Wissenschaftspreis 2026 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung
Die Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung vergibt den Wissenschaftspreis 2026 in Anerkennung seiner ausserordentlichen wissenschaftlichen und klinischen Leistungen an
Dr. med. univ. Florian A. Wenzl, Ph.D.
Florian Wenzl hat in seiner klinisch-translationalen Forschung neue Ansätze zur Risikovorhersage bei akutem Koronarsyndrom erforscht. Er hat dabei neue Biomarker identifiziert und mit Hilfe künstlicher Intelligenz Vorhersagemodelle zur verbesserten Nutzen-Risiko-Abwägung katheterbasierter und pharmakologischer Behandlungen entwickelt. Seine Erkenntnisse ermöglichen eine gezieltere Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Herzinfarkt.
Florian A. Wenzl hat sein Medizinstudium in Österreich abgeschlossen und anschliessend die klinische Ausbildung in Innerer Medizin und Kardiologie an der University of Pennsylvania und am Deutschen Herzzentrum München fortgesetzt. Er hat im Doktoratsprogramm Clinical Science der Universität Zürich promoviert und arbeitet seither an den Universitäten Zürich und Oxford an der personalisierten Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen.
In der Forschung kombiniert er maschinelles Lernen, Single-Cell-Sequencing und Omics-Ansätze, um biologische Mechanismen in individualisierte Behandlungsstrategien zu übersetzen. Dabei hat er neue Biomarker identifiziert und KI-basierte sowie biomarker-gestützte Vorhersagemodelle zur verbesserten Nutzen-Risiko-Abwägung in der katheterbasierten und pharmakologischen Therapie von Patientinnen und Patienten mit Herzinfarkt entwickelt.
Sein Forschungsprogramm hat Prognosemodelle hervorgebracht, die sich in randomisierten klinischen Studien in Erprobung befinden oder bereits klinisch angewendet werden. Für sein Engagement in Forschung und Lehre erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen und umfangreiche Drittmittel.