Tugenden und Laster
Geschichte und Prägungen
Ringvorlesung Zentrum Zürcher Mediävistik
Tugenden und Laster üben bis heute eine grosse Faszination aus: um Gerechtigkeit oder Mut, Stolz oder Habgier drehen sich noch immer Vorstellungen des (Un-)Sittlichen, des individuell oder gemeinschaftlich Guten oder Schlechten. In der Vormoderne sind Tugenden- und Lasterkonzeption unverzichtbar für die Entwicklung der Auffassungen von Charaktereigenschaften und moralischem Verhalten. Als Personifikationen mit geschlechtlich markierten Attributen dargestellt und erzählt oder durch positive (oder negative) Vorbilder verkörpert, als Gegeneinander kämpfende oder als tierische Wesen imaginiert, als Wurzeln, Äste und Blätter diagrammatisch oder als Bäume in Gärten repräsentiert, in Traktaten als Haltungen des Geistes und des Körpers definiert und geordnet, nehmen Tugenden und Laster einen zentralen Platz im Wortschatz und der Imagination vormoderner Menschen ein.
Die Beitragenden nähern sich dem Thema aus vielfältigen Perspektiven, von der Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte bis zur historischen Anthropologie und Geschlechtergeschichte, und erkunden dabei eine weite Zeitspanne und verschiedene Regionen der Welt.
Programm folgt
Diese Ringvorlesung startet am 15. September 2026. Das Programm werden wir rechtzeitig an dieser Stelle publizieren.