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Prof. Dr. Peter Cornelius Claussen, Emeritierter Professor für Kunstgeschichte des Mittelalters

Verstorben am 5. Februar 2026 im Alter von 81 Jahren.

Die Forschungsschwerpunkte von Peter Cornelius Claussen lagen – neben weitreichenden Interessen bis hin zur Art brut – im Bereich der gotischen Skulptur und der stadtrömischen Kirchenausstattungen des Hoch- und Spätmittelalters.

Peter Cornelius Claussen studierte an den Universitäten Marburg, Bonn und Mainz Kunstgeschichte. 1973 wurde er an der Universität Mainz mit einer Arbeit zum Thema «Vorhalle, Triumphbogen und Portal. Typologie und Genese der Portalvorbauten an der Kathedrale von Chartres» promoviert. Nach einem anschliessenden Studienaufenthalt in Rom war er an der Universität Heidelberg tätig. Dort habilitierte er sich 1983 mit der Studie «Magistri Doctissimi Romani. Die römischen Marmorkünstler des Mittelalters» für das Fach Kunstgeschichte. Danach lehrte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt mittelalterliche Kunstgeschichte. 1988 wurde er dann als Ordinarius für Kunstgeschichte an die UZH berufen.

Die Forschungsschwerpunkte von Peter Cornelius Claussen lagen – neben weitreichenden Interessen bis hin zur Art brut – im Bereich der gotischen Skulptur und der stadtrömischen Kirchenausstattungen des Hoch- und Spätmittelalters. Zu den römischen Marmorkünstlern des 12. und 13. Jahrhunderts, den sogenannten Cosmaten, hat er 2002 mit dem Corpus Cosmatorum ein vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördertes Inventarprojekt initiiert, das seit 2015 unter Leitung von Prof. Dr. Daniela Mondini (Università della Svizzera Italiana) und Prof. Dr. Carola Jäggi (UZH) weitergeführt wird.

Das Erscheinen des sechsten Bandes dieses Corpuswerkes wird Cornelius Claussen nun leider nicht mehr miterleben; umso schöner, dass er im Oktober 2025 in Rom an der Vernissage von Band 5 noch dabei sein konnte, wo gleichzeitig auch das Erscheinen der italienischen Übersetzung seiner 1987 publizierten Habilitationsschrift «Magistri Doctissimi Romani» gefeiert wurde. Auch nach seinem Tod wird sein Geist im Corpus Cosmatorum weiterleben. (Carola Jäggi, Kunsthistorisches Institut/UZH Kommunikation)