Gregor Wentzel

Gregor Wentzel, Prof. Dr.

1928-1948

* 17. Februar 1898 in Düsseldorf

† 12. August 1978 in Ascona

Akademischer Lebenslauf

Studium in Freiburg im Breisgau und Greifswald und ab 1920 in München

1921 Promotion in München

1922 Habilitation in München zur" Quantentheorie der Betastrahlen"

1926 Professor für theoretische Physik an der Universität Leipzig

1928-1948 Professor für theoretische Physik an der Universität Zürich (Nachfolger von Erwin Schrödinger)

1948-1969 Professor an der University of Chicago

1969 Emeritierung

Gastprofessuren: University of Wisconsin–Madison (1930),  Purdue University (1947),  Stanford University (1949), Tata Institute of Fundamental Research (1951), University of California, Berkeley (1954)

Forschung

In München war Wentzel einer der Mitarbeiter Arnold Sommerfelds an der älteren Quantentheorie und traf zum ersten Mal mit Wolfgang Pauli sowie Werner Heisenberg zusammen. Nach der Vollendung der Quantenmechanik durch Schrödinger 1926 entwickelte Wentzel unabhängig von Léon Brillouin und Hendrik Anthony Kramers die sog. Wentzel-Kramers-Brillouin-Methode. Sie ist als semiklassische Näherung auf vielen Gebieten bedeutsam geworden. Nachdem Pauli 1928 an die ETH berufen worden war, wurde Zürich zu einem Zentrum der theoretischen Physik. Während der Kriegsjahre übernahm Wentzel auch die Vorlesungen Paulis. 1943 erschien mit der "Einführung in die Quantentheorie der Wellenfelder" die erste Darstellung der Quantenfeldtheorie.

Auszeichnungen

1975 Max-Planck-Medaille