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Prof. Dr. Nuot Ganzoni, Titularprofessor für Chirurgie

Verstorben am 27. Dezember 2025 im Alter von 94 Jahren.

In der Forschung beschäftige sich der Chirurg Nuot Ganzoni unter anderem mit verschiedenen Themen der Notfall- und Katastrophenmedizin. Als Leiter eines ärztlichen Teams machte er während des Biafra-Konflikts selbst Kriegserfahrungen.

Nuot Ganzoni studierte von 1951 bis 1958 Medizin an den Universitäten Lausanne und Zürich und schloss an der UZH mit dem Staatsexamen ab. Nach Assistenz- und Oberarztstellen in Thusis, Zürich und Frauenfeld studierte er 1966 als Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung anlässlich von Auslandaufenthalten in Frankreich, England und den USA die Therapie von ausgedehnten Verbrennungen. Danach war er als Oberarzt in der Chirurgie am damaligen Kantonsspital Zürich tätig.

1969 folgte ein dreimonatiger Einsatz im Biafra-Krieg als Leiter eines chirurgischen Teams des Schweizerischen Roten Kreuzes. 1968 bis 1972 war Nuot Ganzoni Lehrbeauftragter der Medizinischen Fakultät der UZH. 1971 wurde er zum Chefarzt und später zum Direktor der Chirurgischen Klinik des Kantonsspitals Schaffhausen bestimmt. Im Wintersemester 1975/76 wurde er zum Privatdozenten an der UZH ernannt und erhielt die Venia legendi für das Gebiet der Chirurgie. In seiner Habilitationsarbeit setzte sich Nuot Ganzoni mit dem Thema «Die Schussverletzung im Krieg. Wesen, Behandlung, Prognose» auseinander. Seine Antrittsvorlesung hielt er im Dezember 1976 zum Thema «Wundarznei – eine zeitlose Aufgabe». 1982 wurde er dann zum Titularprofessor an der UZH ernannt. 1992 trat er zurück.

In seiner Forschung beschäftige sich Nuot Ganzoni unter anderem mit verschiedenen Themen der Notfall- und Katastrophenmedizin. In der akademischen Lehre an der UZH engagierte er sich etwa im Kolloquium über Traumatologie und Chirurgie der Extremitäten. Als geschätzter Referent mit Kriegserfahrung beteiligte er sich zudem an Kursen zur Katastrophenmedizin.