Berufsfischer

Berufsfischerei

Immer weniger, aber gegenüber früher besser ausgerüstete BerufsfischerInnen erzielen einen Fangertrag von rund 1600 Tonnen pro Jahr.

Ertrag der Berufsfischerei

Die Erträge der Berufsfischerei liegen bei rund 1600 t/Jahr, die bedeutendsten Fischarten sind dabei Felchen (Coregonus sp.), Barsch (Egli / Perca fluviatilis) und Rotauge (Rutilus rutilus). Diese drei Arten machten beispielsweise im Jahr 2012 über 90% der Gesamtfänge aus.

Auf gesamtschweizerischer Ebene sind statistische Vergleiche der Fangzahlen der Berufsfischerei für die 15 Seen mit einer Fläche von mehr als 10 km2 seit den 1970er Jahren möglich (siehe Seen-Vergleich). Die jährlichen Fangmengen sind von zahlreichen Faktoren abhängig, darunter Umweltfaktoren wie Wetter, natürliche Bestandsschwankungen, Fischkrankheiten, Reoligotrophierung der Seen oder Sozialfaktoren wie die rückläufige Zahl der BerufsfischerInnen, Nachfrageschwankungen, Produktionskosten usw. Jahrelang lieferten einzig die Fischereistatistiken verwertbare Daten über die Fischgemeinschaften in den grossen Schweizer Seen. Ihre Interpretation ermöglicht zwar breit angelegte Analysen über die Entwicklung der Fischerei, lässt aber kaum spezifischen Schlüsse zu.

Abb. 1: BerufsfischerInnen nach Altersklassen, in den drei Kategorien nach Beschäftigungsgrad. Kat 1) Reine Netzfischer, Kat 2) Netzfischer im Hauptberuf, Kat 3) Netzfischer im Nebenberuf

Seit den 1970er Jahren haben in der Berufsfischerei die Erträge stark abgenommen. Nach einem abrupten Rückgang der Fangmengen zu Beginn der 1990er Jahre haben sie sich, bei weiterhin leicht rückläufiger Tendenz, weitgehend stabilisiert. Die sinkenden Fangzahlen lassen sich im Wesentlichen durch das Zusammenwirken der folgenden drei Hauptfaktoren erklären:

  • I. Kontinuierliche Abnahme der Zahl der BerufsfischerInnen (Patente Berufsfischer)
  • II. Rückläufige Fangzahlen bei den Cypriniden und den Arten, die bis in die 1990er Jahre von der Eutrophierung der Seen profitierten (Fang Berufsfischer)
  • III. Gestiegene «Betriebkosten» und Konkurrenzierung durch Fischimporte.

Abb. 2: Entwicklung der Anzahl BerufsfischerInnen seit 1975. 100% entsprechen dabei dem Stand von 1975. Kat 1) Reine Netzfischer, Kat 2) Netzfischer im Hauptberuf, Kat 3) Netzfischer im Nebenberuf