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Soziologisches Institut Prof. Dr. Katja Rost

Hallo Hater! - Kampf gegen den Hass im Netz (SRF, Club)

13.02.2018, 22:20, SRF

Hallo Hater! - Kampf gegen den Hass im Netz

Beschimpfungen, Ehrverletzungen und Morddrohungen. Der Hass im Netz nimmt zu. Die Geschütze der «Hater»: Einträge auf Twitter und Facebook. Wer wird Opfer? Was treibt die «Hater» an? Und wie bringt man die Internetgemeinde dazu, mit Anstand zu diskutieren?

Ein Klick und er ist online: der Hasskommentar. Besonders öffentliche Personen stehen im Fokus der «Hater». Aber nicht nur: Manchmal reicht es, online eine Meinung zu vertreten, die einem Leser nicht genehm ist. Und schon wird scharf geschossen: Gegen links, gegen rechts, gegen Ausländer, vermeintliche Rassisten und immer wieder gegen Frauen.

Wöchentlich wird an Schweizer Gerichten darüber verhandelt, ob eine Karikatur, ein Satz oder ein Wort strafrechtlich relevant ist oder die Ehre eine Person verletzt.

Wer verfasst solche Hasskommentare und aus welchen Beweggründen? Weshalb sind Frauen im Netz überproportional oft Zielscheibe von «Hatern»? Wie kann man sich gegen Angriffe im Netz wehren? Und was für Folgen hat die Hass-Kultur im Netz für unsere Gesellschaft?

Der harte Kampf gegen die «Hater» im Netz. Die Diskussion mit «Club»-Moderatorin Barbara Lüthi u.a. mit:

Mattea Meyer, Nationalrätin SP/ZH
Jolanda Spiess-Hegglin, Geschäftsführerin und Mitbegründerin #NetzCourage
Katja Rost, Soziologin Universität Zürich
Christian Huber, Informatiker, Präsident Junge SVP Luzern
Martin Steiger, Anwalt für Recht im digitalen Raum
Bruno Gross, Unternehmer

Positionen:

Mattea Meyer: «Dinge, die man von Angesicht zu Angesicht nicht sagen würde, sind auch auf Twitter und Facebook fehl am Platz.»

Jolanda Spiess-Hegglin: «Hass darf keine politische Färbung haben. Wenn es um Hass im Netz geht, haben wir noch nicht viel erreicht.»

Katja Rost: «Immer mehr Menschen verstecken sich nicht mehr im Netz. Kommentatoren, die unter vollem Namen auftreten, sind im Schnitt sogar aggressiver als jene, die anonym posten.»

Christian Huber: «Das Recht sagt, was strafbar ist und was nicht. Von einem moralischen Standpunkt her goutiere ich aber nicht, wie oft Leute für «Kleinigkeiten» verurteilt werden.»

Martin Steiger: «Für Betroffene muss es einfacher werden, sich zu wehren: Vor Gericht und in Strafverfahren, aber auch gegenüber Internet-Plattformen und Medien.»

Bruno Gross: «Ich bin für freie Meinungsäusserung im Netz. Doch heute schreibe ich meine Kommentare überlegter, sodass ich dafür nicht mehr angeklagt werde kann.»

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