Header

Suche

Tugenden und Laster

Skulpturen am Seitenportal des Strassburger Münsters

Geschichte und Prägungen

Ringvorlesung Zentrum Zürcher Mediävistik

Tugenden und Laster üben bis heute eine grosse Faszination aus: um Gerechtig­keit oder Mut, Stolz oder Habgier drehen sich noch immer Vorstel­lungen des (Un-)Sittlichen, des individuell oder gemein­schaft­lich Guten oder Schlechten. In der Vormoderne sind Tugenden- und Laster­konzeption unver­zicht­bar für die Ent­wick­lung der Auf­fassungen von Charakter­eigen­schaften und mora­lischem Verhalten. Als Personi­fika­tionen mit geschlecht­lich markierten Attributen dargestellt und erzählt oder durch positive (oder negative) Vor­bilder verkör­pert, als Gegeneinander kämpfende oder als tierische Wesen imaginiert, als Wurzeln, Äste und Blätter diagram­matisch oder als Bäume in Gärten reprä­sen­tiert, in Traktaten als Haltungen des Geistes und des Körpers definiert und geordnet, nehmen Tugenden und Laster einen zentralen Platz im Wort­schatz und der Imagi­nation vor­moderner Menschen ein.

Die Beitragenden nähern sich dem Thema aus vielfältigen Perspek­tiven, von der Literatur­wissenschaft und Kunst­geschichte bis zur histo­rischen Anthro­pologie und Geschlechter­geschichte, und erkunden dabei eine weite Zeit­spanne und verschiedene Regionen der Welt.

Programm folgt

Diese Ringvorlesung startet am 15. September 2026. Das Programm werden wir rechtzeitig an dieser Stelle publizieren.

Weiterführende Informationen

Veranstalter und Organisation

Zentrum Zürcher Mediävistik;
Prof. Silvia Negri, Histo­risches Seminar
Prof. Johannes Bartuschat, Roma­ni­sches Seminar

Im Bild

Skulpturen am Seitenportal des Strassburger Münsters: Personifizierte «Tugenden» durchbohren die «Laster» mit Lanzen. (Quelle: gettyimages)