3R-Prinzip: ersetzen, verringern, verbessern

Forschung mit Tieren soll wenn immer möglich durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden. Die Anzahl Tiere in einer Studie soll so klein wie möglich sein, ohne an Aussagekraft zu verlieren. Und die Belastung der Tiere soll durch die Verbesserung der Versuchsabläufe und Haltungsbedingungen vermindert werden. Das fordert das 3R-Prinzip «Replace, Reduce, Refine».

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Da Mäuse in der Forschung am häufigsten eingesetzt werden, sind hier die 3R-Prinzipien auch besonders wirkungsvoll. (Bild: Frank Brüderli, UZH)

Die 3R-Prinzipien gehen auf die «Principles of Humane Experimental Technique» von William Russell und Rex Burch aus dem Jahr 1959 zurück. Sie haben sich international als Leitlinie für einen ethisch vertretbaren Umgang mit Tieren in der Forschung etabliert. Ziel der 3R ist, Tierversuche bzw. das Leid der Versuchstiere zu vermeiden oder zu verringern.

Replace Ersetzen des Tierversuchs durch tierversuchsfreie Methoden
Reduce  Reduzieren der Anzahl Tiere auf das nötige Minimum
Refine  Verbessern der Versuchs- und Haltungsbedingungen zur Verminderung der Belastung und zur Förderung des Tierwohls

Seit April 2018 verfügt die UZH über eine 3R-Koordinatorin. Ihre Aufgabe ist die Förderung von 3R-Forschung sowie die Beratung und Aus- und Weiterbildung von Studierenden, Wissenschaftlern und Tierpflegenden zum Thema 3R. Zudem vertritt sie die UZH am 3R Kompetenzzentrum Schweiz.