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Deutsches Seminar Standreden

Nachlass Urs Herzog

Urs Herzog (1942–2015) war Professor für Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Seine wissenschaftliche Arbeit fusste auf einer ausserordentlichen Belesenheit nicht nur auf dem Gebiet der gesamten deutschen Literatur, sondern auch der Antike sowie der Theologie und der Literaturtheorie der Moderne. Während er im Unterricht die ganze Breite des Faches vom Mittelalter bis um 1700 behandelte, fokussierte er seine Forschungen vor allem auf die frühe Neuzeit. Er interpretierte Werke der neulateinischen Literatur: Dramen von Jakob Gretser und das Oden-Werk von Jacob Balde. Seine Studien zum deutschen Roman des 17. Jahrhunderts und zur deutschen Barocklyrik sind weit mehr als Einführungen. Hervorragend ist das Werk über die Barockpredigt, in dem er die weitgehend in Vergessenheit geratene katholische Kanzelberedsamkeit der Barockzeit aufgrund umfangreicher Quellenstudien hinsichtlich ihrer rhetorischen Gestaltungen und Spiritualität in ihren liturgischen und sozialen Kontexten darstellte. Über sein Lehrgebiet hinaus beschäftigte er sich mit moderner Literatur, besonders mit den Dramoletten Robert Walsers. In Zeitungsaufsätzen vermittelte er seine Erkenntnisse einem breiten Publikum. Als engagierter akademischer Lehrer wurde er von den Studierenden sehr geschätzt.

Lebenslauf und Publikationsliste von Urs Herzog auf der Homepage des Deutschen Seminars der Universität Zürich.

Teile des Nachlasses befinden sich

  • im Deutschen Seminar der Universität Zürich
  • im Archiv der Universität Zürich
  • insbesondere die Sammlungen zu den Standreden im Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich.
Das Bild zeigt links Karteikästen mit beschriebenen Zetteln, rechts eine Reihe von Aktenordnern.

Hinterlassen hat Urs Herzog:

- 11 Karteikästen mit alphabetisch nach Stichwörtern abgelegten Karteikarten zum Thema. Die Zettel enthalten:

  • Exzerpte, oft in Form einer Fotokopie des Quellentexts
  • Hinweise auf Quellen und Sekundärliteratur mit Herkunftsangaben
  • Verweise auf die fotokopierten Quellen in den Ring-Ordnern

Aus dieser Kartei wurde ein Glossar  erstellt, das die wichtigsten Begriffe zum Thema erläutert.


- 24 A4-Ordner mit Quellentexten (fotokopierte Standreden, Sekundärliteratur und weitere Materialien)

- Handschriftliche Mindmaps

- Anfang einer geplanten Publikation

 - 8 A4-Schachteln mit weiteren Materialien

Der Nachlass von Urs Herzog wurde am Deutschen Seminar der Universität Zürich mit Unterstützung des Rechtswissenschaftlichen Instituts (Zentrum für rechtsgeschichtliche Forschung) aufbereitet.

Diese Website soll einen Überblick über das verfügbare Quellenmaterial schaffen und zu weiterführenden Forschungen anregen.

Weiterführende Informationen