Nobelpreisträger
Nobelpreise sind die höchste Auszeichnung, die weltweit an Wissenschaftler verliehen werden. Bereits der erste Nobelpreis für Physik ging 1901 an einen Absolventen der Universität Zürich, nämlich an Wilhelm Conrad Röntgen. Seither haben insgesamt zwölf Wissenschaftler der Universität Zürich in verschiedenen Fachbereichen Nobelpreise erhalten.
1996: Rolf M. Zinkernagel
1987: Karl Alex Müller
1949: Walter Rudolf Hess
1937: Paul Karrer
1913: Alfred Werner
1939: Leopold Stefan Ruzicka
1936: Peter Debye
1933: Erwin Schrödinger
1921: Albert Einstein
1914: Max von Laue
1902: Theodor Mommsen
1901: Wilhelm Conrad Röntgen
1996: Rolf M. Zinkernagel
Nobelpreis für Medizin (zusammen mit Peter Doherty)
«Für die Erforschung des biochemischen Mechanismus, mit dem das körpereigene Immunsystem von Viren befallene Zellen erkennt und vernichtet.»

An der Universität Zürich:
1979-2008 Professor für Experimentelle Immunologie.
Professor Rolf M. Zinkernagel, Direktor des Instituts für experimentelle Immunologie, wurde 1996 zusammen mit dem australischen Forscher Peter C. Doherty mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Die beiden wurden mit der höchsten Ehre bedacht, weil sie entdeckt hatten, wie das Immunsystem des menschlichen Körpers virusinfizierte Zellen von nicht infizierten Zellen zu unterscheiden vermag.
Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildeten sogenannte Autoimmunkrankheiten, wie zum Beispiel Jugenddiabetes oder Multiple Sklerose.
1987: Karl Alex Müller
Nobelpreis für Physik (zusammen mit George Bednorz):
«Für die bahnbrechende Entdeckung auf dem Gebiet der Supraleitung.»

An der Universität Zürich:
1962-70 Privatdozent
1970-87 Titularprofessor
1987-94 Professor für Festkörperphysik.
Seit 1982 Fellow des IBM-Forschungslabors in Rüschlikon.
1949: Walter Rudolf Hess
Nobelpreis für Medizin:
«Für seine Entdeckung der funktionellen Organisation des Zwischenhirns als Koordinator der Aktivitäten innerer Organe.»

Gestorben 12.8.1973 in Ascona.
An der Universität Zürich:
1913-16 Privatdozent für Physiologie
1917-51 Professor und Direktor des Physiologischen Instituts.
1937: Paul Karrer
Nobelpreis für Chemie:
«Für seine Untersuchungen an Carotinoiden, Flavinen und Vitaminen A und B2.»

Gest. 18.6.1971 in Zürich.
Bürger von Teufenthal AG und Oberentfelden.
An der Universität Zürich:
1918-58 Professor für organische Chemie
1950-51 Rektor der Universität Zürich.
1913: Alfred Werner
Nobelpreis für Chemie:
«In Anerkennung seiner Arbeit über Atombindung in Molekülen, durch die er neues Licht in frühere Untersuchungen brachte und neue Forschungsgebiete eröffnete, besonders in anorganischer Chemie.»

Gest. 15.11.1919 in Zürich.
Ab 1895 Schweizer Bürger.
An der Universität Zürich:
1893 Privatdozent
1893-1918 Professor für Chemie.
1939: Leopold Stefan Ruzicka
Nobelpreis für Chemie
«Für Experimente über die Kohlenwasserstoff-Gruppen der Polymethylene und höheren Terpen u.a. zur Duftsoff-Herstellung.»
Geb. 13.9.1887 in Vukovar.
Gest. 26.9.1976 Mammern/TG.
An der Universität Zürich:
1920-25 Privatdozent.
1936: Peter Debye
Nobelpreis für Chemie.
«Für seine Beiträge zu unserer Kenntnis der Molekularstruktur durch seine Untersuchungen über Dipolmomente und Diffraktion von Röntgenstrahlen und Elektronen in Gasen.»
Geb. 24.3.1884 in Maastricht/NL.
Gest. 2.11.1966 in Ithaca/USA.
An der Universität Zürich:
1911-12 Professor für theoretische Physik.
1933: Erwin Schrödinger
Nobelpreis für Physik.
«Für die Entdeckung von neuen, produktiven Formen der Atomtheorie.»
Geb. 12.8.1887 in Wien.
Gest. 4.1.1961 in Wien.
An der Universität Zürich:
1921-27 Professor für theoretische Physik.
1921: Albert Einstein
Nobelpreis für Physik
«Für seine Beiträge zur theoretischen Physik, im besonderen für seine Entdeckung des photoelektrischen Effekts.»

Gest. 18.4.1955 in Princeton/USA.
An der Universität Zürich:
1907 reichte Albert Einstein seine bahnbrechende Arbeit «Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen» als Dissertation an der Universität Zürich ein.
1909-11 Professor für theoretische Physik.
1914: Max von Laue
Nobelpreis für Physik.
«Für seine Entdeckung der Röntgendiffraktion durch Kristalle.»
Geb. 9.10.1879 in Ehrenbreitstein.
Gest. 24.4.1960 in Berlin.
An der Universität Zürich:
1912-14 Professor für theoretische Physik.
1902: Theodor Mommsen
Nobelpreis für Literatur
«Dem grössten lebenden Meister der historischen Darstellung.»
Geb. 30.11.1817 in Garding
Gest. 1.11.1903 in Berlin.
An der Universität Zürich:
1852-54 Professor für römisches Recht.
1901: Wilhelm Conrad Röntgen
Erster Nobelpreisträger für Physik.
«In Anerkennung des ausserordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat».
Geb. 27.3.1845 in Lennep.
Gest. 10.2.1923 in München.
1869 Promotion an der Universität Zürich.





