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Forschungsstipendium 2026 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung

Die Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung vergibt 2026 ein Forschungsstipendium an

PD Dr. med. Dr. sc. nat. Jenny Christine Kienzler

Jenny Christine Kienzler ist eine schweizerische Neurochirurgin mit wissenschaftlichem Schwerpunkt in der translationalen Immuntherapie­forschung von Hirntumoren. Als Gruppenleiterin des translationalen Neuro­immunologie Labors am Institut für Experimentelle Immunologie der Universi­tät Zürich und als Oberärztin am Universitäts­spital Lausanne (CHUV) verbindet sie klinische Tätig­keit mit innovativer Forschung.

Ihr wissenschaft­licher Fokus liegt auf der Entwicklung neuer Immuntherapien für bösartige Hirntumoren wie Glioblastome und Hirn­metastasen. Mithilfe modernster Einzelzell- und räumlicher Analyse­technologien untersucht sie, wie bestimmte Immunzellen das Tumorwachstum fördern und das Ansprechen auf Therapien beeinflussen. Ziel ihrer Arbeit ist es, diese Mechanismen therapeutisch zu nutzen und innovative Behandlungs­strategien in die klinische Anwendung zu überführen.

Nach dem Medizinstudium und der Facharztausbildung in Neurochirurgie an verschiedenen Kliniken in der Schweiz forschte Dr. Kienzler als Postdoktorandin an der University of California, Los Angeles (UCLA) zur Immuntherapie von Hirntumoren. Anschliessend promovierte sie in Immunologie am Institut für Experimentelle Immunologie an der Universität Zürich und habilitierte sich 2026 an der Medizinischen Fakultät im Fachgebiet Neurochirurgie.

Ihre Forschungs­leistungen wurden durch zahlreiche kompetitive Förderungen ausgezeichnet, darunter der prestige­trächtige Advanced Clinician Scientist Grant der Universität Zürich, der ihr unter anderem geschützte Forschungszeit neben der klinischen Tätigkeit ermöglicht.

Neben ihrer wissenschaftlichen und klinischen Arbeit engagiert sich Dr. Kienzler für die Förderung des akademischen Nachwuchses und für Chancengleichheit in der Medizin. Als Präsidentin von Women in Neurosurgery Switzerland (WINS) setzt sie sich national für Mentoring, Karriere­entwicklung und strukturelle Verbesserungen in der Neuro­chirurgie ein.