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Forschung mit Tieren in Zahlen

2025 wurden an der Universität Zürich 53'491 Tiere eingesetzt – 6.2 % weniger als im Vorjahr.  

Mäuse machten im Jahr 2025 mit knapp 80 Prozent den weitaus grössten Anteil der an der UZH eingesetzten Versuchstiere aus. Weitere häufig eingesetzte Tiere waren Ratten, Haus- und Schneemäuse, Schweine, Kühe, Fische, Amphibien, Hunde, Pferde und Esel sowie Katzen. Zusammen mit den Mäusen entfielen auf diese Tierarten mehr als 98 Prozent aller Versuchstiere. Deutlich seltener kamen Vögel und Hühner, Schafe und Ziegen, Affen, Kaninchen, Alpakas und Steinböcke zum Einsatz.

Weniger Versuchstiere als in den letzten fünf Jahren

Von 2024 auf 2025 sank die Anzahl um 3'550 Versuchstiere. Insgesamt wurden 2025 an der UZH 53’491 Tiere in Forschung sowie Aus- und Weiterbildung eingesetzt. Diese Gesamtzahl ist auch kleiner als jene in den Jahren 2020–2023.

Grundlagenforschung zu menschlichen Krankheiten überwiegt

Grafik zur Verwendung von Versuchstieren in der Grundlagenforschung an der UZH 2025
Verwendung von Versuchstieren in der Grundlagenforschung an der UZH 2025 (Quelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen)

Der überwiegende Anteil der Studien mit Tieren (86,1%) betraf die Grundlagenforschung. 78,2% der Tiere wurden in Zusammenhang mit Krankheiten beim Menschen und 5,9% zur Erforschung von Krankheiten beim Tier verwendet. 15,8% der Versuchstiere kamen somit nicht in Zusammenhang mit der Erforschung von Krankheiten zum Einsatz – von diesen wurden 3'380 Tiere für die Aus- und Weiterbildung eingesetzt.

Forschung mit Tieren wird in der Schweiz in vier Belastungskategorien eingeteilt: die Schweregrade 0 bis 3, abgekürzt SG 0, SG 1, SG 2 und SG 3. 20% der 2025 an der UZH verwendeten Tiere wurden in nicht belastenden und 45,2% in wenig belastenden Versuchen, 29,5 % in mittelschwer belastenden und 5,3% in schwer belastenden Versuchen eingesetzt.

An der UZH eingesetzte Tiere im Jahr 2025

Tierart

Anzahl

Anteil
 

SG 0

SG 1

SG 2

SG 3

Mäuse (inkl. Föten)

42’749

79,92%

6’484

18’536

14’899

2’830

Ratten (inkl. Föten) 2’203

4,12%

188

1’258

748

9

Haus- und Schneemäuse 1’995

3,73%

38

1954

-

-

Schweine

1’617

3,02%

1452

139

17

9

Kühe 1’038

1,94%

286

746

6

-

Fische (inkl. Larven)

995

1,86%

748

247

-

-

Amphibien (diverse, inkl. Larven)

699

1,31%

5

694

-

-

Hunde

669

1,25%

542

126

1

-

Pferde, Esel

510

0,95%

222

288

-

-

Katzen

473

0,88%

446

27

-

-

Vögel, Hühner (diverse, inkl. Föten)

237

0,44%

128

109

-

-

Schafe (inkl. Föten), Ziegen

168

0,31%

42

31

95

-

Affen (diverse)

94

0,18%

94

-

-

-

Kaninchen

20

0,04%

-

20

-

-

Alpakas

17

0,03%

6

11

-

-

Steinböcke 7

0,01%

-

7

-

-

Total

53’491

 

10’681

24’193

15’766

2’815

Anteil

 

 

20%

45,2%

29,5%

5,3%

SG 0 = Schweregrad 0: keine Belastung

Erfährt ein Tier in einem Versuch keine Schmerzen, Leiden, Schäden oder Ängste, wird es dem Schweregrad 0 zugeteilt.
Ein Beispiel hierzu sind die Verhaltensbeobachtungen, mit denen an der UZH soziale und kognitive Fähigkeiten von Totenkopf- und Weissbüschelaffen erforscht werden. Auch Blutentnahmen bei grösseren Tieren, etwa Hunden oder Kühen, zählen dazu.

20% der 2025 an der UZH eingesetzten Tiere waren keinen Belastungen ausgesetzt.

SG 1 = Schweregrad 1: leichte Belastung

Unter Schweregrad 1 fallen Forschungsarbeiten, bei denen die Tiere kurzfristige leichte Schmerzen oder Schäden erfahren oder die ihr Allgemeinbefinden leicht beeinträchtigen. Auch wenn Versuchstiere narkotisiert und getötet werden, um ihnen Gewebe oder Organe zu entnehmen – etwa um eine Zellkultur zu gewinnen –, fällt dies unter Schweregrad 1. Wird einem Tier ein Dauerkatheter in äussere Blutgefässe gesetzt oder eine Hautgewebeprobe entnommen, gilt dies als Schweregrad 1.

2025 fielen 45,2% der in UZH-Forschungsprojekten eingesetzten Tiere in diese Kategorie.

SG 2 = Schweregrad 2: mittlere Belastung

Sind die Belastungen in einem Experiment mittelschwer und dauern nur kurz oder sind diese leicht und dauern aber länger, werden die Tiere in Schweregrad 2 eingeteilt. Dazu zählen etwa wiederholte Blutentnahmen unter Kurznarkose oder chirurgische Eingriffe unter Betäubung, die trotz Schmerzbehandlung im Nachgang zur Operation Schmerzen, Leiden oder Störungen des Allgemeinbefindens hervorrufen können.
An der UZH werden in solchen Studien etwa Schafe eingesetzt, um die Heilung von Sehnen, Knorpel und Knochen zu verbessern. Andere Forschungsteams entwickeln Impfstoffe gegen die Toxoplasmose – eine Infektionskrankheit, die häufig bei Katzen auftritt.

2025 fielen insgesamt 29,5% der Versuchstiere an der UZH unter Schweregrad 2.

SG 3 = Schweregrad 3: schwere Belastung

Sind die Tiere schweren Schmerzen, andauerndem Leiden, schwerer Angst oder schwerer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens ausgesetzt oder sind die Belastungen mittleren Grades und dauern mittel- bis langfristig, fallen sie unter Schweregrad 3. Bei diesen Experimenten werden meist Mäuse und Ratten eingesetzt. Erforscht werden schwere, komplexe Erkrankungen wie Krebs, Epilepsie, Alzheimer, Multiple Sklerose und andere Autoimmunkrankheiten oder Organtransplantationen und Infektionskrankheiten.

2025 waren es 5,3% der Tiere, die in UZH-Studien mit Schweregrad 3 eingesetzt wurden.

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