Prof. Dr. Christian Okonek, Emeritierter Professor für Mathematik
Verstorben am 1. April 2026 im Alter von 73 Jahren.
In seiner Forschung befasste sich Christian Okonek insbesondere mit Vektorbündeln auf algebraischen Flächen und komplexen projektiven Varietäten und deren Topologie.
Christian Okonek studierte von 1973 bis 1978 Mathematik, Physik und Astronomie an der Georg-August-Universität Göttingen. Die Promotion erfolgte 1980 mit der Dissertation «Algebraische Untersuchungen zur äquivarianten unitären Kobordismentheorie». 1982 habilitierte er sich in Göttingen mit der Arbeit «Moduli extremer reflexiver Garben auf P». Anschliessend weilte er als Heisenberg-Stipendiat zu Forschungsaufenthalten unter anderem an der University of California in Berkeley, am Mittag-Leffler-Institut in Stockholm und an der Rijksuniversiteit Leiden. Im Jahr 1989 wurde er zum Professor für Mathematik an die Universität Bonn berufen. Auf das Wintersemester 1992/93 wurde zum Ordinarius für Mathematik an der Universität Zürich ernannt.
Im Rahmen seiner Forschung befasste sich Christian Okonek vor allem mit algebraischer und komplexer Geometrie. Dabei festigte er seinen Ruf als Spezialist auf dem Gebiet der Vektorbündel auf algebraischen Flächen und komplexen projektiven Varietäten stetig. Die enorme Breite seiner Forschungsinteressen wurde auch in seinen Publikationen deutlich, die in den namhaftesten Fachzeitschriften erschienen. Er war zudem Mitglied bzw. Gründungsmitglied verschiedener internationaler Fachgesellschaften, unter anderem des Max-Planck-Instituts für Mathematik in Bonn.
Als Dozent verstand es Christian Okonek, sein umfangreiches mathematisches Wissen den Studierenden anschaulich zu vermitteln, unabhängig davon, ob es sich beispielsweise um Funktionentheorie für Fortgeschrittene handelte oder um Algebra für Studierende in den ersten Semestern. Beinahe ein Vierteljahrhundert lang zählte er zu den wichtigsten Stützen in der Lehre an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät.