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Deutsches Seminar Standreden

Standreden im engeren Sinne

Merkmale einer typischen Standrede

  • nichtfiktionaler Text; spezielle Form der Textsorte "Kasualpredigt" (vgl. Urs Herzog, Geistliche Wohlredenheit. Die katholische Barockpredigt, München 1991)
  • Zeitpunkt/Ort der Predigt: unmittelbar nach der erfolgten Hinrichtung
  • Adressaten: Öffentlichkeit, die an der Hinrichtung in welcher Form auch immer teilgenommen hat
  • schriftliche Fassung der Predigt in eigenständigem Druck mit eigenem Titelblatt (Nachdrucke in Monatsblättern, Sammlungen etc. sind als sekundär zu betrachten)
  • Erscheinungsdatum: zeitnah zur Hinrichtung
  • Nennung der Namen der Hingerichteten (allenfalls Gründe fürs Weglassen)
  • Nennung des Verfassers

Dieses Projekt ist konzentriert auf deutschsprachige Standreden aus dem Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft nach 1798.

Zur Terminologie:

In zeitgenössischer Terminologie werden die Standreden auch als Standpredigt, Galgenrede, Schafottrede bezeichnet.

Der Begriff der Standrede wird auch verwendet für Predigten im Zusammenhang mit Opfern von Missetaten, von Unglücksfällen von im Kampf gefallenen.

Mehr zum Umfeld und Kontext.

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