Egli

Angelfischerei

Die Angelfischerei ist in allen schweizerischen Gewässern sehr verbreitet: Rund 100'000 Personen werfen mindestens an einem Tag pro Jahr die Angel aus und fangen in den Bächen, Flüssen und Seen des Landes etwa 450 Tonnen Fisch pro Jahr.

Nur mit gültigem Fischereipatent…

Wer Angelfischerei betreiben möchte, muss über die ausreichenden Kenntnisse im Sinne von Artikel 5a der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei (VBGF; SR 923.01) verfügen. Diese Kenntnisse können mit dem Erwerb des Sachkundenachweises SANA belegt werden. Bevor man Angeln geht, sollte man sich bei Kantonsverwaltungen, Fischereivereinigungen, Privateigentümern oder Geschäften für Fischereibedarf über die geltenden Reglemente und Vorschriften informieren. Ein sehr wichtiges Instrument für eine sachgemässe und nachhaltige Fischereibewirtschaftung sind die Fangdaten. Es ist daher unerlässlich, dass alle AnglerInnen die Formulare für die Fangstatistiken gewissenhaft ausfüllen.

Jedes Jahr werden in der Schweiz mindestens 100'000 Fischereipatente von unterschiedlicher Dauer (Jahres-, Monats-, Wochen- oder Tagesbewilligungen) gelöst. Mit Ausnahme der besonders beliebten Tagespatente (die immer häufiger von den Kantonsbehörden abgegeben werden) ist der landesweite Trend bei allen Typen von Fischereipatenten rückläufig. Zur Statistik

Abb. 1: Zahl der abgegebenen Bewilligungen für die Freizeitfischerei in der Schweiz zwischen 1996 und 2012. Gesamtschweizerisch wurden die verschiedenen Bewilligungstypen nach Geltungsdauer unterteilt.

… in den Seen

FreizeitanglerInnen fangen in den grössten Schweizer Seen durchschnittlich 271 t Fisch pro Jahr. Die begehrtesten Arten sind Barsch (Egli / Perca fluviatilis), Felchen (Coregonus sp.) und Hecht (Esox lucius). In den vergangenen Jahren wurden die Fangdaten für die Seen mit einer Fläche von mehr als 10 km2 gesamtschweizerisch erhoben, ein landesweiter Vergleich ist erst seit 1996 möglich. Zur Statistik

… und den Fliessgewässern

In den Schweizer Bächen und Flüssen angeln HobbyfischerInnen bevorzugt auf Forellen (Salmo trutta sp.) und Äschen (Thymallus thymallus). Seit den 1970-80er Jahren befinden sich die Fangzahlen jedoch im freien Fall. So wurden vor 30 Jahren noch 1,5 Millionen Forellen und 60'000 Äschen jährlich gefangen, 2012 nur noch 319'000 bzw. 16'000. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von der vermehrten Wasserkraftnutzung über den Verlust wichtiger Lebensräume, der Behinderung der Fischwanderung durch Sperren, bis hin zu Fischkrankheiten, fischfressenden Vögeln und Überfischung. Zur Statistik

Abb. 2 und 3: Fangzahlen (in 1000 Stück) bei Forellen (Salmo trutta sp. Abb. 2) und Äschen (Thymallus thymallus Abb. 3) in den schweizerischen Fliessgewässern. Vollständige Daten aus allen Kantonen stehen erst ab 2002 zur Verfügung, die Fangzahlen der früheren Jahre wurden aufgrund der vorhandenen Daten rekonstruiert.