moralizatae) nach dem Druck von Jodocus Badius, Paris 1509, hg. Jean Engels, Utrecht: Rijksuniversiteit. Instituut voor Laat Latijn, 1966 — nur das Kap. 2 aus den Hss. hg. von Maria S. van der Bijl, “Petrus Berchorius, Reductorium morale, liber XV: Ovidius moralizatus, cap. ii”, in: Vivarium IX (1971), p.25–48.
  • Le commentaire de Copenhague de l’Ovide moralisé, avec l’édition critique due septième livre, èd. par Jeannette Th. M. Van’t Sant, Amsterdam 1929. (= französische Prosa-Übersetzung des 1. Buches von Berchorius Ovid aus der Hs. Kopenhagen Thott 399)
  • Fausto Ghisalberti, L’Ovidius Moralizatus di Pierre Beruire, in: Studi romanzi 23 (1933), p. 5–134.
  • Joseph Engels, Etudes sur l’Ovide moralisé, Groningen 1945.
  • Charles Samaran / Jacques Monfrin, Article “Pierre Bersuire”, in: Histoire littéraire de la France t. 39 (1962), pp. 259–450.
  • Paul Michel, Vel dic quod Phebus significat dyabolum. Zur Ovid-Auslegung des Petrus Berchorius, in: Hans Weder / P. Michel (Hgg.), Sinnvermittlung. Studien zur Geschichte von Exegese und Hermeneutik I, Zürich und Freiburg / Br.: Pano Verlag 2000, S. 293–353.


Voluptas aerumnosa (Von Mühsal heimgesuchte Lust) aus: [Joh. Sambucus], Emblemata, et aliquot nummi antiqui operis, Ioan, Sambuci Tirnaviensis Pannonii, Antwerpen, Ch. Plantin 1569 [EA 1564]. > http://www.emblems.arts.gla.ac.uk/french/emblem.php?id=FSAb089


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Sammlungen in der Renaissance und im 17. Jh. (in chronolog. Ordnung)


Leonzio Pilato († 1365) erster Übersetzer der Werke Homers ins Lateinische.

  • Il codice parigino latino 7880.1; Iliade di Omero, tradotta in latino da Leonzio Pilato; con le postille di Francesco Petrarca; a cura di Tiziano Rossi, Milano: Libreria Malavasi 2003.

Giovanni Boccaccio [1313 – 1375], »Genealogie Deorum gentilium«, EXEG verf. 1350–70; Drucke: Venedig 1472, 1481, 1487, 1494 und viele weitere.

  • Reprint der Ausgabe Venedig 1494: N.Y. / London: Garland 1976.
  • Digitalisat der Ausgabe Basileae: Apud Io. Hervagium, 1532 bei MATEO
  • Moderne Ausgaben
    hg. von Vinzenco Romano, 2 Bde., Bari 1951. – Diese Ausgabe abgetippt einsehbar bei http://www.oeaw.ac.at/kal/mythos/
    Tutte le opere di Giovanni Boccaccio. Vol. 7/8: Genealogie deorum gentilium, a cura di Vittore Branca. Milano: Mondadori 1998.
  • Brigitte Hege, Boccaccios Apologie der heidnischen Dichtung in den Genealogie deorum gentilium. Buch XIV, Text, Übersetzung, Kommentar und Abhandlung, Tübingen: Stauffenburg Verlag 1997 (Ad fontes Band 4).

Giovanni Bonsignori, Ovidio Metamorphoseos vulgare [1375 – 77], Druck Venedig 1497 weitere Drucke: 1501, 1508, 1517, 1519. EXEG PICT

  • Bodo Guthmüller, Ovidio metamorphoseos vulgare. Formen und Funktionen der volkssprachlichen Wiedergabe klassischer Dichtung in der italienischen Renaissance, (Veröffentlichungen zur Humanismusforschung 3), Boppard: H. Boldt 1981, S. 56–104 und 282ff.
  • Ovidillustrationen: Evamarie Blattner, Holzschnittfolgen zu den Metamorphosen des Ovid, Venedig 1497 und Mainz 1545, München: Scaneg 1998 (Beiträge zur Kunstwissenschaft Bd.72)

Alb[e]ricus Londoniensis, Libellus de imaginibus deorum [Berchorius-Exzerpte ohne Auslegungen; um 1400]; Text bei Liebeschütz (1926), S. 118–128.

Coluccio Salutati [1331–1406], De laboribus Herculis libri IV

Christine de Pizan [ca. 1365 bis nach 1429], Epistre Othéa [1400/1401], éd. critique par Gabriella Parussa, Genève: Droz 1999 (Textes littéraires français 517).

  • The Epistle of Othea, translated from the french text of Christine de Pisan by Stephen Scrope [15. Jh.], ed. Curt F. Bühler, (Early English Text Society 264), London: O.U.P., 1970.
  • Christine de Pizan's Letter of Othea to Hector, transl. with introd., notes, and interpretive essay by Jane Chance, Newburyport, MA: Focus Information Group 1990.
  • P.G.C. Campbell, L’Epître de’Othéa. Etude sur les sources de Christine de Pisan, Paris 1924.
  • Sandra L. Hindman, Christine de Pizan's "Epistre Othéa". Painting and politics at the Court of Charles VI, Toronto: Pontifical Inst. of Mediaeval Studies 1986.

Thomas Walsingham O.S.B., [wann?], De archana deorum, ed. Robert A. van Kluyve, Durham, N.C., 1968.

Maffeo Vegio (1407–1458) schrieb ein Supplementum, ein ›dreizehntes Buch‹ als Ergänzung zu Vergils Aeneis, Editio princeps Venedig 1471. — OCR-Text bei http://virgil.org/supplementa/vegio-latin.htm

  • Bernd Schneider, ed. Das Aeneissupplement des Maffeo Vegio: Eingeleitet, nach den Handschriften herausgegeben, übersetzt und mit einem Index versehen. Acta Humaniora. Weinheim: VCH 1985.
  • Mafei Vegii Laudensis Aeneidos Liber XIII: Das dreizehnte Buch der Aeneis, in: Edith Binder, Gerhard Binder (Übers.): Aeneis. Latein/Deutsch (= Reclam Bibliothek). Reclam, Stuttgart 2007, S. 840-883 [ISBN 978-3-15-010668-6; nicht enthalten in der Reclam-Ausgabe der Aeneis in Einzelbänden!]

Cristoforo Landino, [1424 – 1504], [Vergil-Kommentar in den] Disputationes Camaldulenses, ed. Peter Lohe, (Istituto nazionale dei studi sul rinascimento; Studi e testi 6), Firenze 1980. — dt. Übers. von E. Wolf, Jena 1927? EXEG

  • E. Wolf, Die allegorische Vergil-Erklärung des Christoforo Landino, in: Neue Jahrbücher für das Klassiche Altertum, Geschichte und Deutsche Literatur XXII (1919), S. 453–479.
  • C. Zintzen, Zur Aeneis-Interpretation des Cristoforo Landino, in: Mittellateinisches Jahrbuch 20 (1985), S. 193–215.

Vergil-Ausgabe Straßburg 1502: Publij Virgilij maronis opera cum quinque vulgatis commentariis Seruii Mauri honorati gram[m]atici: Aelii Donati: Christofori Landini: Antonii Mancinelli & Domicii Calderini, expolitissimisque figuris atque imaginibus nuper per Sebastianum Brant superadditis, exactissimeque revisis atque elimatis [auf dem letzten Blatt nach dem Explicit:] Impressum regia in civitate Argenteñ ordinatione: elimatine: ac relectône Sebastiani Brant: opera & impensa non mediocri magistri Iohannis Grieninger. Anno incarnationis Christi. Millesimo quingentesimo secundo quinta kalendas septembres die. PICT – Gutes Digitalisat der UB Heidelberg: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/vergil1502

  • [Übersetzung von Thomas Murner in deutsche Knittelverse; mit Holzschnitten der Ausgabe Straßburg 1502]: Vergilij maronis dryzehen Aeneadischen Bücher von Troianischer zerstörung/ vnd vffgang des Römischen Reichs durch doctor Murner vertütst. [fol. CLXXXVI:] Straßburg: Joannes Grüniger 1515.
  • Vgl. dazu das Editionsprojekt von Nikolaus Henkel und Julia Frick sowie das Digitalisat: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00002565/images/
  • [spätere Auflage, nicht mehr in Folio:] Vergilij Maronis Dreyzehen Aeneadische bücher von Trojanischer zerstörung und auffgange des Römischen Reichs, Wormbs 1543. – Digtalisat der BSB: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00022307/images/
  • Von Murners Übersetzung gibt es 7 Nachdrucke; die zweite dt. Übers., die von Johann Spreng, erscheint erst 1610.

›Thomas Waleys‹ [falsch zugeschrieben], Cy commence Ovide, son livre intitule Metamorphoses …, moralise par Maistre Thomas Waleys, translate et compile par Colard Mansion, Bruges 1484. [enthält das 1. Kapitel des Berchorius in französischer Übersetzung] —, Neue Reaktion als Bible des Poètes 1493 gedruckt bei Antoine Vérard, Paris – La Bible des poètes de Ovide Metamorphose translatée de latin en Françoys, Paris: Colard Mansion, 1531. EXEG

  • Amielle Ghislaine, Les Traductions françaises des Métamorphoses d’Ovide, Paris 1989, p. 36ff.

Raffaele Regio (Raphael Regius Volaterranus), Metamorphosen-Kommentar, Druck Venedig 1493. — 1497: erster Druck von G. Bonsignoris Kommentar in Venedig. EXEG

1509: J. Badius Ascensius druckt die Moralitates Ovidii (= Berchorius) in Paris; weitere Drucke 1511, 1515, 1523.

Petrus Lavinius O.P., Metamorphoseos libri moralizati … cum tropologia, Drucke seit 1510; Reprint des Drucks Lyon 1518: Garland Publishing N.Y. 1976 [in diesem Reprint fälschlich dem Thomas Waleys zugeschrieben!]. Enthält den litteralen Kommentar des Raphael Regius und ein Vorwort des Lavinius. EXEG

'Di Ovidio le Metamorphosi' cioe Transmutationi tradotte dal Latino diligentemente in volgar verso con sue Allegorie significatione e dichiaratione delle Fabole in prosa, Venedig 1533 [Autor des Kommentars unbekannt].

Petrus Apianus [1495/1501?-1552] & Bartholomeus Amantius, Inscriptiones Sacrosanctae Vetustatis Non Illae Quidem Romanae, Sed Totius Fere Orbis Summo Studio Ac Maximis impensis Terra Marique conquisitae feliciter incipiunt, Ingolstadt: P.Apianus 1534. PICT

[Cornutus griech. Ausgabe und lat. Übersetzung]

  • Peri tēs tōn theōn physeōs / Venetiis : Aldus, [1505]
  • Cornvti sive Phvrnvti de Natura Deorum gentilium Commentarius, è graeco in latinum conuersus, per Conradum Clauserum Tigurinum. Palaephati Poeticarum fabularum explicationes, siue de non credendis fabulosis narrationibus, Liber utilißimus, Philippo Phasianino Bononiensi interprete. Adiecti quoque sunt iidem graece, in utriusque linguae studiosorum gratiam, si cui forte conferre libeat, non paucis etiam quibus antea scantebant menis purgati. Item Jvliani Avrelii Lessigniensis De cognominibus deorum gentilium Libri tres. Rerum et uerborum in hisce omnibus memorabilium locupletiss. Index. - Basileae, [ca. 1543 Datum aus dem Vorwort erschlossen]. EXEG

Giglio Gregorio Giraldi (1479–1552), DE DEIS GENTIVM varia & multiplex Historia, in qua simul de eorum imaginib. & cognominib. agitur, vbi plurima etiã hactenus multis ignota explicantur, & pleraque clarius tractantur. AD D. HERCVLEM ESTENS. II. FERRARIENS. DVCEM IV. LILIO GREGORIO GYRALDO Ferrariensi Auctore. Basel: Johann Oporin 1548; weitere Ausgaben bis 1696.

  • Digitalisat der Ausgabe Leiden 1696 von MATEO
  • Text der Ausgabe Lilius Gregorius Gyraldus, Historiae Deorum Gentilium, Basileae: Oporinus 1548 OCR-lesbar

Natalis Comes (Natale Conti, 1520 – 1580), »Mythologiæ, sive Explicationis fabularum libri decem«, EA Venedig: Aldus 1551.

  • Natale Conti’s Mythologiae, translated and annotated by John Mulryan and Steven Brown, Tempe / Ariz.: ACMRS (Arizona Center for Medieval and Renaissance Studies) 2006 (Medieval and Renaissance texts and studies 316).
  • Digitalisat der Ausgabe Frankfurt 1584 durch die BSB München: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00020370/images/

Johann Herold, Heydenweldt Und irer Götter anfängcklicher ursprung, durch was verwhänungen den selben etwas vermeynter macht zuogemessen, umb dero willen sie von den alten verehert worden... […] Durch Johann Herold beschriben und jnns teütsch zuosammen gepracht. Basel: Heinrich Petri März 1554. PICT

La métamorphose d’Ovide figurée, Lyon: Jean de Tournes 1557 (PICT Holzschnitte von Bernard Salomon)

Jörg Wickram / Gerhard Lorichius [Drucke 1545 – 1631]: J. Bolte (Hg.), Wickrams Werke Bd. 7/8 (Bibliothek des litterarischen Vereins Stuttgart 237/241) 1905/6. EXEG

  • Karl Stackmann, Die Auslegungen des Gerhard Lorichius zur Metamorphosen-Nachdichtung des Jörg Wickram, in: Z.f.d.Ph. 86 (1967), Sonderheft, S.120–160 [nur Textauszüge].

Georgius Sabinus, Fabularum Ovidii Interpretatio. Paris, 1575. EXEG

Georg Pictorius, Theologia Mythologica Ex Doctiss. uirorum promptuario, labore Pictorij Vill. in compendium congesta Videlicet De nominum deorum gentilium ratione. De imaginibus, aut formis insignibusque eorundem. Et omnium imaginum explanationes allegoricae, Fribvrgvm Brisgoicum 1532. EXEG

Georg Pictorius (um 1500 – 1569), Apotheseos tam exterarum gentium quam Romanorum deorum libri tres nomina, imagines et earundem imaginum complectentes allegorias; his accedit rerum ac uerborum memorabilium index satis copiosus, Basileae: [Nikolaus Brylinger] 1558. [VD 16 P 2662] PICT

Jacobus Pontanus (1542–1626), Symbolarum libri XVII, quibus P. Virgilii Maronis Buccolica, Georgica, Aeneis ex probatiss. auctoribus declarantur ... illustrantur, Augustae Vindelicorum : Praetorius 1599.

Francis Bacon (1561 – 1626), De sapientia veterum liber, 1609 / Of the Wisdom of the Ancients 1619. Deutsche Übersetzung von Marina Münkler, hg. Philip Rippel, Fischer Taschenbuch 6588, Ff/M. 1990. EXEG – Text der englischen Fassung: http://en.wikisource.org/wiki/The_Wisdom_of_the_Ancients

  • Klaus Heinrich, Mytheninterpretation bei Bacon, in: ders., Parmenides und Iona. Vier Studien über das Verhältnis von Philosophien und Mythologie, Neuaufl. Basel 1982.

[Blaise de Vigenere ? Übersetzer]: Les Images Ov Tableaux De Platte Peintvre Des Deux Philostrates Sophistes Grecs Et Les Statues De Callistrate, Reueus et corrigez sur L'original par un docte personnage de ce temps en la langue Greque Et Representez En Taille Dovce en cette nouuelle edition Auec des Epigrammes ... par Artvs Thomas Sieur D'Embry, Paris L'Angelier 1615. — Digitalisat: http://diglib.hab.de/drucke/1-1-eth-2f/start.htm

  • Flavius Philostratus (3. Jahrhundert u.Z.) hat unter dem Titel Eikónes eine Sammlung von Beschreibungen (Stichwort: Ekphrasis) von Gemälden meist mythischen Inhalts zusammengestellt . Griechischer Text mit deutscher Übersetzung: Otto Schönberger, Philostratos, Die Bilder, 2. Auflage, Würzburg: Königshausen & Neumann 2004. In der Ausgabe 1615 sind die Bildbeschreibungen als Bilder rekonstruiert; die Kupfer stammen von Léonard Gaultier und Thomas de Leu.

Ambrosius Metzger, Metamorphosis des Ovid [155 Meisterlieder nach Wickram 1625], hg. von Hartmut Kugler, (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 31), Berlin 1977.

George Sandys, Ovid's Metamorphosis Englished, Mythologiz'd, and Represented in Figures. Oxford, 1632.

Vicenzo Cartari (1531– ?), Imagini delli 'Dei de gl’Antichi, ; Le imagini de i dei de gli antichi, nelle qvali si contengono gl'Idoli, Riti, ceremonie, [e] altre cose appartenenti alla Religione de gli Antichi. Raccolte dal Sig. Vincenzo Cartari, con la loro espositione, [e] con bellissime [e] accomodate figure nuouamente stampate. In Venetia, appresso Giordano Ziletti, e compagni. [Erstausgabe 1556], 1571; die Bilder von Bolognino Zalteri erst in der Ausgabe von 1571. PICT

  • Lat. Ausgabe von 1581 bei Mateo http://www.uni-mannheim.de/mateo/camenaref/cartari/cartari1/te05.html
  • Ausgabe 1608 digitalisiert hier > https://archive.org/details/leimaginideidegl01cart
  • Ausgabe 1625 digitalisiert hier > https://books.google.ch/books?id=qL4yK8_AjLMC&hl=de&source=gbs_navlinks_s
  • Reprint der Ausgabe Venedig 1647 (mit Einleitung von Walter Koschatzky und modernen Registern) Graz: ADVA 1963
  • Vincentii Chartarii Rhegiensis Neu-eröffneter Götzen-Tempel/ Darinnen Durch erklärte Darstellung deroselben erdichtete Gestalt/ die bey dem Heydnischen Götter-Dienst/ vor alten Zeiten gewöhnliche Verehrung/ Anbettung/ und herrliche Kirchen-Gepräng; Vorgestellet Zu höchst benöthigtem Dienst und augenscheinlichen Vortheil der jenigen/ welche die Geschichte so wol als Gedichte der alten bewehrten Scribenten/ nicht weniger mit Nutzen lesen/ als auch gründlich verstehen wollen. Zum ersten mahl ins Deutsche gegeben mit deß weyland ... geheimbten Raths/ Herrn Pauli Hachembergs, hin und wieder beygetragene gelahrte Vermehrung Und LXXXIIX. Kupffer-Figuren geziehret. Franckfurt: Bourgeat 1692. PICT Digitalisat: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/30193/1/cache.off
  • [Deutsche Adaptation:] Iconologia Deorum, Oder Abbildung der Götter / welche von den Alten verehret worden; Aus den Welt-berühmtesten Antichen der Griechischen und Römischen Statuen, auch in Marmel, Porsido-Stein, Metall, Agat, Onyx, Sardonich und andren Edelsteinen befindlichen Bildereyen, sorgfältig abgesehen, Samt dero eigentlicher Beschreibung und Erklärung […| Durch Joachim von Sandrart auf Stockau .... Nürnberg 1680. PICT
Der deutsche Sandrart im Web: http://www.sandrart.net/

Giordano Bruno (1548–1600): Iordani Brvni Nolani De Imaginvm, signorvm, & Idearum compositione ad omnia Inuentionum, Dispositionum, & memoriae genera Libri Tres, Francofvrti: Apud Ioan. Vvechelum & Petrvm Fischerum 1591. [2. Buch (p. 104 sqq.): de Principum imaginibus]

Jean-Jacques Boissard (1528–1602): Janus Jacobus Boissardus, Romanae Urbis Topographia & Antiquitates, Qua succincte & breviter describuntur omnia quae tam publice quam privatim videntur animadversione digna, Frankfurt/M., Theodor de Bry [6 Bände] 1597–1602. PICT

Peter Lauremberg (1585 – 1639), Acerra Philologica. Das ist: Sieben Hundert Außerlesene, Nützliche / lustige und denckwürdige Historien und Discursen. Aus den berühmtesten Griechischen und Lateinischen Scribenten zusammen getragen. Darinnen zu finden Die meisten Gedichte der Poeten / von Göttern und Göttinnen, die fürnehmsten Geschichte der alten Römer und Griechen, etliche gebräuchliche Sprichwörter / unterschiedliche natürliche Dinge. Allen Liebhabern der Historien zur Ergetzung /insonderheit der studierenden Jugend zu mercklicher Ubung und Wissenschafft beförderlich. — Die 1. Auflage 1633 umfasste 200 Stücke; 1637 (das ist die letzte von Lauremberg selbst betreute Auflage) kommen 100 dazu. In der Ausgabe 1688 sind es schließlich 700 Stück.

Pierre Gautruche S. J. (1602–1681), L’Histoire poetique pour l’intelligence des poetes et des autheurs anciens, Caen 1645.

Jacob Masen S.J. (1606–1681), Speculum imaginum veritatis occultae, exhibens symbola, emblematam hieroglyphica, aenigmata, omni, tam materiae, quam formae varietate, exemplis simul, ac praeceptis illustratum, Coloniae Ubiorum: Kinchius 1650 und viele Nachdrucke

François Antoine Pomey S. J. (1618–1673), Pantheum Mythicum seu fabulosa Deorum historia 1659.

Michael Pexenfelder S.J. (1613–1685), Ethica Symbolica E Fabularum Umbris In Veritatis Lucem Varia Ervditione Noviter evoluta: Opus non minus ad fructum, quàm ad oblectationem pro doctrina Politica & Sacra accommodatum, Monachii, Sumptibus Ioannis Wagneri, & Ioannis Hermanni à Gelder, Bibliopolarum Monacensium. Typis Sebastiani Rauch, 1675. 4º. 17 Bl., 674 S.

Philipp von Zesen (1619–1689), Der erdichteten heidnischen Gottheiten/ wie auch Als- und Halb-Gottheiten Herkunft und Begäbnisse/ den Liebhabern nicht allein der Dicht-Bild- und Mahler-Kunst/ sondern auch der gantzen Welt- und Gottes-Gelehrheit zu Erleuterung ihres Verstandes zu wissen nöhtig/ kurtzbundig beschrieben durch Filip von Zesen, Hamburg: Hofmann 1688 [790 Seiten!]


Aus: Mirantische Maul-Trummel Oder Wohlbedenckliche Gegen-Säze böser, und guter Begirden … Mit schönen Sinnbilderen … durch F. LAURENTIUS von Schnüffis … Zu Costanz in Verlag Leonhard Parcus. Anno 1696.


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18. und 19. Jahrhundert


Paolo Alessandro Maffei (1653–1716; Illustrator) / Domenico de Rossi (Hg.): Raccolta di statue antiche e moderne data in luce sotto i gloriosi auspicj della Santità di N.S. Papa Clemente XI., da Domenico de Rossi, illustrata colle sposizioni a ciascheduna immagine di Pavolo Alessandro Maffei patricio Volterrano, in Roma nella stamperia alla Pace 1704. PICT

Magnus Daniel Omeis (1646–1708): Gründliche Anleitung zur teutschen accuraten Reim- und Dicht-Kunst durch richtige Lehr-Art, deutliche Reguln und reine Exempel vorgestellet: worinnen erstlich von den Zeiten der alten und neuen teutschen Poësie geredet, hernach, nebst anderen Lehr-Sätzen, auch von den Symbolis heroicis oder Devisen, Emblematibus, Rebus de Picardie, Romanen, Schau-Spielen, der Bilder-Kunst, teutschen Stein Schreib-Art u.a. curieusen Materien gehandelt wird; samt einem Beitrage von der T. Recht-Schreibung, worüber sich der Lobl. Pegnesiche Blumen-Orden verglichen. Hierauf folget [mit neuer Seitenzählung] eine teutsche Mythologie, darinnen die poetische Fabeln klarlich erzehlet, und derer theologisch-sittlich-naturlich- und historische Bedeutungen überall angefüget werden; wie auch eine Zugabe von etlich-gebundenen Ehr- Lehr- und Leich-Gedichten, Nürnberg. In Verlegung W. Michahelles und J. Adolph Buchhandl. 1704

[Beat Holzhalb d. Ä. (1638–1709)] Pantheum und Panagium, Das ist: Der Tempel aller Altheidnischer Götter und heutiger Römischer Heiligen / Samt deroselben Opferen / Verehrungen und Ceremonien / oder Götzendiest-Gebräuchen; Mit Anmerckungen und Zusätzen vermehret zu nutzlichem Gebrauch der studierenden Jugend: Desgleichen der Dichteren / Mahleren / Kupferstechern/ Bildhauern / und anderer Liebhaberen; wie auch Der in der Wanderschaft begriffner junger Ehr- und Lehrliebender Leuten; Vorgestellet Durch einen Liebhaber der wahren Gelehrtheit und gesunder Glaubens-Sinnen. Zürich, Getruckt in der Geßnerischen Buchdruckerey 1707. EXEG

Antoine Banier (1673–1741), Explication historique des fables, où l’on découvre leur origine et leur conformité avec l’histoire ancienne (2 Bde., Paris 1711) – La Mythologie et les Fables, expliquées par l'histoire (3 Bde., Paris 1738-1740) EXEG

  • Digitalisate der Bände bei Google Books und Archive.org
  • [deutsche Übersetzung:] Erläuterung der Götterlehre und Fabeln aus der Geschichte (5 Bände), Leipzig, bey Johann Gottfried Dyck 1754–1766. – Vorzüglich erschlossenes Digitalisat der UB Heidelberg: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/banier1754bd1
  • [englische Übersetzung:] The mythology and fables of the ancients explain’d from history, London 1739-1740; Reprint: New York: Garland 1976 (The Renaissance and the gods 40).

Bernard Picart (1673–1733), Neueröffneter Musen-Tempel. Mit LX. auserlesenen Bildern, Welche das Allermerkwürdigste aus den Fabeln der Alten vorstellen. Amsterdam: Chatelain 1733. PICT

  • Digitalisate der Ausgabe Neueröffneter Musen-Tempel, welcher das allermerkwürdigste aus den Fabeln der Alten in LX. auserlesenen und schönen Kupfern von Herrn Bernard Picart und andern kunstreichen Männern vorstellet; mit deutlichen Erklärungen und Anmerkungen, zu rechtem Verstande der Fabeln un ihrem Zusammenhange mit der Historie erläutert; Rebst einer Vorrede Herrn Christoph Gottlieb Stockmanns, JC. Amsterdam und Leipzig: Ven Arkstee und Merkus 1754: http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/id/2921318 und http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/picart1754

[Gotthard Heidegger (1666–1711)], Acerra Philologica Nova, Repurgata, Aucta, Das ist: DCC. merckwürdige Historien und Discursen, Theils aus den vorigen Editionen der so genannten Acerra Philol. und ihren Zusätzen ausgelesen, verbessert, mit vielfältigen Anmerckungen bereichert, Theils aber von neuem (an statt zurückgelaßner sehr vieler unphilologischer Schmierereyen) aus den besten Scribenten hinzugefüget, und also eingerichtet, Daß solche den Liebhaberen der Gelehrsamkeit, des Alterthums, der Mythologie, der Geschichten, der Sittenlehr, und vielerhand Discurs-Materien, so wol ergetzlich, als erbaulich seyn können: Nebend-Stunden G. Heideggers, […] Zürich in der Geßnerischen Trukerey 1708. – Neuauflage 1735.

[Peter Adolf Boysen (1690–1743 = Verfasser von St. 1 - 6)], Neue Acerra Philologica Oder Gründliche Nachrichten Aus der Philologie Und den Römischen und Griechischen Antiquitaeten: Darinnen Die schweresten Stellen aller Autorum Classicorum, Der Studirenden Jugend Zum besten In einer angenehmen Erzehlung kürtzlich und gründlich erkläret werden / Halle im Magdeburgischen Zu finden in der Rengerischen Buchhandl., 1715–1723.

Pierre Du Ryer (1606–1658), Les Metamorphoses D'Ovide, Traduites En François Par Mr. Du-Ryer, De l'Academie Françoise. Avec Des Explications a la fin de chaque Fable. Augmentées en cette dernier Edition du Jugment De Paris, & de la Metamorphose Des Abeilles. Enrichie de Figures en taille douce, Amsterdam: Mortier 1718. EXEG

André van Nartov [Andreĭ Konstantinovich Nartov, 1693-1756 ?], Antiquitez sacrées & profanes des Romains expliquées ou, Discours historiques, mythologiques, & philologiques, sur divers monumens antiques, comme statues, autels, tombeaux, inscriptions &c.. Ouvrage enrichi d'un grand nombre de planches, tirées des plus célébres antiquaires / Antiquitates sacrae & civiles Romanorum explicatae, sive, Commentarii historici, mythologici, philologici in varia monumenta prisca & maxime in plures statuas, aras, tumulos, inscriptiones, &c. : opus tabulis aeneis ornatum ex celeberrimorum antiquariorum libris collectis / autore M.A.V.N., Hagae-Comitum: Apud Rutg. Christ. Alberts 1726. [82 Kupfertafeln]

Romeyn de Hooghe (1645–1708), Hieroglyphica of Merkbeelden der oude volkeren, .... (1735) = Hieroglyphica, oder Denkbilder der alten Völker, namentlich der Aegyptier, Chaldäer, Phönizier, Jüden, Griechen, Römer, u.s.w. : nebst einem umständlichen Berichte von dem Verfalle und der eingeschlichenen Verderbniß in den Gottesdiensten, durch verschiedene Jahrhunderte, und endlich die Glaubensverbesserung, bis auf diese Zeit fortgesetzt, in LXIII Capiteln, und so viel Kupfertafeln beschrieben und vorgestellet, Amsterdam: Arkstee und Merkus 1744. PICT – Gutes Digitalisat: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN497825848

Joseph Spence (1699–1768), Polymetis: or, An Enquiry concerning the agreement Between the works of the Roman poets, and the remains of the antient artists, Being An Attempt to illustrate the mutually from one another. In ten books. London: Printed for R. Dodsley 1747 (2nd ed. London 1755)

Bernard de Montfaucon (1655–1741), L’ antiquité expliquée et représentée en figures / Antiquitas explenatiore et schematibus illustrata, Paris: Delaulne 1719ff. und 2. Aufl. 1722-1724 (10 Bde. und 5 Suppl.) --- Bernard de Montfaucon, Griechische und Römische Alterthümer [...] In die Kürze und in das Kleine gebracht, und in Deutscher Sprache herausgegeben von M. Johann Jacob Schatzen, Nürnberg 1757. PICT

Carolus Ludovicus de Launay, THEO-MYTHOLOGIA HISTORICA, Das ist: Gründlich= und Historische Außlegung Der Poetischen Götter-Fabeln, Worinnen so wohl Der erste Ursprung und Anlaß zur Heydnischen Idololatrie, Und Der daher entstandenen Götter-Erdichtung, als auch dasjenige, was das gelehrte Alterthum Von der menschlichen Seele, dem Himmel, und der Hölle, für verschiedene Meinungen gehabt ... [...] Prag: Johann Norbert Fitzky 1740.

Benjamin Hederich, Gründliches mythologisches Lexikon, [1724], (Reprint der Ausgabe Leipzig 1770: wbg Darmstadt 1976).

Georg Friedrich Creuzer (1771–1858), Symbolik und Mythologie der alten Völker, besonders der Griechen. In Vorträgen und Entwürfen, Leipzig / Darmstadt 1810. — Dritte verbesserte Ausgabe 1842.

Karl Philipp Moritz (1756–1793): Götterlehre oder mythologische Dichtungen der Alten. Mit fünf und sechzig in Kupfer gestochenen Abbildungen nach antiken geschnittenen Steinen und andern Denkmälern des Altertums. Zusammengestellt von Karl Philipp Moritz, Berlin: Unger 1791.

Charles Albert Demoustier (1760-1801), Lettres à Emilie sur la mythologie. 1786–1798.

Les Lettres à Emilie sur la mythologie, écrit en prose et en vers, est constitué de leçons en forme de lettres adressées par un narrateur à sa jeune élève

Bildungsbibliothek für Nichtstudierende, hg. Carl Philipp Funke. I / 3.Band, welcher die Mythologie enthält, von Georg Reinbeck, Wien, Im Verlage der Franz Härter'schen Buchhandlung 1817.

Aubin Louis Millin (1759–1818), La mythologie mise a la portée de tout le monde. A Paris: Déterville, 1793. — Galerie Mythologique. Recueil De Monuments Pour Servir A L'Étude De La Mythologie, De L'Histoire De L'Art, De L'Antiquité Figurée, Et Du Langage Allégorique Des Anciens. Avec 190 planches gravées au trait, contenant près de 800 monuments antiques, tels que statues, bas-reliefs, pierres gravées, médailles, fresques et peintures de vases, Paris: Didot 1811. — Nouvelle galerie mythologique … Paris: Didot, 1850. — A. L. Millin's Mythologische Gallerie. Eine Sammlung von mehr als 750 antiken Denkmälern, Statuen, geschnittenen Steinen, Münzen und Gemälden, zur Erläuterung der Mythologie, der Symbolik und Kunstgeschichte der Alten. Sorgfältig übersetzt und mit den 190 Original-Kupferblättern der französischen Ausgabe begleitet, Berlin: Nicolai 1820ff. – 2. Auflage 1836. PICT Das Digitalisat (Google Books) der Ausgabe von 1836 ist zwar schlecht, gibt aber immerhin einen Eindruck.

Der Olymp, oder Mythologie der Aegypter, Griechen und Römer. Zum Selbstunterricht für die erwachsene Jugend und angehende Künstler von A[ugust] H[einrich] Petiscus. Mit 33 Kupfern von Lud[wig] Meyer, Berlin: Druck und Verlag von Carl Friedrich Amelang 1821. — Die wohl letzte Ausgabe ist die 21. Aufl., Leipzig: Amelang 1905. PICT – Ganz lausiges Digitalisat der Ausgabe von 1830 bei Google Books

Friedrich Nork, Etymologisch-symbolisch-mythologisches Real-Wörterbuch zum Handgebrauche für Bibelforscher, Archäologen und bildende Künstler, enthaltend die Thier-, Pflanzen-, Farben- und Zahlen-Symoblik ...Stuttgart: Cast, Vier Bände, 1843–45.

Verfasser: eigentlich Zelig Kohn, dann Friedrich Korn, 1803–1850; vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Nork – Ds buch ist abenteuerlich, wissenschaftlich nicht verwendbar. Digitalisat: https://books.google.ch/books?id=82cAAAAAMAAJ&hl=de&source=gbs_navlinks_s




moderne (seriöse) Werke:

("Seriös" bedeutet: es werden die Quellen zitiert.)

  • William Smith, Ed., A Dictionary of Greek and Roman biography and mythology (1870): http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.04.0104 – mit anklickbaren Links, die direkt in die Quellen führen.
  • W. H. Roscher, Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, 6 Bände, Leipzig 1884-1937; Nachdruck Hildesheim 1977. Über die einzelnen Bände der Online-Ausgabe bei Archive.org orientiert der Artikel in der dt. Wikipedia (nach unten scrollen)
  • Otto Gruppe, Geschichte der klassischen Mythologie und Religionsgeschichte während des Mittelalters im Abendland und während der Neuzeit, Leipzig: Teubner 1921 (= Supplementband zu Roscher): http://www.archive.org/stream/roscher1/Roscher67UZSuppl#page/n999/mode/2up
  • D.A.G.R. = Charles Daremberg / Edmond Saglio, Dictionnaire des antiquités grecques et romaines. D'après les textes et les monuments contenant l'explication des termes qui se rapportent aux moeurs, aux institutions, à la religion ..., 10 Vols., Paris: Hachette 1877–1919. (Digitalisiert von der Université de Toulouse Le Mirail)
  • Herbert Hunger, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie mit Hinweisen auf das Fortwirken antiker Stoffe und Motive in der bildenden Kunst, Literatur und Musik des Abendlandes bis zur Gegenwart, Wien 1959 und Nachdrucke
  • Der kleine Pauly. Lexikon der Antike, hg. K.Ziegler / W.Sontheimer / H.Gärtner, 5 Bände, Stuttgart 1964-1975
  • Theodor Klauser u.a. (Hgg.), Reallexikon für Antike und Christentum, Stuttgart 1950ff. Vgl. http://www.antike-und-christentum.de/index.php?scr=rac_ben
  • LIMC: John Boardman (u.a. Hgg.): Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae, München / Zürich: Artemis 1981-1999 und Supplement; Vgl. http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~m99/ und http://www.limcnet.org/Home/tabid/77/Default.aspx
  • Hans-K. und Susanne Lücke
    Antike Mythologie. Ein Handbuch. Der Mythos und seine Überlieferung in Literater und bildender Kunst, Reinbek: Rowohlt 1999 / Wiesbaden: Marix Verlag 2005.
    Helden und Gottheiten der Antike. Ein Handbuch. Der Mythos und seine Überlieferung in Literatur und bildender Kunst, Reinbek: Rowohlt 2002 / Wiesbaden: Marix Verlag 2006.
  • Lexikon der antiken Gestalten in den deutschen Texten des Mittelalters, hrsg. von Manfred Kern und Alfred Ebenbauer. Unter Mitwirkung von Silvia Krämer-Seifert, Berlin: de Gruyter 2003. Erste Einsichten via GoogleBooks
  • Heinrich Krauss / Eva Uthemann, Was Bilder erzählen: die klassischen Geschichten aus Antike und Christentum in der abendländischen Malerei, München: Beck, 2003; 6. Auflage 2011.
  • http://www.theoi.com/ (The Theoi Project was created and is edited by Aaron J. Atsma, Auckland, New Zealand.)
  • http://www.mythindex.com/ (The Myth Index --- anonyme Urheberschaft)

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Aus: Bernard de Montfaucon, Griechische und Römische Alterthümer [...] In die Kürze und in das Kleine gebracht, und in Deutscher Sprache herausgegeben von M. Johann Jacob Schatz, Nürnberg 1757.


Conrad Ferdinand Meyer, Der Schuß von der Kanzel (1878)

Der Kandidat der Theologie Pfannenstiel hat Wertmüller seine Dissertation über die Symbolik der Odyssee zugesandt. Bei dem zuhause kommt es dann zu einer Diskussion über das Thema.

Viertes Kapitel:

Wertmüller: »Ihr habt es gefühlt, Pfannenstiel, daß die zweite Hälfte der Odyssee von besonderer Schönheit und Größe ist. Wie? Der Heimgekehrte wird als ein fahrender Bettler an seinem eigenen Herde mißhandelt. Wie? Die Freier reden sich ein, er kehre niemals wieder, und ahnen doch seine Gegenwart. Sie lachen und ihre Gesichter verzerrt schon der Todeskampf – das ist Poesie. – Aber Ihr habt recht, Pfannenstiel, was nützt mir die Poesie, wenn nicht eine Moral dahintersteckt? Es ist eine Devise in das Zuckerwerk hineingebacken – zerbrechen wir es! Da der Odysseus nicht bloß den Odysseus bedeuten darf, wen oder was bedeutet er denn? Unsern Herrn und Heiland – so beweist Ihr und habt Ihr es drucken lassen –, wenn er kommt zu richten Lebendige und Tote. Nein, Kandidat, Odysseus bedeutet jede in Knechtesgestalt mißhandelte Wahrheit mitten unter den übermütigen Freiern, will sagen, Faffen, denen sie einst in sieghafter Gestalt das Herz durchbohren wird.«

http://www.conrad-ferdinand-meyer.de/werke/Kanzel/kanzel.htm


Johannes von Salisbury, »Policraticus«, Lib. VII, Cap. x

Pastor ecclesiae (i.e. Petrus) reptilia et immunda mactare praecipitur et comedere (Act. App. 10,11 sqq.); quod, licet ad vocationem gentium proprie referatur, vel exempli conformitate docere potest ut, iugulatis erroribus, gentilium dogmata nequaquam horreamus.

Ioannis Sareberiensis Policratici sive de nugis curialium et vestigiis philosophorum libri VIII, ed. Clemens Webb, London 1909; t. II, p. 133


Quelle: Giuseppe Cesari (1568–1640), Museum of Fine Arts Budapest > http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cesari,_Giuseppe_-_Diana_and_Actaeon_-_1603-1606.jpg



Letztes Update: 16. März 2017 pm — 1335

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