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Prof. Dr. Renate Huch, Emeritierte Professorin für Perinatalphysiologie

Verstorben am 3. Januar 2026 im Alter von 87 Jahren.

In ihrer Forschung beschäftigte sich Renate Huch erfolgreich mit Untersuchungen zu transkutanen Messungen, zur Lungenkapazität von Schwangeren und zum Einsatz von bildgebenden Verfahren.

Renate Huch studierte an der Georg August-Universität in Göttingen Medizin und schloss 1967 mit dem Staatsexamen ab. Von 1968 bis 1973 war sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für angewandte Physiologie der Universität Marburg und gleichzeitig wissenschaftliche Assistentin an der Universitäts-Frauenklinik Marburg, wo sie am Aufbau und an der Leitung eines Perinatalphysiologischen Forschungslabors beteiligt war. Dazwischen wurde sie 1971 mit einer Arbeit zum Thema «Quantitative, kontinuierliche Sauerstoffpartialdruckmessung auf der hyperaemisierten Erwachsenenhaut» promoviert.

1975 habilitierte sich Renate Huch an der Philipps-Universität Marburg mit der Studie «Die Entwicklung der transkutanen PO2-Messung und ihre Anwendung in der Perinatalmedizin». 1978 wurde sie in Marburg zur Honorarprofessorin für den Fachbereich Humanmedizin ernannt. 1979 wechselte sie als Oberärztin ans Universitätsspital Zürich, wo sie auch das perinatalphysiologische Labor leitete. 1987 wurde sie an der UZH zur Privatdozentin, 1989 zur Titularprofessorin und 1994 zur nebenamtlichen Extraordinaria für Perinatalphysiologie ernannt. 2004 wurde Renate Huch emeritiert.

In ihrer Forschung beschäftigte sich Renate Huch unter anderem erfolgreich mit Untersuchungen zu transkutanen Messungen, zur Lungenkapazität von Schwangeren und zum Einsatz von bildgebenden Verfahren. Ihr Ziel war dabei nicht nur der wissenschaftliche Fortschritt, sondern immer auch die Verbesserung der klinischen Arbeit. Als engagierte Dozentin bot sie den Studierenden der UZH fundierte und daher viel besuchte Vorlesungen und Kurse. Renate Huchs wissenschaftliche Arbeit wurde mit verschiedenen Auszeichnungen wie dem Guido-Fanconi-Gedenkpreis, dem Maternité-Preis und dem Ehrendoktortitel der Universität Uppsala gewürdigt.